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28.08.2008: 38 Millionen Euro für Leipziger Medizin-Vorhaben
38 Millionen Euro für Leipziger Medizin-Vorhaben
Spitzenforschung: Fünf Projekte in SachsenDresden (S.H.). Der Freistaat Sachsen wird mit seiner Landes-Exzellenzinitiative fünf Spitzenforschungsprojekte in den Materialwissenschaften und in der Medizin unterstützen. Sie erhalten bis 2013 insgesamt fast 160 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln, sagte gestern Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD).
Das Bioanalytik-Zentrum Life der Universität Leipzig, das sich der Erforschung verschiedener Volkskrankheiten widmet, erhält mit 38 Millionen Euro den größten Betrag. 30 Millionen Euro gehen an ein namhaftes Dresdner Zentrum zur Strahlenforschung in der Krebstherapie. Den Materialwissenschaften widmen sich drei Vorhaben in Dresden, Chemnitz und Freiberg. Das Projekt für Hochleistungswerkstoffe an der Bergakademie erhält mit 20 Millionen den kleinsten Betrag.
Eine Jury aus acht Experten hatte gestern die fünf Projekte ausgewählt. In einer ersten Runde waren im Februar von 13 Anträgen acht für die Finalrunde ausgesucht worden. Es seien „rein wissenschaftsgeleitete Entscheidungen ohne Anspruch der Ausgewogenheit“ getroffen worden, sagte der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner. Für die Projekte waren insgesamt sogar 380 Millionen Euro beantragt worden. Mittel für benötigte Bauvorhaben wurden teilweise herausgestrichen, sie sollen möglichst noch aus anderen Töpfen fließen.
Stange sagte, Ziel der Landesinitiative sei es, mit aussichtsreichen Forschungsclustern den Abstand zur bundesdeutschen Konkurrenz zu verringern. Sie erwarte einen wichtigen Schub für die Forschung und Lehre an Sachsens Hochschulen. Die Exzellenzinitiative des Freistaates war vor einem Jahr in Anlehnung an den Bundes-Wettbewerb gestartet worden, bei dem Sachsen keinen Elite-Standort etablieren konnte. Laut DFG-Präsident Kleinert habe Sachsen nun beim nächsten Wettbewerb „hervorragende Aussichten, erfolgreicher zu sein“. Dies sei auch ein Kriterium für die Auswahl der Projekte gewesen.
Der Leipziger Prorektor Martin Schlegel, sagte, die Leitung der Universität sei stolz, dass das wissenschaftlich exzellente Projekt Life den Sprung an die Spitze geschafft habe. -
07.05.2008: „Traumanetzwerk Westsachsen nimmt Gestalt an”
Leipzig - Am Mittwoch, 16. April 2008 traf sich zum dritten Mal das „Traumanetzwerk Westsachsen“. Diesem Netzwerk gehören 28 Kliniken aus dem Regierungsbezirk Leipzig und Teilen des Regierungsbezirks Chemnitz an. Das Treffen selbst fand nach zwei vorangegangenen Treffen in Leipzig nun erstmals in Chemnitz statt.
Inhalt des Netzwerkes ist die Abstimmung medizinischer, technischer und logistischer Gegebenheiten mit dem Ziel, im Fall eines Traumas, also einer durch eine unvorhergesehene äußere Einwirkung hervorgerufenen Verletzung schnell und verlässlich entscheiden zu können, in welches Krankenhaus die Verunfallten gebracht werden müssen, damit sie möglichst schnell und optimal versorgt werden können. „In einem Traumanetzwerk sind Krankenhäuser aller Versorgungsstufen vertreten“, erklärt Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. „Außerdem werden die präklinischen Einrichtungen, also Rettungsdienste und Rettungsleitstellen sowie Notärzte eingebunden. Im Traumanetzwerk ist von jedem eingebundenen Krankenhaus bekannt, über welches medizinisches Know-how es verfügt, welche technischen Einrichtungen vorhanden sind, welche Spezialisierungen abrufbar sind usw. Im Notfall ist es auf der Basis dieser Informationen sehr schnell möglich zu entscheiden, wohin der Verletzte idealerweise gebracht werden soll.“ So erspare man den Rettungskräften unnötige Rückfragen, dem Verletzten unnötige Transporte und habe dennoch mit hoher Sicherheit die bestmögliche Versorgung abgesichert.
Die Mitgliedshäuser des Traumanetzwerkes - in Leipzig sind dies neben dem Universitätsklinikum das Klinikum St. Georg, das Ev. Diakonissenkrankenhaus und das Krankenhaus St. Elisabeth - müssen alle über eine entsprechende diagnostische und therapeutische Infrastruktur verfügen, einen 24-Stunden-Traumadienst haben und mindestens ein Basisteam für die Versorgung der Verletzten haben. In jedem Traumanetzwerk muss mindestens ein Krankenhaus der Maximalversorgung eingebunden sein, das alle Fachrichtungen für eine umfassende Schwerverletztenversorgung vorhält. Neben dem Netzwerk „Westsachsen“ mit den Regionen Leipzig und Chemnitz gibt es ein „Traumanetzwerk Ostsachsen“. Die Mitglieder der Netzwerke setzen sich darüber hinaus für die Einführung bzw. verstärkte Nutzung der Teleradiologie ein. In Sachsen haben sich beide Netzwerke verständigt, zu den Treffen des jeweils anderen Netzwerkes immer einen Beobachter zu entsenden, damit organisatorische, strukturelle und medizinische Maßnahmen synchronisiert werden können.
Die Bildung solcher Traumanetzwerke geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zurück, die damit den Anstoß zu einer bundesweit verbesserten Koordination der Arbeit von Rettungsdiensten, Notärzten, Leitstellen und Krankenhäusern bei der Behandlung von Schwerverletzten, aber auch im Katastrophenfall geben wollte.weitere Informationen:
Prof. Dr. Christoph Josten
Tel. (0341) 97 17300
e-Mail: christoph.josten@uniklinik-leipzig.deverantwortlich:
Heiko Leske
Pressesprecher
Telefon: (03 41) 97 - 1 59 05
Telefax: (03 41) 97 - 1 59 06
Mobiltel.: (01 51) 14 26 96 05
e-mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
www.uniklinik-leipzig.de -
17.04.2008: Erfolgreich behandelte Patienten machen sich für Leipzig stark
Erfolgreich behandelte Patienten machen sich für Leipzig starkAb Ende April werben sechs erfolgreich in Leipzig behandelte Patienten für den Medizinstandort Leipzig und sagen „Danke für ein neues Leben“. Sie sind die Hauptakteure auf dem neu gestalteten Kampagnenmotiv der „Leipziger Freiheit“. Erstmals stehen dabei die Menschen im Mittelpunkt, die von den medizinischen Spitzeneinrichtungen und der herausragenden Qualifikationen der Ärzte in Leipzig profitieren konnten. Jeder der ehemaligen Patienten hatte sich in Leipzig einer lebensrettenden Organ- bzw. Stammzellentransplantation unterzogen. Auf dem bisherigen Motiv zur
Gesundheitswirtschaft aus dem Jahr 2006 sprachen sich renommierte forschende und praktizierende Medizin-Koryphäen für Leipzig aus.„Bei der aktuellen Auflage des Motivs haben wir uns gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft, den Fachkliniken der Region und ihren Patienten entschlossen, dem Gesundheitsstandort Leipzig ein Gesicht zu geben. Unser herzlichster Dank gilt den Menschen, die sich sofort dazu bereit erklärt haben, an der Umsetzung der Idee mitzuwirken. Das neue Motiv wird ab sofort deutschlandweit als Anzeige publiziert“, sagt Marit Schulz, Prokuristin der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) und verantwortliche Marketingmanagerin für das Stadt- und Standortmarketing der „Leipziger Freiheit“.
Kooperationspartner der LTM ist der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e. V. „Wir haben uns als Verein das Ziel gesetzt, die Akteure der Gesundheitsregion mit gemeinsamen Projekten stärker zu vernetzen, die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft zu unterstützen und die hervorragenden Kompetenzen überregional bekannter zu machen. Der Verein verbindet inzwischen 28 Mitglieder, vom Universitätsklinikum über Gesundheitsdienstleister, die Leipziger Messe bis hin zu Apotheken der Region“, nennt Dr. André Henke, Geschäftsstellenleiter
des VFG, die Eckpunkte der Vereinstätigkeit.„Leipzig hat sich einen hohen Stellenwert in der Transplantationsmedizin in Deutschland und Europa erarbeitet und genießt auf diesem Gebiet einen ausgezeichneten Ruf, der es wert ist, weiter bekannt gemacht zu werden. Vor allem wurde auch der wichtige Bereich der Organspende in der Region kontinuierlich gefördert. Bei der Behandlung von Patienten, die eine Organtransplantation benötigen, werden heute durch den Einsatz neuester Operationsmethoden und moderner Techniken herausragende Ergebnisse erzielt“, sagen Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr, Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum der Universität Leipzig und Prof. Dr. Johann Hauss, geschäftsführender Direktor des Departments für Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.
Hintergrundinformationen zur Transplantationsmedizin in Leipzig
Das Zusammenspiel von erfahrenen Medizinern, modernster Technik, Kliniken mit Spitzenforschung und hoch qualifiziertem Personal ermöglicht eine umfassende Therapie von Transplantations-Patienten in Leipzig. Im Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Leipzig wurden seit der Gründung 1994 über 120 Leber- und 180 Nierentransplantationen
durchgeführt. Es ist der Stiftung „Eurotransplant“ angeschlossen, deren Direktor Dr. med. Axel Rahmel lange Zeit als Leiter der Herz- und Lungentransplantationsambulanz des Herzzentrums Leipzig tätig war.Der transplantationsmedizinische Fachbereich der Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche ermöglicht in Leipzig die ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie von angeborenen Nierenerkrankungen sowie Transplantationen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Durch
die enge Zusammenarbeit zwischen Transplantationszentrum und Universitätskinderklinikum sind auch äußerst seltene Eingriffe, z. B. bei Kleinkindern, möglich.Die Behandlung von Patienten mit gravierenden Herz- und Lungenerkrankungen bildet den Schwerpunkt der Arbeit im Herzzentrum Leipzig. Seit 2005 zählt es zu den fünf größten Herz- und Lungentransplantationszentren Deutschlands. Dabei kommen moderne, am Herzzentrum Leipzig entwickelte oder verfeinerte Operationstechniken zum Einsatz. Sie führen gegenüber den Standardverfahren – der Öffnung des Brustbeins – zu einem deutlich verbesserten Erfolg bei Herz- und/oder Lungentransplantationen. So werden z. B. Einzel- und Doppel-Lungentransplantationen
durch sehr kleine Hauteinschnitte und Zugänge durchgeführt. Neben Transplantationen zählen die Akutversorgung herzinsuffizienter Patienten, die Implantation von Kunstherzsystemen und die umfassende Nachbehandlung der Patienten zu den Tätigkeitsbereichen des Herzzentrums.Seit 28 Jahren werden auf der José-Carreras-Station an der Universität Leipzig erfolgreich Stammzellen transplantiert. Die Ausstattung der Spezialeinrichtung gehört zu den modernsten Europas. Seit 1980 wurden 1350 Stammzellentransplantationen in Leipzig durchgeführt. Davon allein 198 im Jahr 2007. Der Leiter der Transplantationseinheit, Professor Dr. Dietger Niederwieser, ist zugleich Präsident der EBMT European Group for Blood and Marrow Transplatation.
Weitere Informationen:
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Stadt- und Standortmarketing
Roland Stratz
Richard-Wagner-Straße 1, D-04109 Leipzig
Fon: +49 (0)341 1246890
Mail: r.stratz@ltm-leipzig.de
www.leipziger-freiheit.de