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EuroMedtech vom 1. bis 2. Juni 2010 in Leipzig
Leipzig ist Gastgeber der EuroMedtech™
2010Internationale Partnerkonferenz für Medizintechnik eröffnet neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit in der Branche
EuroMedtech 2010
ZÜRICH und LEIPZIG, Deutschland--(BUSINESS WIRE)--Die zweite jährliche Partnerjahreskonferenz EuroMedtech™ findet vom 1. bis 2. Juni 2010 im Westin Hotel in Leipzig statt. Dies hat die EBD Group heute bekannt gegeben. Die EuroMedtech bietet Entscheidungsträgern und Anlegern aus dem Bereich der Medizintechnik einmalige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Sie zieht Unternehmen aus allen Bereichen der modernen Medizintechnik an, darunter Technologien für Diagnose, Bildgebung, Orthopädie, Herzkreislauf, Biomaterialien und eHealth.
Auch im Jahr 2010 werden auf der EuroMedtech wieder Entscheidungsträger aus allen Gebieten des schnell wachsenden und höchst innovativen Sektors der Medizintechnik zusammentreffen. Auf der letztjährigen Konferenz nahmen 250 Delegierte aus 191 Unternehmen an insgesamt 652 individuellen Partnermeetings teil, um über Finanzfragen, Lizenzierungsmöglichkeiten oder eine Zusammenarbeit bei der Ausdehnung von Entwicklung und Vertrieb von Produkten auf internationale Märkte zu sprechen.
„Ich freue mich, dass die EBD Group das erhebliche Potenzial der Biowissenschaften Sachsens erkennt und weltweit führende Unternehmen aus der Medizintechnik in diese Region holt“, sagte Martin Pfister, Direktor des regionalen Gastgebers biosaxony. „Die EuroMedtech wird die innovativen Kräfte Sachsens fördern und Verbindungen zu unseren Partnern in den Nachbarländern Osteuropas knüpfen helfen, da auf der Veranstaltung einige der innovativsten Kleinunternehmen dieser Länder vorgestellt werden.“
Er fügte hinzu: „biosaxony ist stolz, Gastgeber der EuroMedtech zu sein, und Leipzig als führenden Standort vorzustellen, an dem Führungspersönlichkeiten der Medizintechnik auf der Suche nach Investitionen Partnerschaften eingehen können.“ Zu den Teilnehmern im letzten Jahr zählten unter anderem Abingworth, Edmond de Rothschild Investment Partners, Earlybird Venture Capital, Sofinnova, NIBC Capital Partners/B.V., Gilde Healthcare Partners, Aescap und Vesalius BioCapital.
Auch auf der EuroMedtech 2010 wird wieder mit einer hohen Beteiligung an Kapitalbeteiligungsgesellschaften und weiteren Investmentfirmen gerechnet. Die Palette der Teilnehmer reicht von großen multinationalen Medizintechnikfirmen über Startups bis hin zu Finanz- und Dienstleistungsunternehmen. Ferner finden auf der EuroMedtech 15- minütige Präsentationen von innovativen Unternehmen der Medizintechnik, interessante Podiumsdiskussionen zu Branchenentwicklungen und Trends sowie eine lebendige Ausstellung statt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.biosaxony.com und unter www.ebdgroup.com/emt/.
Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.
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Veranstaltung am 03.03.2010
Workshop „Ausländische Patienten für die Region Leipzig“Datum: 03.03.2010
Ort: BIO CITY LEIPZIG, Konferenzraum 2
Uhrzeit: 15:00 - ca. 17:00 UhrTeilnehmer: Mitglieder des VFG e.V. sowie Gäste
Ausgangslage
Viele Krankenhäuser in Deutschland entwickeln das Geschäftsfeld „Behandlung
ausländischer Patienten“, um die Auslastung in bestimmten Bereichen zu erhöhen und
außerbudgetäre Erlöse zu erzielen. In der Vergangenheit galt das Interesse vor allem
Patienten aus dem Arabischen Raum. Inzwischen spielen Patienten aus den GUS-Staaten
eine zunehmende Rolle.In der Region Leipzig engagieren sich einzelne Einrichtungen und Ärzte ebenfalls in der
Behandlung ausländischer Patienten, ohne dass dafür ein gemeinsames Marketing besteht.Zielsetzungen
1. Der Workshop soll die Akteure der Region Leipzig, die sich mit ausländischen Patienten
beschäftigen oder dies in Zukunft tun wollen, zusammenbringen.
2. Welches Potential hat diese Patientengruppe für die Region Leipzig?
3. Welche Voraussetzungen sind notwendig, um diese Patienten für die Region Leipzig zu
gewinnen, im Wettbewerb mit anderen Anbietern und anderen Regionen in Deutschland?
4. Wie kann sich der VFG e.V. einbringen?Impulsreferate und Diskussionspartner
Jens Juszczak (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, www.auslandspatienten.de) ist einer der
renommiertesten Kenner der Aktivitäten der verschiedenen Regionen Deutschlands und
Autor zahlreicher Studien zu diesem Thema.Swjatoslaw Aksamitowski (InterMedico GmbH, Bochum) verfügt über umfangreiche
Erfahrungen in der Strategischen Vermarktung deutscher Krankenhäuser in den GUS -
Staaten.Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, um eine Anmeldung wird gebeten. Das Anmeldeformular finden Sie hier.
Die Veranstaltung wird von der Stadt Leipzig, Wirtschaftsförderung, unterstützt.
Kontakt:
Dr. André Henke
Leiter der Geschäftsstelle Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V.BIO CITY LEIPZIG
Deutscher Platz 5a
D-04103 LeipzigTel.: 0341 5949147
Fax: 0341 5949151
andre.henke@med-in-leipzig.de
www.med-in-leipzig.de -
Dresdner GÖZ legt Studie zur Gesundheitswirtschaft in Sachsen vor – Mitteilung vom 14.01.2010
Erste Bestandsaufnahme Gesundheitswirtschaft Sachsen
Dresden - In einem Gutachten für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Gesundheitsökonomische Zentrum eine erste Bestandsaufnahme der Gesundheitswirtschaft in Sachsen vorgenommen. Ein besonderer Fokus der Studie lag auf der Quantifizierung des sogenannten "zweiten Gesundheitsmarktes".
Weiter Informationen erhalten Sie unter www.gesundheitswirtschaft-sachsen.org --> Start / Neue Publikationen.
Die Studie können Sie hier herunteralden.Kontakt und weitere Informationen:
Gesundheitsökonomisches Zentrum der TU Dresden (GÖZ)
Prof. Dr. Alexander Karmann
Geschäftsführender Direktor
Münchner Platz 2-3
01062 Dresden
Tel. 0351 - 46 33 59 00
Fax: 0351 - 46 33 77 90
E-Mail: goez@mailbox.tu-dresden.de -
5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft
Tagungsbericht - 5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft am 08. Oktober 2009
Impulsgeber personalisierte Medizin - Individualisierung in Forschung, Behandlung und Klinikalltag - 5. Leipziger Branchentreffpunkt "Forum Gesundheitswirtschaft" am 8. Oktober 2009, BIO CITY Leipzig.Die Gesundheit als eines der wichtigsten Zukunftsthemen spielt in der mitteldeutschen Region eine wesentliche Rolle. In Zukunft werden die Therapien individueller auf die Patienten ausgerichtet - Stichwort personalisierte Medizin. Durch Fortschritte in der Forschung werden die Leistungserbringer die Bedürfnisse und die Behandlungsabläufe der Patienten immer mehr in Einklang bringen können. Im nunmehr fünften Jahr organisierte der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) am 8. Oktober 2009 in der BIO CITY Leipzig den Branchentreffpunkt "Forum Gesundheitswirtschaft", bei dem die neuesten Trends im Bereich der individualisierten Medizin vorgestellt und diskutiert wurden.
Nach Grußworten des Leiters des Fraunhofer Institutes für Zelltherapie und Immunologie und Direktors des Institutes für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie Vorsitzenden des VFG, Prof. Dr. med. Frank Emmrich und dem Leiter der Geschäftsstelle des Vereins, Dr. med. Andre Henke, referierte die Sächsische Staatsministerin für Soziales, Christine Clauß, über die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung in Sachsen und erinnerte zunächst an das Erreichte. Die meisten Krankenhäuser hätten sich in den Jahren 1989/90 in einem desolaten Zustand befunden. Stationen mit veralteter medizinischer Ausstattung sowie Zimmer mit bis zu 10 Betten seien keine Ausnahme gewesen. Heute präsentierten sich die sächsischen Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen mit insgesamt über 34.000 Betten nach einem vom Bund, den Krankenkassen und dem Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten Investitionsvolumen von über € 4,6 Mrd. auf hohem Niveau. Die verbesserte Gesundheitsversorgung habe die Lebensqualität gesteigert und zu einer messbar gestiegenen Lebenserwartung geführt. In der Zukunft sei es die größte Herausforderung, die Folgen der demographischen Entwicklung zu meistern. In den kommenden zwanzig Jahren würde sich die Bevölkerung in Sachsen um mehr als eine halbe Million Menschen verringern. Hinzu komme die Veränderung der Altersstruktur. Einerseits werde der Anteil der Erwerbsfähigen um 10 Prozent schrumpfen. Demgegenüber werde der Anteil der über 65-jährigen um 11 Prozent steigen und ein Drittel der Bevölkerung ausmachen. Der Anteil der Hochbetagten über 80 Jährigen würde bereits in den kommenden 12 Jahren um mehr als 50 % auf ca. 370.000 steigen. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen würde deshalb schon morbiditätsbedingt trotz des Bevölkerungsrückgangs deutlich ansteigen und damit zwangsläufig auch zu höheren Personal- und Sachkosten in der Gesundheitswirtschaft führen. Demgegenüber sei der Spielraum eines Ausgleichs durch Erhöhungen der Beitragssätze begrenzt. Daher spreche vieles dafür, dass sich der Wettbewerb zwischen den Leistungserbringern mit dem zunehmenden Bedarf an Gesundheitsleistungen verstärke. Die bisherige Trennung zwischen ambulanten und stationären Leistungen würde sich in räumlicher, organisatorischer und personeller Hinsicht zugunsten indikationsbezogener integrierter Programme auflösen. Vor allem aber müsse dem sich in den ländlichen Regionen bereits abzeichnenden Ärztemangel begegnet werden - dies sei auch eine politische Herausforderung. Umso erfreulicher sei es, dass sich die Selbstverwaltungen von Ärzten und Krankenkassen geeinigt hätten, ab 2009 mindestens € 2,5 Mrd. zusätzlich für die ambulante Versorgung zur Verfügung zu stellen.
Wie zufrieden sind die Sachsen eigentlich mit ihrem Gesundheitssystem und was leistet das System? Das Ernst & Young Gesundheitsbarometer 2009 gibt hierzu Auskunft und wurde vorgestellt von Peter Lennartz, Partner der Ernst & Young GmbH. Die Studie ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung zur Qualität der Gesundheitsversorgung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut. Danach sind 85 Prozent der Sachsen insgesamt zufrieden mit der Gesundheitsversorgung. In puncto Behandlungserfolg und Diagnostik schneiden die praktischen Ärzte am Besten ab. Ein umgekehrtes Bild ergibt sich bei der technischen Ausstattung: Krankenhäuser erhielten hier die besten Noten, gefolgt von den Fachärzten. Die Hausärzte genießen allerdings das größte Vertrauen - ihre Arbeit wird im Hinblick auf Beratung, Freundlichkeit und Behandlung besser bewertet als die von Fach- und Klinikärzten. Allerdings zeige die Studie auch, dass privat Versicherte zufriedener sind - ein besonders eklatanter Unterschied zu den gesetzlich Versicherten habe sich beim Faktor "Wartezeit" ergeben. Auf die Frage, ob sich die Qualität der gesundheitlichen Versorgung in den vergangenen Jahren verändert habe, war die Stimmung der Sachsen bundesweit am positivsten - 67 Prozent meinten, die Versorgung sei gleich geblieben oder sogar besser geworden.
Mit seinem Beitrag "Patientenorientierung im Versorgungsmanagement der Krankenkassen" referierte Dr. med. Torsten Hecke, Leiter des Projektes "Medizinische Versorgungszentren" der Techniker Krankenkasse Hamburg. Der Patient als Partner des Arztes im medizinischen Entscheidungsprozess - in zehn vom BMG geförderten Projekten sei erprobt worden, wie dies über neue Behandlungsmodelle realisiert werden könnte. Dr. Hecke stellte den Prozess der Entwicklung von Versorgungsangeboten am Beispiel des zwischenzeitlich umgesetzten Konzeptes der Medizinischen Versorgungszentren der TK vor. Die Bedürfnisse seien jahrelang in einem "Trendmonitor" zusammengefasst und die Patienten damit in die Entwicklung einbezogen worden. Das Ergebnis sei eine Behandlung auf hohem medizinischen Niveau. Auch im Leipziger Versorgungszentrum steuere heute eine zentrale Einheit die Betreuung der Patienten sowie alle Termine bei verschiedenen Fachärzten mit maximal dreißigminütiger Wartezeit. Mit dem „TK-Patientendialog“ sei zudem ein interaktives Medium für die Patienten zur Vorbereitung auf den Arztbesuch im MVZ entwickelt worden.
Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Dr. Gösta Heelemann, stellte mit seinem Beitrag "Krankenhäuser im Wandel" die strukturellen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft nach der Einführung des DRG-Abrechnungssystems vor. Hierdurch wurden die bislang individuell verhandelten Pflegesätze zunächst durch klinikspezifische, bis 2009 jedoch bundesweit einheitliche diagnoseabhängige Pauschalvergütungen für die Behandlungsfälle ersetzt. Kliniken mit niedrigen Betriebskosten und höherer Produktivität kämen damit besser zurecht. Durch den sich zunehmend verschärfenden Qualitäts- und Leistungswettbewerb unter den Häusern sei die durchschnittliche Verweildauer der Patienten von ca. 13 auf nur noch ca. 8 Tage gesunken und die Bettenkapazitäten seien seit 1990 kontinuierlich um mehr als 26 % abgebaut worden. Dennoch hätten die Krankenhäuser zu kämpfen, um kostendeckend zu wirtschaften. Eine Folge des Strukturwandels sei auch der rasante Anstieg der privaten Leistungserbringer. In der Zeit von 1996 bis 2007 sei die Zahl der privat betriebenen Häuser um ca. 42 % gestiegen, heute sei damit jede dritte Klinik in privater Trägerschaft.LIFE steht für "Leipziger Interdisziplinärer Forschungskomplex zu molekularen Ursachen umwelt- und lebensstilassoziierter Erkrankungen" und wurde von Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Inhaber der Professur für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Leipzig AöR und Leiter des Projekts vorgestellt, das im Sächsischen Landesexzellenzwettbewerb der Universitäten den Sprung an die Spitze geschafft hat. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehe die Frage, welche Rolle Gene, Umwelt und Lebensstil für die individuelle Ausprägung der Volkskrankheiten spielen. Atherosklerose mit Herzinfarkt und Schlaganfall, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus, Demenz und Depression, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien seien für über 60 % aller Todesfälle und Erkrankungen verantwortlich. Mit modernster Spitzentechnologie würden die molekularen Ursachen dieser Zivilisationskrankheiten durch Kombination von Kohortenstudien, Analytik, Funktionsaufklärung und wirtschaftlicher Verwertung erforscht. Rund 10.000 Erwachsene und 5.000 Kinder würden umfassend untersucht und parallel Krankheitsgruppen der LIFE-Krankheiten mit 17.000 Patienten aufgebaut. Die vergleichenden Untersuchungen würden entscheidende Hinweise auf die Zivilisationskrankheiten bedingenden Zielmoleküle geben. Bereits 2012 sollen erste klinisch anwendbare Ergebnisse des Forschungsprogramms vorliegen. Der Leipziger LIFE-Verbund würde damit zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen in der Diagnostik und Therapie der Volkskrankheiten führen.
Die Firma Merck beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Biomarker und stratifizierte Medizin. Dr. Andreas Kovar, Vice Präsident der Merck KGaA und Leiter Global Exploratory Medicine, stellte das Thema "Personalisierte Medizin" aus Unternehmenssicht vor. Die Wirkung vieler Medikamente variiere von Mensch zu Mensch, bereits geringe Abweichungen im Erbgut beeinflussten die Wirkung von Medikamenten. Was den einen heile, versage bei anderen. Therapien sollten daher dem Genprofil des Patienten angepasst werden - die Gendiagnostik sei ein Zukunftsmarkt und biete die Chance der Kostensenkung bei der Wirkstoffentwicklung sowie der Erschließung neuer Therapieprinzipien. Bei der biomarkerbasierten Stratifizierung beruhe die angestrebte Individualisierung der therapeutischen Intervention vor allem auf einer Unterteilung der Patientenpopulation in klinisch relevante Untergruppen, etwa in Gruppen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko oder mit gutem Ansprechen auf eine bestimmte Therapie. Inzwischen gebe es auch erste Erfolge in der Krebstherapie. Zentrale Studien mit Erbitux zeigten bei metastasiertem Kolorektalkarzinom, dass bei Patienten, die keine Mutationen des sogenannten KRAS-Gens aufwiesen, die Chance höher sei, Metastasen des Tumors zu verkleinern, als bei Patienten mit Mutation. Auch für Lungenkrebspatienten sei der Nutzen des personalisierten Therapieansatzes von Erbitux nachgewiesen worden.
Im letzten Beitrag "Nach der Reform ist vor der Reform? Perspektiven im Gesundheitssystem" stellte Uta Engelhardt, Referentin für Politik bei der Deutschen BKK, Optionen nach der Gesundheitsreform mit Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahlen sowie die 2010 den Krankenkassen voraussichtlich fehlenden € 7,45 Mrd. vor. Sie prognostizierte Zusatzbeiträge bei jeder zweiten Kasse. Der Kostendruck und der hiermit verbundene Trend zur Fusion werde anhalten. Habe es im Jahr 1970 noch 1815 Krankenkassen gegeben, seien es heute noch 184. Mittelfristig solle der lohnbezogene Arbeitgeberanteil dennoch auf derzeitigem Niveau eingefroren werden. Kollektivverträge müssten durch Einzelverträge mit den Leistungserbringern ergänzt werden. Außerdem seien Korrekturen beim morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich durch unterschiedliche demographische Entwicklungen der Regionen erforderlich. Mittelfristig sei jedoch auch eine Absenkung des GKV-Leistungskatalogs im Hinblick auf Krankengeld, Zahnersatz sowie bei erlittenen Unfällen eine Option.