Verein zur Förderung
der Gesundheitswirtschaft
in der Region Leipzig e.V.
  1. Universität Leipzig – Pressemitteilung vom 19.11.2009


    Weg frei für Spitzenforschung in Leipzig

    Die Universitätsmedizin Leipzig hat von einem internationalen Gutachtergremium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Förderempfehlung für ein Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen erhalten. Leipzig ist damit auf dem Weg, als fünfter von acht deutschen Universitätsstandorten ein solches mit bis zu 50 Millionen Euro innerhalb von 10 Jahren gefördertes IFB aufzubauen.


    Das IFB AdipositasErkrankungen soll zukünftig zahlreiche interdisziplinäre Forschungsgruppen zum Thema Übergewicht und begleitende Krankheiten unter einem Dach bündeln. Die daraus resultierenden Synergien sollen helfen, Ergebnisse der Forschung möglichst schnell für die betroffenen Patienten nutzbar zu machen. Auf diese Weise könnten individuelle Behandlungskonzepte entstehen, die sich mehr als bisher auf den einzelnen Patienten und sein persönliches Umfeld beziehen.

    Gemeinsam erarbeiteten Universität und Universitätsklinikum Leipzig seit etwa eineinhalb Jahren das Konzept für ein IFB AdipositasErkrankungen und beantragten eine Fördersumme von rund 24 Mio. Euro für die ersten fünf Förderjahre. Verantwortlich für das Gesamtprojekt ist Prof. Dr. Michael Stumvoll, Direktor der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie. Nach einem erfolgreichen ersten Projektantrag konnten die Leipziger auch bei der Vorortbegutachtung durch internationale Experten im Frühjahr dieses Jahres überzeugen. Die jetzt ausgesprochene Förderempfehlung ist zwar noch keine verbindliche Zusage, stellt aber den letzten und wichtigsten Meilenstein vor der endgültigen Genehmigung dar.

    Übergewicht und Fettleibigkeit und die damit zusammenhängenden Erkrankungen gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. In Leipzig wird seit etwa 10 Jahren auf diesem Gebiet intensiv wissenschaftlich und klinisch gearbeitet. Zahlreiche Arbeitsgruppen verschiedener Fachbereiche haben inzwischen Weltruf erlangt und gewährleisten beste Voraussetzungen zur Untersuchung des Krankheitsbildes Adipositas und seiner Begleiterkrankungen. Leipzig stellt zum Beispiel auch das einzige DFG-geförderte Verbundprojekt zu diesem Themenschwerpunkt in Deutschland. Auch die strukturierte Therapie von adipösen Kindern und Jugendlichen, die sowohl konservative als auch chirurgische Maßnahmen einschließt, sowie die klinische und Grundlagenforschung zur kindlichen Entwicklung des Übergewichts sind deutschlandweit einmalig. Das IFB baut somit den Schwerpunkt der Universitätsmedizin und der eng verbundenen Landesexzellenzinitiative LIFE auf dem Gebiet der Zivilisationserkrankungen zu einem internationalen Spitzenzentrum der krankheitsbezogenen Stoffwechselforschung aus.

    Mit einem IFB fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den nachhaltigen Aufbau eines auf einen bedeutsamen Krankheitsbereich spezialisierten, Forschung und Versorgung umfassenden Zentrums. Dieses Zentrum wird ganz wesentlich zum Schwerpunkt Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen beitragen, einem der Profil bestimmenden Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums. Der Förderung von Nachwissenschaftern kommt dabei ein zentraler Stellenwert zu.

    Kontakt:
    Pressestelle
    Ritterstraße 26
    04109 Leipzig
    Telefon: +49 341 97-35020
    Telefax: +49 341 97-35029
    e-Mail: presse@uni-leipzig.de

    weitere Informationen:
    Prof. Dr. Michael Stumvoll
    Telefon: +49 341 97-13380
    E-Mail: michael.stumvoll@medizin.uni-leipzig.de
    www.uni-leipzig.de/≈innere

  2. Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen vom 03.11.2009


    Ein Zehntel der Bruttowertschöpfung Sachsens wird durch die Gesundheitswirtschaft erbracht

    Die Gesundheitswirtschaft erbringt in Sachsen rund ein Zehntel der Bruttowertschöpfung. Häufig wird die Gesundheitswirtschaft nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Sie stellt jedoch auch einen nicht zu unter­schätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Hierzu legte das Statistische Landesamt in Kooperation mit der TU Darmstadt erstmals Berechnungen für die Jahre 1996 bis 2006 auf Landesebene vor.

    Im Jahr 2006 erbrachte die Gesundheitswirtschaft in Sachsen mit 8,6 Milliarden € eine mehr als 80 Prozent höhere Bruttowertschöpfung als das Baugewerbe (4,7 Milliarden €). Rund 236 000 Erwerbstätige arbeiteten 2006 in der Gesundheitswirtschaft. Damit erzielten dort deutlich mehr Erwerbstätige ihr Einkommen als im Baugewerbe (158 400).

    Eingeschlossen in diese Berechnungen sind neben dem Gesundheits- und Sozialwesen auch die Unter­nehmen und Einrichtungen in Sachsen, deren Produkte oder Dienstleistungen der Gesunderhaltung der Bevölkerung dienen. Hierzu gehören Industriezweige wie die Pharmazeutische Industrie, Handwerker wie die Orthopädieschuhmacher, aber auch Teile des Handels (z.B. Apotheken) oder der Forschung.

    Die vorliegenden Schätzungen erlauben auch Aussagen zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Sachsen. Die Bruttowertschöpfung wuchs mit Ausnahme der Jahre 2001 und 2006 kontinuierlich und schneller als die gesamte Volkswirtschaft. Während die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt in den zehn Jahren von 1996 bis 2006 tendenziell zurückging, ist sie in der Gesundheitswirtschaft außer im Jahr 2000 gestiegen.

    Auskunft zu dieser Pressemitteilung erteilt: Dr. Bernd Richter, Tel.: 03578 33-3440

    Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kontakt:
    Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
    Macherstraße 63
    01917 Kamenz
    auskunft@statistik.sachsen.de
    www.statistik.sachsen.de

    Zentraler Auskunftsdienst
    Renate Recknagel
    Telefon 03578 33-1913
    Telefax 03578 33-1921

    Pressesprecherin
    Diana Münzberg-Roth
    Telefon 03578 33-1910
    Telefax 03578 33-1999

    Bestellung von Publikationen
    Corina Burkhardt
    Telefon 03578 33-1423
    Telefax 03578 33-1598

  3. 28.10.2009: Aus kleinen Dingen Großes schaffen: Neues Motiv der „Leipziger Freiheit“ für den Medizinstandort


    Koryphäen zeigen Gesicht für den Spitzenstandort der Regenerativen Medizin

    Drei herausragende Forscher und Mediziner aus Leipzig werben ab Mitte Oktober für die Qualität des Medizin- und Gesundheitsstandortes Leipzig. Auf dem neuen Kampagnenmotiv der „Leipziger Freiheit“ stehen Prof. Dr.
    Frank Emmrich (Direktor des Translationszentrums für Regenerative Medizin der Universität Leipzig), Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr (Ärztlicher Direktor des Herzzentrums Leipzig) und Prof. Dr. Jan-Christoph Simon (Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universität Leipzig) beispielhaft für die Kompetenzen im Bereich Regenerative Medizin. In dieser zukunftsweisenden Fachrichtung nimmt
    Leipzig eine internationale Spitzenstellung ein.

    Das Hauptanliegen der Regenerativen Medizin ist ein verbessertes Verständnis der menschlichen Gewebe- und Organbildung. Aus der Beschäftigung mit der Zelle, der kleinsten Einheit des menschlichen
    Organismus, gewinnen Forscher wichtige Erkenntnisse. Dafür steht sinnbildlich der aus einem Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg entlehnte Slogan des Kampagnenmotivs: „Kleine Dinge für wichtig zu
    halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht.“

    Mit der Schaltung des neuen Motivs in verschiedenen Zeitschriften, u. a. „Der Spiegel“ und „brandeins“, soll Leipzig als Stadt mit exzellenter, hochmoderner Medizininfrastruktur und außergewöhnlichen Spezialisten noch bekannter gemacht werden. „Leipzig setzt mit seiner Wirtschaftsstrategie auf ausgewählte Zukunftsbranchen. Ein Schwerpunkt dieser Clusterentwicklung ist die Gesundheitswirtschaft. In Kooperation mit dem VFG e. V. unterstützt die ‚Leipziger Freiheit' bereits zum dritten Mal diese wachstumsträchtige Branche“, erklärt Marit Schulz, Marketingmanagerin und Prokuristin des Stadt- und Standortmarketings der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM).

    In Leipzig wird das Motiv anlässlich der „Weltkonferenz für Regenerative Medizin“, bei der sich Ende Oktober führende Mediziner in Leipzig treffen, präsentiert: Ein 100 Quadratmeter großes Blow-up und rund 80 hinterleuchtete City-Light-Boards werden in der Stadt für Aufmerksamkeit sorgen.

    Kooperationspartner der LTM ist der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e. V. „Leipzig genießt als Medizinstandort international eine ausgezeichnete Reputation. Das gilt
    gerade auch für die Regenerative Medizin mit ihrem Potenzial für die Entwicklung neuer und schonender Behandlungsverfahren“, erklärt Prof. Dr. Frank Emmrich, Vorstandsvorsitzender des VFG e.V.


    Hintergrundinformationen zur Regenerativen Medizin in Leipzig

    Leipzig hat sich in den letzten 50 Jahren zu einem wichtigen Standort für Medizinforschung in Deutschland entwickelt. Auch auf einem relativ neuen Feld, der Regenerativen Medizin, zeigt Leipzig eine besondere
    Fachkompetenz. In den vergangenen Jahren wurden vier herausragende Einrichtungen zur Forschung auf diesem Gebiet gegründet: das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung in der Medizinischen
    Fakultät (1996), das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (2005), das Translationszentrum für Regenerative Medizin an der Universität (2006) und der Transregio-Sonderforschungsbereich
    „Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen im Knochen- und Hautgewebe“ (2009).

    Die Regenerative Medizin befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung in ihrer Funktion gestörter Zellen, Gewebe und Organe. Das geschieht sowohl durch den biologischen
    Ersatz, beispielsweise mit Hilfe gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse durch neue Wirkstoffe. Man erhofft sich durch die Forschung neue Ansätze in der Therapie von u. a. Herzkrankheiten, Schlaganfall und Lähmungen, aber
    auch Zuckerkrankheiten (Diabetes mellitus) und schweren Lebererkrankungen.

    Als Querschnittsfachgebiet schließt die Regenerative Medizin auch die Neu- und Weiterentwicklung von klassischen transplantationsmedizinischen Verfahren und Zelltherapien ein. Das Fachgebiet verbindet
    Problemlösungen der Klinischen Medizin mit Natur- und Ingenieurwissenschaften, ist also hochgradig interdisziplinär angelegt.

    Weitere Informationen:
    Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
    Stadt- und Standortmarketing
    Roland Stratz
    Richard-Wagner-Straße 1, D-04109 Leipzig
    Fon: +49 (0)341 1246890
    Mail: r.stratz@ltm-leipzig.de
    www.leipziger-freiheit.de

  4. Dresden, 26.10.2009


    Internetplattform „Gesundheitswirtschaft in Sachsen“ gestartet

    Auf dem Workshop Gesundheitswirtschaft in Sachsen (Januar 2009) wurde der Bedarf an einem Forum formuliert, das interessierten Teilnehmern stärker den gegenseitigen Dialog ermöglicht.

    Unter www.gesundheitswirtschaft-sachsen.org ist ab dem 26.10.2009 die Internetplattform „Gesundheitswirtschaft in Sachsen“ erreichbar. Die Plattform soll Podium für die Diskussion neuer Ideen sein, Akteure der Gesundheitswirtschaft zur Zusammenarbeit anregen und einen verbesserten Zugang zu potentiellen Partnern sowie zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen. Alle Interessenten sind eingeladen, innerhalb der Plattform mitzuarbeiten.

    Initiiert wurde die Plattform vom Gesundheitsökonomischen Zentrum (GÖZ) der TU Dresden, dem Verein zur Förderung Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig und dem Deutschen Institut für Gesundheitsforschung. Die Plattform Gesundheitswirtschaft in Sachsen wird unterstützt und gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA).

    Kontakt:
    Dr. Andreas Werblow
    Technische Universität Dresden
    Gesundheitsökonomisches Zentrum (GÖZ)
    01062 Dresden
    Tel.: +49 351 463 31672
    Fax: +49 351 463 37790
    E-Mail: andreas.werblow@tu-dresden.de

  5. Veranstaltung:


    5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft am 08.10.2009

    Am 08. Oktober 2009 fand das 5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft statt. Die Veranstaltung stand unter der Überschrift "Individualisierung in Forschung, Behandlung und Klinikalltag" und wurde wie auch in den letzten Jahren vom Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V. organisiert.

    Über 100 Akteure der Gesundheitswirtschaft aus ganz Mitteldeutschland diskutierten aktuelle Entwicklungen der Medizinischen Forschung, Versorgung und der Gesundheitspolitik. In der Pause und im Anschluss an die Veranstaltung wurden bei einem kleinen Imbiss die Themen weiter vertieft, neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt.

    Die Vorträge des letzten Forums und der vorhergehenden Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite www.leipziger-forum-gesundheitswirtschaft.de im Archivbereich.

    Den Tagungsbericht zum 5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft finden Sie hier.

    Ich möchte Sie bereits heute zum 6. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft Ende Oktober 2010 nach Leipzig einladen.

    Dr. André Henke
    Leiter der Geschäftsstelle Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V.

    BIO CITY LEIPZIG
    Deutscher Platz 5a
    D-04103 Leipzig

    Tel.: 0341 5949147
    Fax: 0341 5949151
    andre.henke@med-in-leipzig.de
    www.med-in-leipzig.de

  6. Ideenwettbewerb der Handelshochschule Leipzig (HHL)


    HHL Challenge am 29. und 30. Oktober 2009 in Leipzig

    Am 29. und 30. Oktober 2009 findet der diesjährige Businesplanwettbewerb der Handelshochschule Leipzig, die HHL Healthcare Challenge, statt. Das Thema dieser HHL Challenge ist die "Gesundheitsversorgung der Zukunft".
    Hier treffen die Entscheidungstäger aus dem Krankenhausbereich, von Seiten der Kostenträger und von Seiten der Verbände und Politik zusammen.
    Die Organisatoren nehmen noch bis zum 15. September 2009 Geschäftsideen und Konzepte an.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    www.hhl-challenge.de

  7. med-in-leipzig – Pressemitteilung des VFG e.V. vom 03.09.2009


    Medizinstadt Leipzig professionell vermarkten
    Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft (VFG) e.V. wird fünf Jahre alt

    Vor fünf Jahren, am 07. September 2004 wurde der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V. gegründet - ein direktes Ergebnis der Clusterstrategie der Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig. Seitdem organisiert er Kampagnen, Foren und Kooperationen mit dem Ziel, den Medizinstandort Leipzig überregional bekannter zu machen und die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Leipzig zu Unterstützen. „med-in-leipzig“ wurde in der Öffentlichkeit vor allem mit der Plakat- und Anzeigenkampagne „Danke für ein neues Leben“ bekannt, bei der sich ehemalige Patienten für die erfolgreiche Organ- oder Stammzelltransplantation durch Leipziger Spezialisten bedankten. Das Motiv sorgte im Herbst letzten Jahres auf einem 100 Quadratmeter großen Blow-up und durch 70 hinterleuchtete City-Light-Boards für Aufmerksamkeit in Leipzig. Die Schaltung des Sujets erfolgte unter anderem auch in "Der Spiegel", "manager magazin" und "brand eins".

    „Leipzig ist ein bedeutendes Zentrum der Gesundheitswirtschaft, mit exzellenten Kliniken, mit international renommierten Ärzten, mit medizinischen Forschungseinrichtungen auf internationalem Niveau und mit Unternehmen, deren medizinische und biotechnologische Produkte weltweit geschätzt werden und das sich besonders den Themen Prävention und Regeneration widmet“, betont Prof. Dr. Frank Emmrich, Vorsitzender des Vorstands des Vereins. „Die Gesundheit als eines der wichtigsten Zukunftsthemen spielt bereits heute in der Region eine bedeutende Rolle und wir wollen diese Position mit unseren Mitgliedern und Partnern weiter ausbauen.“

    Im Gründungsjahr 2004 sahen viele die Gesundheitswirtschaft vor allem als Kostenfaktor, als Belastung des Sozialsystems an. Auch Dank der Arbeit des Vereins hat sich das grundlegend gewandelt. Heute, insbesondere in der Wirtschafts- und Finanzkrise, stellt man fest, dass die Gesundheitswirtschaft mit 10,6% Anteil am Bruttosozialprodukt nicht nur die größte Branche ist, sondern mit bundesweit 4,3 Millionen Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern zählt und weiter wächst. In Leipzig arbeiten rund 21.000 Menschen (10,7 % der Beschäftigten) in der Gesundheitswirtschaft, mehr als 6.000 junge Menschen werden hier gegenwärtig in einem Gesundheits- und Sozialberuf ausgebildet. Dazu gehören nicht nur die acht Krankenhäuser mit fast 4.000 Betten und ihren mehr als 8.000 Mitarbeitern, sondern auch Forschungseinrichtungen wie das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM), das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI), das ICCAS, das BBZ, die Max-Planck-Institute und viele mehr sowie Medizintechnikhersteller, junge Biotechnologie- und Forschungsfirmen.

    Der VFG verbindet die wichtigsten Akteure der Region in gemeinsamen Projekten zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus repräsentiert er die Mitglieder und die Region auf regionalen und überregionalen Veranstaltungen und unterstützt die Ansiedlung von Gesundheitsunternehmen.

    Zu den Mitgliedern zählen neben den großen Krankenhäusern und medizinischen Forschungseinrichtungen, Ärzte, Apotheken, Unternehmen und Dienstleister der Region. Der Verein engagiert sich ebenfalls im deutschlandweiten Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e.V.

    Ein Höhepunkt der Aktivitäten ist das Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft, welches dieses Jahr am 08. Oktober 2009 bereits zum fünften Mal stattfindet. Zu diesem Branchentreffpunkt der Gesundheitswirtschaft kommen Teilnehmer nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

    Für Rücksprachen:

    Dr. André Henke
    Leiter der Geschäftsstelle Verein zur Förderung der
    Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V.
    BIO CITY LEIPZIG
    Deutscher Platz 5a
    D-04103 Leipzig
    Tel.: 0341 5949147
    Fax: 0341 5949151
    info@med-in-leipzig.de
    www.med-in-leipzig.de

  8. Herzzentrum Leipzig – Pressemitteilung vom 08.07.2009


    Ministerpräsident besucht die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG am Standort Leipzig

    Leipzig, 8. Juli 2009 ----- Am heutigen Tag besucht der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich; am Standort Leipzig die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG (Herzzentrum Leipzig GmbH, Park-Krankenhaus Leipzig-Südost GmbH, Soteria-Klinik Leipzig GmbH) unter Anwesenheit von Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.
    Tillich informiert sich vor Ort über die Bedingungen einer anspruchsvollen Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau. Gleichfalls werden auch Fragen zu den Entwicklungsmöglichkeiten von Forschung und Lehre an dem als Universitätsklinik unter privater Trägerschaft agierenden Herzzentrum erörtert. Gemeinsam mit Vertretern der Kliniken diskutiert er aktuelle Entwicklungen, daraus entstehende Potenziale sowie Zukunftsperspektiven des Standorts.
    Auf einem kurzen Rundgang wird sich der Ministerpräsident anschließend ein Bild von der Leistungsfähigkeit und Kompetenz des Medizinstandorts machen können. Durch seine nationale und internationale hohe Reputation stellt insbesondere das Herzzentrum Leipzig für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen einen wesentlichen Baustein dar.
    Bereits vorab würdigte der Ministerpräsident den bundesweit hervorragenden Ruf des Herzzentrums Leipzig. „Mit seinen innovativen Operationsverfahren zur Behandlung kardiologischer Krankheiten leistet dieses hochmoderne Fachkrankenhaus einen bedeutenden Beitrag für die Lebensqualität der Patienten im Freistaat. Es macht mich stolz, eine solche Einrichtung in Sachsen zu haben“, so Tillich.


    Herzzentrum Leipzig GmbH
    Universitätsklinik
    Kontakt: Dr. Iris Minde
    Geschäftsführung
    Strümpellstr. 39
    04289 Leipzig
    Tel. 0341 865-0
    Mail: gf@herzzenttrum-leipzig.de

  9. Berlin, 24.06.2009


    DIHK richtet Ausschuss für Gesundheitswirtschaft ein

    (24.06.2009) Heute hat sich im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin der neue DIHK-Ausschuss für Gesundheitswirtschaft zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengefunden.

    Zum Vorsitzenden des Ausschusses wurde Ludwig Georg Braun, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG und Ehrenpräsident des DIHK, gewählt.

    "Die Gesundheitswirtschaft ist ein Megathema der Zukunft", ist Braun überzeugt. Deutschland sei auch international gut positioniert. "Der Gesundheitssektor bietet enorme Wachstumschancen und kann zum wichtigen Standbein künftiger deutscher Exportstrategie werden", so Braun.

    In dem DIHK-Ausschuss sind Unternehmensvertreter aus nahezu allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft - Apotheken, Medizintechnik, Versicherungen, Kliniken et cetera - vertreten, einem Sektor, der mit 4,4 Millionen Beschäftigten jeden zehnten Arbeitsplatz in Deutschland stellt.

    Künftige Themen des Ausschusses, der die DIHK-Gremien fachlich berät, werden unter anderem Fragen der künftigen Finanzierung des Gesundheitswesens, die Stärkung wettbewerblicher Strukturen in der Gesundheitswirtschaft und die Chancen der deutschen Gesundheitswirtschaft im Ausland sein.

    Quelle:
    © Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V.
    Breite Straße 29
    10178 Berlin
    www.dihk.de/inhalt/informationen/news/meldungen/meldung011648.html

  10. Leipzig, 04.06.2009


    Staatsministerin Clauß besucht den VFG e.V.

    Am 03.06.2009 besuchte die Staatsministerin für Soziales des Freistaats Sachsen, Frau Christine Clauß, den Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V., um sich über unsere Arbeit zu informieren.

    Die Vereinsvorstände und der Geschäftsstellenleiter informierten über die Aktivitäten des Vereins. Diese Umfassen die Arbeit in den drei Arbeitsgruppen Schwachstellenanalyse, Image und Netzwerke, die Präsenz auf gesundheitswirtschaftlichen Messen und Kongressen, die überregionalen Imagekampagnen zum Gesundheitsstandort Leipzig, zur Transplantationsmedizin und zur Regenerativen Medizin, die Mitarbeit im Netzwerk Deutscher Gesundheitsregionen sowie den jährlichen Branchentreffpunkt Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft.

    Diskutiert wurden konkrete Projekte des Vereins, die mit Unterstützung des Sozialministeriums durchgeführt werden könnten sowie Themen des Sozialministeriums, die vom Verein und seinen Mitgliedern im Rahmen von Pilotprojekten evaluiert werden könnten.

    Das Treffen verlief in sehr angenehmer Arbeitsatmosphäre. Weitere regelmäßige Treffen wurden vereinbart.

  11. Berlin, 9.4.2009: NDGR goes India


    NDGR goes India: Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen knüpft erfolgreich Kontakte in Indien

    Das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e.V. (NDGR) nahm an der diesjährigen „Medical Fair India“, Delhi teil. Ziel der Präsentation war es, Möglichkeiten der Kooperation mit Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft aus Indien und Deutschland zu sondieren und Kontakte zu knüpfen. Eher als erwartet konnten konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. So werden Experten aus Indien auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Mai in Berlin (29.05.2009; 12:30 - 14:00 Uhr, Salon 13/14: Gesundheitswirtschaft International: Developing Indo-German Partnerships in Health Care Business) über die Zusammenarbeit berichten und Potenziale der Gesundheitswirtschaft in Indien aufzeigen. Das NDGR wird einen begleitenden Kongress zur Medical Fair India 2010 mit gestalten. Die Indien-Aktivitäten des NDGR sind offizieller Bestandteil der Kampagne "Research in Germany - Land of Ideas" und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Aus deutscher Sicht gesehen ist das indische Gesundheitswesen noch wenig entwickelt. Zwar gibt es eine Reihe von Hochleistungskliniken auf Weltstandard, jedoch sind die Versorgung in der Fläche und insbesondere die Versorgung der ärmeren Bevölkerung äußerst problematisch. Das Innovationsgeschehen ist deshalb zweigeteilt: Auf der einen Seite geht es darum, einzelne neue, wegweisende Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, auf der anderen wird nach Systemlösungen gesucht, mit denen eine bessere Versorgung in der Breite gelingen kann. Dementsprechend standen bei den Gesprächen in Delhi konkrete Produkte und Dienstleistungen aus der medizinischen Biotechnologie und der Medizintechnik genau so im Fokus wie ganzheitliche Systeme für flächenorientierte Versorgungsketten - von der Prävention über die Diagnostik bis zur Therapie.

    Seitens der indischen Gesprächspartner wurde immer wieder verdeutlicht, dass eine Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen vor allem deshalb interessant ist, weil das NDGR einen Überblick über die Gegebenheiten und über das Innovationsgeschehen in der deutschen Gesundheitswirtschaft bietet und integrierte Antworten auf Anfragen aus dem indischen Gesundheitswesens vermitteln kann. Im NDGR sind derzeit 15 deutschen Gesundheitsregionen zusammengeschlossen; sie arbeiten alle daran, in ihrer Region die Gesundheitsversorgung zu optimieren und sich als Top-Standorte der Gesundheitswirtschaft zu profilieren. Dies verschafft dem NDGR einen exzellenten Einblick in die Innovationstrends in Deutschland und liefert so eine gute Grundlage, im Ausland kompetente Auskünfte und Systemlösungen für das Gesundheitswesen zu geben.

    Parallel zu den konkreten Ideen und Ansätze für deutsch-indische Projekte erkundigte sich die NDGR-Delegation auch bei der Deutschen Botschaft und bei der Messe Düsseldorf India - dem Veranstalter der Medical Fair India - danach, wie die deutsch-indische Zusammenarbeit in Sachen Gesundheit vorangebracht werden kann. Dr. Josef Hilbert, der Vorsitzende des Netzwerks, brachte aus diesen Kontakte wichtige Anregungen mit: „Die persönlichen Gespräche, die die NDGR-Delegation mit Botschaft und Messe geführt hat, haben gezeigt, dass es ,Ankerpunkte` vor Ort braucht, um ein effektives Kontaktmanagement in Indien aufbauen zu können“. Die vierköpfige Delegation hat bereits weitere Kontakte vereinbart, um bilaterale Projekte in der Gesundheitsversorgung, der Gesundheitstechnologie sowie in Wissenschaft und Forschung zu entwickeln. So wurde etwa vereinbart, für die nächste Medical Fair India ein Programm für einen indisch-deutschen Begleitkongress zu erarbeiten - zusa mmen mit der Exhibition India Group, einem führenden indischen Kongressveranstalter. Interessierte Unternehmen und Institutionen aus den deutschen Gesundheitsregionen können sich gerne an die NDGR-Geschäftsstelle in Berlin wenden.

    Mehr Informationen finden Sie unter:
    www.deutsche-gesundheitsregionen.de/aktuelle-projekte/healthcare-marketing-in-indien/

    Kontakt:
    Stefanie Kuch-Steudemann
    Winfried Book
    Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e. V.
    Palisadenstraße 48
    10243 Berlin

    Telefon: 030 498 550 60
    Mobil: 0170 900 92 16
    kuch-steudemann@ndgr.de

    Der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V. ist Mitglied im NDGR.

  12. UKL – Pressemitteilung vom 18.02.2009


    Klinikneubau ab sofort voll in Betrieb

    Über 200 Patienten problemlos umgezogen - Bettenhaus hat ausgedient

    Leipzig - Mit dem gestrigen Tag haben alle Kliniken und Polikliniken der Inneren Medizin, der Neurologie und der Tagesklinik für kognitive Neurologie im Klinikneubau in der Liebigstraße 20 den Betrieb aufgenommen. Damit geht eine lange Phase der Interimslösungen zu Ende - und nach 25-jähriger Nutzungsdauer auch die „Ära Bettenhaus“. Dort sind momentan nur noch die urologisch-gynäkologiosche Station, eine Station der Hämatologie und eine Station der Orthopädie sowie die Dialyse-Einheit ansässig, die aber in den nächsten Wochen auch umziehen werden.

    Der Umzug in das neu errichtete Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin verlief insgesamt komplikationslos. Ab sofort sind folgende Kliniken und Abteilungen dort ansässig:

    - Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie

    - die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie

    - die Abteilung für Angiologie und Kardiologie

    - die Abteilung für Pneumologie

    - die Abteilung für Hämatologie und Onkologie

    - die internistische Intensivmedizin

    - die Klinik und Poliklinik für Neurologie

    - die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation

    Die Tagesklinik für kognitive Neurologie ist bereits Ende Dezember in den westlichen Teil des Neubaus, die Liebigstraße 16, eingezogen.


    Abschied vom Bettenhaus

    Die Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin bedeutet auch den Abschied vom Bettenhaus. 1982/83 als einziger Klinikneubau am Universitätsklinikum während der DDR-Zeit errichtet, hat es nach 25-jähriger Nutzungsdauer ausgedient. So modern das Bettenhaus vor 25 Jahren sein mochte - selbst mit großem Aufwand wäre es heute nicht mehr zu einem modernen Klinikgebäude umzubauen gewesen.

    Sobald die letzten Stationen aus dem Bettenhaus ausgezogen sind, wird so schnell wie möglich mit der Stilllegung der technischen Anlagen begonnen. Es ist angestrebt, den Rückbau des Gebäudes noch in diesem Jahr einzuleiten.


    Hintergrund und Zahlen:

    Der 104 Millionen Euro teure Klinikneubau, der offiziell Ende November 2008 eingeweiht wurde, beherbergt die Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie, die Abteilung für Angiologie und Kardiologie, die Abteilung für Pneumologie, die Abteilung für Hämatologie und Onkologie, die internistische Intensivmedizin, die Klinik und Poliklinik für Neurologie, die Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, die Tagesklinik für kognitive Neurologie sowie die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation. Auch die Klinikumsverwaltung ist in diesem Neubau untergebracht. Insgesamt verfügen die Kliniken über 345 Betten im Neubau.

    Mit 26 400 Quadratmetern Nutzfläche (47 085 qm Bruttogeschossfläche) ist der Neubau das größte Klinikzentrum auf dem Medizin-Campus Liebigstraße. Für die Baugrube wurden 60 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. 10 000 Kubikmeter Beton, 1 000 Tonnen Bewehrungsstahl und 140 Tonnen Stahl für Stahlkonstruktionen waren nötig, um den Neubau zu bauen.

    In der 18.500 Quadratmeter großen Fassadenfläche sind 2.500 Fenster eingebaut. Unter 14 000 qm Linoleum, 6 000 qm Kautschuk, 5 000 qm Teppichboden, 4 000 Parkett und 1 700 qm Natursteinboden verlaufen 515 Kilometer Starkstrom und 325 km Schwachstromkabel. 35 Kilometer Edelstahlrohre, 20 km Kupferrohre für medizinische Gase, 10 km Gussrohre, 14 km Lüftungsrohre und 26 km Rechteckkanäle wurden verbaut.

    Weitere Informationen:

    Universitätsklinikum Leipzig AöR

    Pressestelle / Unternehmenskommunikation

    Dipl.-Journ. Heiko Leske
    Liebigstraße 18
    04103 Leipzig
    Tel.: 0341 97 15905
    Fax: 0341 97 15906
    e-Mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
    Web: www.uniklinik-leipzig.de

  13. UKL-Presseinformation vom 19.01.2009:


    Große Erfolge der Universitätsmedizin Leipzig in Krankenversorgung und Wissenschaft

    Klinikum steigerte Leistungen in der Krankenversorgung und schließt 2008 mit einem positiven ordentlichen Betriebsergebnis ab – Medizinische Fakultät warb außerordentlich erfolgreich Drittmittel ein

    Auf ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang werteten der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig das Jahr 2008 als ein erfolgreiches Jahr für die Universitätsmedizin Leipzig. Klinikum und Fakultät sehen sich auf einem guten Weg hin zum Ziel, bis 2012 in die Spitzengruppe der deutschen Universitätsmedizinstandorte aufzusteigen. Dank des Engagements aller Mitarbeiter konnten die Leistungen im DRG-Bereich gegenüber dem Vorjahr um fast 4,6 Prozent auf rund 68.220 Bewertungsrelationen gesteigert werden. Der Schweregrad der behandelten Fälle (CMI) stieg von 1,423 im Vorjahr auf 1,442. Trotz höherer Fallschwere sank die Verweildauer auf jetzt 7,62 Tage. Positiv sei auch die Entwicklung der stationären und ambulanten Fallzahl verlaufen, so dass der Vorstand des Universitätsklinikums davon ausgeht, dass sowohl das geplante ordentliche Betriebsergebnis in Höhe von 3,6 Mio. Euro als auch das erzielte ordentliche Betriebsergebnis von 2007 in Höhe von 3,94 Mio. Euro überschritten werden. Die Medizinische Fakultät hat 2008 mit Spitzenpublikationen und hochrangigen Forschungseinwerbungen national und international die Attraktivität der Leipziger Universitätsmedizin für Spitzenforscher und Studierende erheblich gesteigert. Allein durch Drittmitteleinwerbungen von rund 28 Mio. Euro werden zusätzlich 400 Arbeitsplätze in der Forschung finanziert. Die gewachsene wissenschaftliche Kompetenz und enge Kooperation von Universität, medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum haben 2008 wesentlich zu dem herausragenden Erfolg in der Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" (Leipziger interdisziplinäres Forschungskomplex zu molekularen Ursachen lebensstil-assoziierter Erkrankungen) im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative beigetragen. Dieses größte von der Medizin geführte Projekt der Universität zur bevölkerungsweiten Erforschung von Zivilisationskrankheiten wird ab 2009 für fünf Jahre für 38 Mio. Euro durch den Sächsischen Freistaat und die Europäische Union gefördert werden. Insgesamt habe sich durch abgestimmte Zielsetzung der medizinischen Forschung, der Lehre und der Krankenversorgung die Leipziger Universitätsmedizin in vielen Bereichen bis zu international sichtbaren Spitzenplätzen entwickelt und dem Ziel der medizinischen Exzellenz für den Menschen genähert.

    Grassi-Museum als würdiger Rahmen

    Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Gesundheitswesen und Kultur aus ganz Mitteldeutschland, unter ihnen Staatsministerin Cristine Clauß als Vertreterin des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, der Leipziger Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht, die Leipziger Finanzbürgermeisterin Bettina Kudla, der Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig Michael Hund, der Präsident des Sächsischen Landesrechnungshofes Franz-Josef Heigl und die Rektoren der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser und der HTWK, Prof. Dr. Hubert Milke, waren in das Grassimuseum gekommen, das dem dritten gemeinsam veranstalteten Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät Leipzig einen würdigen Rahmen gab. Die Vorstände des Klinikums, Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig und Matthias Wokittel, und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Joachim Thiery, hatten eingeladen, um die Entwicklung der Universitätsmedizin Leipzig zu reflektieren und danach mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

    2008 stand im Zeichen der strategischen Arbeit

    Prof. Dr. Fleig nannte als herausragendes Projekt des Jahres 2008 die von Klinikum und Fakultät unter externer Moderation geführte Strategiediskussion, die im Juli 2008 in der Verabschiedung der „Strategie Universitätsmedizin 2012" mündete. „Dieses auf die nächsten vier Jahre angelegte Projekt, wird das ‚Unternehmen' Universitätsmedizin Leipzig grundlegend verändern", gab sich Fleig überzeugt. Man wolle damit die Voraussetzungen in Struktur, Personalentwicklung, Betriebsabläufen Unternehmenskultur und zahlreichen anderen Bereichen schaffen, um die bis 2012 gesteckten großen Ziele erreichen zu können. Fleig wies auch darauf hin, dass die verspätete Verabschiedung des Sächsischen Hochschulgesetzes auch zu einer verspäteten Novellierung des Sächsischen Hochschulmedizingesetzes führe. Damit würden die strukturellen Defizite in der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Klinikum sowie einige damit verbundene Risiken deutlich verlängert. Er appellierte an die Landtagsabgeordneten, das Gesetzgebungsverfahren unmittelbar nach der Landtagswahl rasch wieder aufzugreifen und abzuschließen.

    Klinikum ist wesentlicher Baustein in der medizinischen Versorgung der Region

    „Mit 49 260 vollstationären Fällen und rund 554 000 ambulanten Konsultationen ist das Universitätsklinikum Leipzig ein wesentlicher Baustein der medizinischen Versorgung der Region Leipzig", betonte Matthias Wokittel. Die Zahl der ambulanten Konsultationen sei gegenüber 2007 um 7,9 % gestiegen; die Leistungen im Bereich der Einzelermächtigungen stiegen um 21,8 % auf 59 950 Fälle. Die Zahl der Pauschalfälle in den Hochschulambulanzen stieg um 4,3 % auf ca. 175 000 Fälle. Wie im Vorjahr wurden rund 29 500 Notfälle behandelt. Auf Grund dieser Leistungsentwicklung stiegen die Umsatzerlöse aus stationären, ambulanten und Wahlleistungen sowie aus Nutzungsentgelten gegenüber 2007 um 4,4 %, oder mehr als 10,38 Mio. Euro. Wokittel verwies auf die zahlreichen Bauprojekte, die 2008 abgeschlossen werden konnten und dankte dem Freistaat Sachsen für die langjährige und zielgerichtete Investitionsbereitschaft. Den wirtschaftlichen Erfolg, so Wokittel weiter, verdanke man in erster Linie der hohen Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Mit einer freiwilligen Einmalzahlung in Höhe von 1,95 Mio. Euro habe man die Mitarbeiter deshalb daran teilhaben lassen. Außerdem sei man bemüht, auch die sozialen Arbeitsplatzbedingungen zu verbessern. Mit der Inbetriebnahme der Kindertagesstätte „MiniUniVersum", dem Angebot eines Jobtickets und auch der beliebten Weihnachtsfeier unterstreiche man dieses Anliegen. Die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung, die ohne Not die Konvergenzphase in der DRG-Abrechnung verlängere, die Finanzierung von Mehrleistungen auf den Sachkostenanteil beschränke, den AiP-Zuschlag in den Landesbasisfallwert einrechne und die Lohnnebenkosten erhöhe, koste das Klinikum etwa 4,4 Mio. Euro. Aus dem „3,5-Milliarden-Euro-Topf" werde unterm Strich wohl nichts beim Klinikum ankommen, sondern eher eine zusätzliche Belastung in den Büchern bleiben. Er hoffe, so Wokittel, dass der Freistaat Sachsen im Bundesrat zu diesem Gesetzpaket mit „nein" stimme.

    Bedeutende Forschungsprojekte gestartet

    „Wir stehen heute mit Großprojekten in zweistelliger Millionenhöhe jetzt erstmals an der Schwelle, auch mit den größten Wissenschaftszentren Deutschlands nicht nur gleichzuziehen, sondern diesen sogar hier und da einen Schritt voraus zu sein", erklärte Prof. Dr. Joachim Thiery. Dies beruhe wesentlich auf der erfolgreichen Berufungspolitik der letzten Dekanate, und auch das aktuelle Dekanat werde alles dafür tun, diesen Weg der gezielten Schwerpunktstärkung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum fortzusetzen. „Wir wollen die besten Köpfe für die Medizin nach Leipzig holen und halten. Dies betrifft auch und ganz besonders den medizinischen Nachwuchs und die technischen und pflegerischen Bereiche." In den letzten Jahren habe man sich im Wesentlichen auf drei Forschungskomplexe konzentriert: die in die Tiefe gehende Erforschung von Zivilisationskrankheiten, Hirnerkrankungen, Tumorkrankheiten. Durch gemeinsame Anstrengungen sei es nicht nur gelungen, umfangreiche Verbundforschungsprogramme anzustoßen, sondern gerade im vergangenen Jahr herausragende Erfolge zu erzielen. Die Förderung der Verbundforschung werde nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz der Medizin für den Menschen voranbringen, sondern auch nachhaltig neue Arbeitsplätze in der Medizinischen Versorgung und der Forschung schaffen. Thiery verwies auf zahlreiche von der EU, dem BMBF, der Krebshilfe und anderen Geldgebern geförderte Projekte. Besonders die Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative sei ein Beweis für die Forschungskompetenz in Leipzig. „Als eines von fünf Projekten landesweit wird dieses medizinische Großprojekt zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten ab 2009 mit Mitteln des Freistaats und der Europäischen Union mit 38 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert werden", so Thiery. Ziel dieses größten, durch die Medizin geführten Projektes, an dem fünf Fakultäten und außeruniversitäre Forschungsinstitute wie MPI, Fraunhofer und UFZ beteiligt sind, ist die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle für häufige Volkskrankheiten, die besonders mit dem Lebensstil assoziiert sind. Hierzu zählen Demenz, Depression, Gefäßkrankheit und Herzinfarkt, Adipositas und Diabetes mellitus, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Kopf-Halstumore und Allergien. Durch das LIFE-Forschungsprogramm werden weitere 100 Arbeitsplätze in der Region geschaffen und eine nachhaltige Fokussierung der Medizinischen Forschung für innovative Diagnostik und Therapie lebensstilassoziierte Erkrankungen erreicht.

    Vorstand und Dekan sehen ein arbeitsreiches und auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen schwer kalkulierbares Jahr 2009 vor der Universitätsmedizin Leipzig. Dank der klar formulierten Strategie und der umfangreichen neu aufzubauenden Forschungsarbeit sei man sich aber sicher, auch 2009 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen. Dank galt der Staatsregierung Sachsen für die verlässliche Unterstützung der Leipziger Universitätsmedizin, die, so hofft die Leitung für Klinikum und Fakultät, auch in Zukunft anhalten möge.

    Weitere Informationen:

    Universitätsklinikum Leipzig AöR
    Pressestelle / Unternehmenskommunikation
    Dipl.-Journ. Heiko Leske
    Liebigstraße 18
    04103 Leipzig
    Tel.: 0341 97 15905
    Fax: 0341 97 15906
    e-Mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
    Web: www.uniklinik-leipzig.de

  14. 5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft


    Tagungsbericht - 5. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft am 08. Oktober 2009


    Impulsgeber personalisierte Medizin - Individualisierung in Forschung, Behandlung und Klinikalltag - 5. Leipziger Branchentreffpunkt "Forum Gesundheitswirtschaft" am 8. Oktober 2009, BIO CITY Leipzig.

    Die Gesundheit als eines der wichtigsten Zukunftsthemen spielt in der mitteldeutschen Region eine wesentliche Rolle. In Zukunft werden die Therapien individueller auf die Patienten ausgerichtet - Stichwort personalisierte Medizin. Durch Fortschritte in der Forschung werden die Leistungserbringer die Bedürfnisse und die Behandlungsabläufe der Patienten immer mehr in Einklang bringen können. Im nunmehr fünften Jahr organisierte der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) am 8. Oktober 2009 in der BIO CITY Leipzig den Branchentreffpunkt "Forum Gesundheitswirtschaft", bei dem die neuesten Trends im Bereich der individualisierten Medizin vorgestellt und diskutiert wurden.

    Nach Grußworten des Leiters des Fraunhofer Institutes für Zelltherapie und Immunologie und Direktors des Institutes für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie Vorsitzenden des VFG, Prof. Dr. med. Frank Emmrich und dem Leiter der Geschäftsstelle des Vereins, Dr. med. Andre Henke, referierte die Sächsische Staatsministerin für Soziales, Christine Clauß, über die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung in Sachsen und erinnerte zunächst an das Erreichte. Die meisten Krankenhäuser hätten sich in den Jahren 1989/90 in einem desolaten Zustand befunden. Stationen mit veralteter medizinischer Ausstattung sowie Zimmer mit bis zu 10 Betten seien keine Ausnahme gewesen. Heute präsentierten sich die sächsischen Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen mit insgesamt über 34.000 Betten nach einem vom Bund, den Krankenkassen und dem Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten Investitionsvolumen von über € 4,6 Mrd. auf hohem Niveau. Die verbesserte Gesundheitsversorgung habe die Lebensqualität gesteigert und zu einer messbar gestiegenen Lebenserwartung geführt. In der Zukunft sei es die größte Herausforderung, die Folgen der demographischen Entwicklung zu meistern. In den kommenden zwanzig Jahren würde sich die Bevölkerung in Sachsen um mehr als eine halbe Million Menschen verringern. Hinzu komme die Veränderung der Altersstruktur. Einerseits werde der Anteil der Erwerbsfähigen um 10 Prozent schrumpfen. Demgegenüber werde der Anteil der über 65-jährigen um 11 Prozent steigen und ein Drittel der Bevölkerung ausmachen. Der Anteil der Hochbetagten über 80 Jährigen würde bereits in den kommenden 12 Jahren um mehr als 50 % auf ca. 370.000 steigen. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen würde deshalb schon morbiditätsbedingt trotz des Bevölkerungsrückgangs deutlich ansteigen und damit zwangsläufig auch zu höheren Personal- und Sachkosten in der Gesundheitswirtschaft führen. Demgegenüber sei der Spielraum eines Ausgleichs durch Erhöhungen der Beitragssätze begrenzt. Daher spreche vieles dafür, dass sich der Wettbewerb zwischen den Leistungserbringern mit dem zunehmenden Bedarf an Gesundheitsleistungen verstärke. Die bisherige Trennung zwischen ambulanten und stationären Leistungen würde sich in räumlicher, organisatorischer und personeller Hinsicht zugunsten indikationsbezogener integrierter Programme auflösen. Vor allem aber müsse dem sich in den ländlichen Regionen bereits abzeichnenden Ärztemangel begegnet werden - dies sei auch eine politische Herausforderung. Umso erfreulicher sei es, dass sich die Selbstverwaltungen von Ärzten und Krankenkassen geeinigt hätten, ab 2009 mindestens € 2,5 Mrd. zusätzlich für die ambulante Versorgung zur Verfügung zu stellen.

    Wie zufrieden sind die Sachsen eigentlich mit ihrem Gesundheitssystem und was leistet das System? Das Ernst & Young Gesundheitsbarometer 2009 gibt hierzu Auskunft und wurde vorgestellt von Peter Lennartz, Partner der Ernst & Young GmbH. Die Studie ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung zur Qualität der Gesundheitsversorgung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut. Danach sind 85 Prozent der Sachsen insgesamt zufrieden mit der Gesundheitsversorgung. In puncto Behandlungserfolg und Diagnostik schneiden die praktischen Ärzte am Besten ab. Ein umgekehrtes Bild ergibt sich bei der technischen Ausstattung: Krankenhäuser erhielten hier die besten Noten, gefolgt von den Fachärzten. Die Hausärzte genießen allerdings das größte Vertrauen - ihre Arbeit wird im Hinblick auf Beratung, Freundlichkeit und Behandlung besser bewertet als die von Fach- und Klinikärzten. Allerdings zeige die Studie auch, dass privat Versicherte zufriedener sind - ein besonders eklatanter Unterschied zu den gesetzlich Versicherten habe sich beim Faktor "Wartezeit" ergeben. Auf die Frage, ob sich die Qualität der gesundheitlichen Versorgung in den vergangenen Jahren verändert habe, war die Stimmung der Sachsen bundesweit am positivsten - 67 Prozent meinten, die Versorgung sei gleich geblieben oder sogar besser geworden.

    Mit seinem Beitrag "Patientenorientierung im Versorgungsmanagement der Krankenkassen" referierte Dr. med. Torsten Hecke, Leiter des Projektes "Medizinische Versorgungszentren" der Techniker Krankenkasse Hamburg. Der Patient als Partner des Arztes im medizinischen Entscheidungsprozess - in zehn vom BMG geförderten Projekten sei erprobt worden, wie dies über neue Behandlungsmodelle realisiert werden könnte. Dr. Hecke stellte den Prozess der Entwicklung von Versorgungsangeboten am Beispiel des zwischenzeitlich umgesetzten Konzeptes der Medizinischen Versorgungszentren der TK vor. Die Bedürfnisse seien jahrelang in einem "Trendmonitor" zusammengefasst und die Patienten damit in die Entwicklung einbezogen worden. Das Ergebnis sei eine Behandlung auf hohem medizinischen Niveau. Auch im Leipziger Versorgungszentrum steuere heute eine zentrale Einheit die Betreuung der Patienten sowie alle Termine bei verschiedenen Fachärzten mit maximal dreißigminütiger Wartezeit. Mit dem „TK-Patientendialog“ sei zudem ein interaktives Medium für die Patienten zur Vorbereitung auf den Arztbesuch im MVZ entwickelt worden.

    Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., Dr. Gösta Heelemann, stellte mit seinem Beitrag "Krankenhäuser im Wandel" die strukturellen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft nach der Einführung des DRG-Abrechnungssystems vor. Hierdurch wurden die bislang individuell verhandelten Pflegesätze zunächst durch klinikspezifische, bis 2009 jedoch bundesweit einheitliche diagnoseabhängige Pauschalvergütungen für die Behandlungsfälle ersetzt. Kliniken mit niedrigen Betriebskosten und höherer Produktivität kämen damit besser zurecht. Durch den sich zunehmend verschärfenden Qualitäts- und Leistungswettbewerb unter den Häusern sei die durchschnittliche Verweildauer der Patienten von ca. 13 auf nur noch ca. 8 Tage gesunken und die Bettenkapazitäten seien seit 1990 kontinuierlich um mehr als 26 % abgebaut worden. Dennoch hätten die Krankenhäuser zu kämpfen, um kostendeckend zu wirtschaften. Eine Folge des Strukturwandels sei auch der rasante Anstieg der privaten Leistungserbringer. In der Zeit von 1996 bis 2007 sei die Zahl der privat betriebenen Häuser um ca. 42 % gestiegen, heute sei damit jede dritte Klinik in privater Trägerschaft.

    LIFE steht für "Leipziger Interdisziplinärer Forschungskomplex zu molekularen Ursachen umwelt- und lebensstilassoziierter Erkrankungen" und wurde von Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Inhaber der Professur für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik, Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Leipzig AöR und Leiter des Projekts vorgestellt, das im Sächsischen Landesexzellenzwettbewerb der Universitäten den Sprung an die Spitze geschafft hat. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehe die Frage, welche Rolle Gene, Umwelt und Lebensstil für die individuelle Ausprägung der Volkskrankheiten spielen. Atherosklerose mit Herzinfarkt und Schlaganfall, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus, Demenz und Depression, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien seien für über 60 % aller Todesfälle und Erkrankungen verantwortlich. Mit modernster Spitzentechnologie würden die molekularen Ursachen dieser Zivilisationskrankheiten durch Kombination von Kohortenstudien, Analytik, Funktionsaufklärung und wirtschaftlicher Verwertung erforscht. Rund 10.000 Erwachsene und 5.000 Kinder würden umfassend untersucht und parallel Krankheitsgruppen der LIFE-Krankheiten mit 17.000 Patienten aufgebaut. Die vergleichenden Untersuchungen würden entscheidende Hinweise auf die Zivilisationskrankheiten bedingenden Zielmoleküle geben. Bereits 2012 sollen erste klinisch anwendbare Ergebnisse des Forschungsprogramms vorliegen. Der Leipziger LIFE-Verbund würde damit zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen in der Diagnostik und Therapie der Volkskrankheiten führen.

    Die Firma Merck beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Biomarker und stratifizierte Medizin. Dr. Andreas Kovar, Vice Präsident der Merck KGaA und Leiter Global Exploratory Medicine, stellte das Thema "Personalisierte Medizin" aus Unternehmenssicht vor. Die Wirkung vieler Medikamente variiere von Mensch zu Mensch, bereits geringe Abweichungen im Erbgut beeinflussten die Wirkung von Medikamenten. Was den einen heile, versage bei anderen. Therapien sollten daher dem Genprofil des Patienten angepasst werden - die Gendiagnostik sei ein Zukunftsmarkt und biete die Chance der Kostensenkung bei der Wirkstoffentwicklung sowie der Erschließung neuer Therapieprinzipien. Bei der biomarkerbasierten Stratifizierung beruhe die angestrebte Individualisierung der therapeutischen Intervention vor allem auf einer Unterteilung der Patientenpopulation in klinisch relevante Untergruppen, etwa in Gruppen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko oder mit gutem Ansprechen auf eine bestimmte Therapie. Inzwischen gebe es auch erste Erfolge in der Krebstherapie. Zentrale Studien mit Erbitux zeigten bei metastasiertem Kolorektalkarzinom, dass bei Patienten, die keine Mutationen des sogenannten KRAS-Gens aufwiesen, die Chance höher sei, Metastasen des Tumors zu verkleinern, als bei Patienten mit Mutation. Auch für Lungenkrebspatienten sei der Nutzen des personalisierten Therapieansatzes von Erbitux nachgewiesen worden.

    Im letzten Beitrag "Nach der Reform ist vor der Reform? Perspektiven im Gesundheitssystem" stellte Uta Engelhardt, Referentin für Politik bei der Deutschen BKK, Optionen nach der Gesundheitsreform mit Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahlen sowie die 2010 den Krankenkassen voraussichtlich fehlenden € 7,45 Mrd. vor. Sie prognostizierte Zusatzbeiträge bei jeder zweiten Kasse. Der Kostendruck und der hiermit verbundene Trend zur Fusion werde anhalten. Habe es im Jahr 1970 noch 1815 Krankenkassen gegeben, seien es heute noch 184. Mittelfristig solle der lohnbezogene Arbeitgeberanteil dennoch auf derzeitigem Niveau eingefroren werden. Kollektivverträge müssten durch Einzelverträge mit den Leistungserbringern ergänzt werden. Außerdem seien Korrekturen beim morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich durch unterschiedliche demographische Entwicklungen der Regionen erforderlich. Mittelfristig sei jedoch auch eine Absenkung des GKV-Leistungskatalogs im Hinblick auf Krankengeld, Zahnersatz sowie bei erlittenen Unfällen eine Option.