Verein zur Förderung
der Gesundheitswirtschaft
in der Region Leipzig e.V.
  1. Großgeräteinitiative “MR-PET für medizinische Bildgebung”


    Medizinische Großgeräte: Krankheiten früher und besser erkennen

    DFG fördert drei neue Magnetresonanz-Positronenemissionstomographen - ein Gerät erhält das Universitätsklinikum Leipzig

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt im Rahmen ihrer aktuellen Großgeräteinitiative die Anschaffung von drei innovativen 3-Tesla-Magnetresonanz-Positronen-emissionstomographen (MR-PET) mit insgesamt über 11 Millionen Euro. Unter zehn Förderanträgen erhielten drei Universitätskliniken den Zuschlag: München, Essen und auch Leipzig.

    Lesen Sie dazu hier die Pressemitteilung der DFG vom 26. Februar 2010.

    Ansprechpartner in der DFG:
    Dr. Christian Renner
    Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik
    Tel.: 0228 885-2324
    E-Mail: Christian Renner@dfg.de

  2. Universität Leipzig – Pressemitteilung vom 19.11.2009


    Weg frei für Spitzenforschung in Leipzig

    Die Universitätsmedizin Leipzig hat von einem internationalen Gutachtergremium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Förderempfehlung für ein Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen erhalten. Leipzig ist damit auf dem Weg, als fünfter von acht deutschen Universitätsstandorten ein solches mit bis zu 50 Millionen Euro innerhalb von 10 Jahren gefördertes IFB aufzubauen.


    Das IFB AdipositasErkrankungen soll zukünftig zahlreiche interdisziplinäre Forschungsgruppen zum Thema Übergewicht und begleitende Krankheiten unter einem Dach bündeln. Die daraus resultierenden Synergien sollen helfen, Ergebnisse der Forschung möglichst schnell für die betroffenen Patienten nutzbar zu machen. Auf diese Weise könnten individuelle Behandlungskonzepte entstehen, die sich mehr als bisher auf den einzelnen Patienten und sein persönliches Umfeld beziehen.

    Gemeinsam erarbeiteten Universität und Universitätsklinikum Leipzig seit etwa eineinhalb Jahren das Konzept für ein IFB AdipositasErkrankungen und beantragten eine Fördersumme von rund 24 Mio. Euro für die ersten fünf Förderjahre. Verantwortlich für das Gesamtprojekt ist Prof. Dr. Michael Stumvoll, Direktor der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie. Nach einem erfolgreichen ersten Projektantrag konnten die Leipziger auch bei der Vorortbegutachtung durch internationale Experten im Frühjahr dieses Jahres überzeugen. Die jetzt ausgesprochene Förderempfehlung ist zwar noch keine verbindliche Zusage, stellt aber den letzten und wichtigsten Meilenstein vor der endgültigen Genehmigung dar.

    Übergewicht und Fettleibigkeit und die damit zusammenhängenden Erkrankungen gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. In Leipzig wird seit etwa 10 Jahren auf diesem Gebiet intensiv wissenschaftlich und klinisch gearbeitet. Zahlreiche Arbeitsgruppen verschiedener Fachbereiche haben inzwischen Weltruf erlangt und gewährleisten beste Voraussetzungen zur Untersuchung des Krankheitsbildes Adipositas und seiner Begleiterkrankungen. Leipzig stellt zum Beispiel auch das einzige DFG-geförderte Verbundprojekt zu diesem Themenschwerpunkt in Deutschland. Auch die strukturierte Therapie von adipösen Kindern und Jugendlichen, die sowohl konservative als auch chirurgische Maßnahmen einschließt, sowie die klinische und Grundlagenforschung zur kindlichen Entwicklung des Übergewichts sind deutschlandweit einmalig. Das IFB baut somit den Schwerpunkt der Universitätsmedizin und der eng verbundenen Landesexzellenzinitiative LIFE auf dem Gebiet der Zivilisationserkrankungen zu einem internationalen Spitzenzentrum der krankheitsbezogenen Stoffwechselforschung aus.

    Mit einem IFB fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den nachhaltigen Aufbau eines auf einen bedeutsamen Krankheitsbereich spezialisierten, Forschung und Versorgung umfassenden Zentrums. Dieses Zentrum wird ganz wesentlich zum Schwerpunkt Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen beitragen, einem der Profil bestimmenden Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums. Der Förderung von Nachwissenschaftern kommt dabei ein zentraler Stellenwert zu.

    Kontakt:
    Pressestelle
    Ritterstraße 26
    04109 Leipzig
    Telefon: +49 341 97-35020
    Telefax: +49 341 97-35029
    E-Mail: presse@uni-leipzig.de

    weitere Informationen:
    Prof. Dr. Michael Stumvoll
    Telefon: +49 341 97-13380
    e-Mail: michael.stumvoll@medizin.uni-leipzig.de
    www.uni-leipzig.de/≈innere

  3. Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen vom 03.11.2009


    Ein Zehntel der Bruttowertschöpfung Sachsens wird durch die Gesundheitswirtschaft erbracht

    Die Gesundheitswirtschaft erbringt in Sachsen rund ein Zehntel der Bruttowertschöpfung. Häufig wird die Gesundheitswirtschaft nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Sie stellt jedoch auch einen nicht zu unter­schätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Hierzu legte das Statistische Landesamt in Kooperation mit der TU Darmstadt erstmals Berechnungen für die Jahre 1996 bis 2006 auf Landesebene vor.

    Im Jahr 2006 erbrachte die Gesundheitswirtschaft in Sachsen mit 8,6 Milliarden € eine mehr als 80 Prozent höhere Bruttowertschöpfung als das Baugewerbe (4,7 Milliarden €). Rund 236 000 Erwerbstätige arbeiteten 2006 in der Gesundheitswirtschaft. Damit erzielten dort deutlich mehr Erwerbstätige ihr Einkommen als im Baugewerbe (158 400).

    Eingeschlossen in diese Berechnungen sind neben dem Gesundheits- und Sozialwesen auch die Unter­nehmen und Einrichtungen in Sachsen, deren Produkte oder Dienstleistungen der Gesunderhaltung der Bevölkerung dienen. Hierzu gehören Industriezweige wie die Pharmazeutische Industrie, Handwerker wie die Orthopädieschuhmacher, aber auch Teile des Handels (z.B. Apotheken) oder der Forschung.

    Die vorliegenden Schätzungen erlauben auch Aussagen zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Sachsen. Die Bruttowertschöpfung wuchs mit Ausnahme der Jahre 2001 und 2006 kontinuierlich und schneller als die gesamte Volkswirtschaft. Während die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt in den zehn Jahren von 1996 bis 2006 tendenziell zurückging, ist sie in der Gesundheitswirtschaft außer im Jahr 2000 gestiegen.

    Auskunft zu dieser Pressemitteilung erteilt: Dr. Bernd Richter, Tel.: 03578 33-3440

    Daten sind nur für das Land Sachsen erhältlich.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kontakt:
    Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
    Macherstraße 63
    01917 Kamenz
    auskunft@statistik.sachsen.de
    www.statistik.sachsen.de

    Zentraler Auskunftsdienst
    Renate Recknagel
    Telefon 03578 33-1913
    Telefax 03578 33-1921

    Pressesprecherin
    Diana Münzberg-Roth
    Telefon 03578 33-1910
    Telefax 03578 33-1999

    Bestellung von Publikationen
    Corina Burkhardt
    Telefon 03578 33-1423
    Telefax 03578 33-1598

  4. 28.10.2009: Aus kleinen Dingen Großes schaffen: Neues Motiv der „Leipziger Freiheit“ für den Medizinstandort


    Koryphäen zeigen Gesicht für den Spitzenstandort der Regenerativen Medizin

    Drei herausragende Forscher und Mediziner aus Leipzig werben ab Mitte Oktober für die Qualität des Medizin- und Gesundheitsstandortes Leipzig. Auf dem neuen Kampagnenmotiv der „Leipziger Freiheit“ stehen Prof. Dr.
    Frank Emmrich (Direktor des Translationszentrums für Regenerative Medizin der Universität Leipzig), Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr (Ärztlicher Direktor des Herzzentrums Leipzig) und Prof. Dr. Jan-Christoph Simon (Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universität Leipzig) beispielhaft für die Kompetenzen im Bereich Regenerative Medizin. In dieser zukunftsweisenden Fachrichtung nimmt
    Leipzig eine internationale Spitzenstellung ein.

    Das Hauptanliegen der Regenerativen Medizin ist ein verbessertes Verständnis der menschlichen Gewebe- und Organbildung. Aus der Beschäftigung mit der Zelle, der kleinsten Einheit des menschlichen
    Organismus, gewinnen Forscher wichtige Erkenntnisse. Dafür steht sinnbildlich der aus einem Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg entlehnte Slogan des Kampagnenmotivs: „Kleine Dinge für wichtig zu
    halten, hat sehr viel Großes hervorgebracht.“

    Mit der Schaltung des neuen Motivs in verschiedenen Zeitschriften, u. a. „Der Spiegel“ und „brandeins“, soll Leipzig als Stadt mit exzellenter, hochmoderner Medizininfrastruktur und außergewöhnlichen Spezialisten noch bekannter gemacht werden. „Leipzig setzt mit seiner Wirtschaftsstrategie auf ausgewählte Zukunftsbranchen. Ein Schwerpunkt dieser Clusterentwicklung ist die Gesundheitswirtschaft. In Kooperation mit dem VFG e. V. unterstützt die ‚Leipziger Freiheit' bereits zum dritten Mal diese wachstumsträchtige Branche“, erklärt Marit Schulz, Marketingmanagerin und Prokuristin des Stadt- und Standortmarketings der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM).

    In Leipzig wird das Motiv anlässlich der „Weltkonferenz für Regenerative Medizin“, bei der sich Ende Oktober führende Mediziner in Leipzig treffen, präsentiert: Ein 100 Quadratmeter großes Blow-up und rund 80 hinterleuchtete City-Light-Boards werden in der Stadt für Aufmerksamkeit sorgen.

    Kooperationspartner der LTM ist der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e. V. „Leipzig genießt als Medizinstandort international eine ausgezeichnete Reputation. Das gilt
    gerade auch für die Regenerative Medizin mit ihrem Potenzial für die Entwicklung neuer und schonender Behandlungsverfahren“, erklärt Prof. Dr. Frank Emmrich, Vorstandsvorsitzender des VFG e.V.


    Hintergrundinformationen zur Regenerativen Medizin in Leipzig

    Leipzig hat sich in den letzten 50 Jahren zu einem wichtigen Standort für Medizinforschung in Deutschland entwickelt. Auch auf einem relativ neuen Feld, der Regenerativen Medizin, zeigt Leipzig eine besondere
    Fachkompetenz. In den vergangenen Jahren wurden vier herausragende Einrichtungen zur Forschung auf diesem Gebiet gegründet: das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung in der Medizinischen
    Fakultät (1996), das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (2005), das Translationszentrum für Regenerative Medizin an der Universität (2006) und der Transregio-Sonderforschungsbereich
    „Funktionelle Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen im Knochen- und Hautgewebe“ (2009).

    Die Regenerative Medizin befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung in ihrer Funktion gestörter Zellen, Gewebe und Organe. Das geschieht sowohl durch den biologischen
    Ersatz, beispielsweise mit Hilfe gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse durch neue Wirkstoffe. Man erhofft sich durch die Forschung neue Ansätze in der Therapie von u. a. Herzkrankheiten, Schlaganfall und Lähmungen, aber
    auch Zuckerkrankheiten (Diabetes mellitus) und schweren Lebererkrankungen.

    Als Querschnittsfachgebiet schließt die Regenerative Medizin auch die Neu- und Weiterentwicklung von klassischen transplantationsmedizinischen Verfahren und Zelltherapien ein. Das Fachgebiet verbindet
    Problemlösungen der Klinischen Medizin mit Natur- und Ingenieurwissenschaften, ist also hochgradig interdisziplinär angelegt.

    Weitere Informationen:
    Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
    Stadt- und Standortmarketing
    Roland Stratz
    Richard-Wagner-Straße 1, D-04109 Leipzig
    Fon: +49 (0)341 1246890
    Mail: r.stratz@ltm-leipzig.de
    www.leipziger-freiheit.de

  5. Herzzentrum Leipzig – Pressemitteilung vom 08.07.2009


    Ministerpräsident besucht die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG am Standort Leipzig

    Leipzig, 8. Juli 2009 ----- Am heutigen Tag besucht der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich; am Standort Leipzig die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG (Herzzentrum Leipzig GmbH, Park-Krankenhaus Leipzig-Südost GmbH, Soteria-Klinik Leipzig GmbH) unter Anwesenheit von Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.
    Tillich informiert sich vor Ort über die Bedingungen einer anspruchsvollen Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau. Gleichfalls werden auch Fragen zu den Entwicklungsmöglichkeiten von Forschung und Lehre an dem als Universitätsklinik unter privater Trägerschaft agierenden Herzzentrum erörtert. Gemeinsam mit Vertretern der Kliniken diskutiert er aktuelle Entwicklungen, daraus entstehende Potenziale sowie Zukunftsperspektiven des Standorts.
    Auf einem kurzen Rundgang wird sich der Ministerpräsident anschließend ein Bild von der Leistungsfähigkeit und Kompetenz des Medizinstandorts machen können. Durch seine nationale und internationale hohe Reputation stellt insbesondere das Herzzentrum Leipzig für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen einen wesentlichen Baustein dar.
    Bereits vorab würdigte der Ministerpräsident den bundesweit hervorragenden Ruf des Herzzentrums Leipzig. „Mit seinen innovativen Operationsverfahren zur Behandlung kardiologischer Krankheiten leistet dieses hochmoderne Fachkrankenhaus einen bedeutenden Beitrag für die Lebensqualität der Patienten im Freistaat. Es macht mich stolz, eine solche Einrichtung in Sachsen zu haben“, so Tillich.


    Herzzentrum Leipzig GmbH
    Universitätsklinik
    Kontakt: Dr. Iris Minde
    Geschäftsführung
    Strümpellstr. 39
    04289 Leipzig
    Tel. 0341 865-0
    Mail: gf@herzzenttrum-leipzig.de

  6. Artikel aus „Feel the spirit...” – Meetings & Events in Leipzig: Oktober 2009 Artikel aus „Feel the spirit...” – Meetings & Events in Leipzig: Oktober 2009


    Feel the spirit in the heart of a city.

    Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr hat das Herzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig zu einer weltweit führenden Klinik für Herztransplantationen und minimalinvasive Herzchirurgie gemacht. Mit Erfolgen wie diesen schreiben Leipziger Wissenschaftler heute eine 600jährige Forschungstradition weiter - an der 1409 gegründeten Universität ebenso wie in zahlreichen weiteren Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Allein die Max-Planck-Gesellschaft ist mit drei Instituten in Leipzig vertreten. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung verfügt in Leipzig über einmalige Kapazitäten zur Erkundung von Klimaveränderungen. Und in der Bio City Leipzig entstehen Lösungen in den Bereichen Biotechnologie, Biomedizin und Health Care. „Leipzigs Potenzial liegt in den Köpfen der Menschen. Wenn wir dieses mobilisieren, dann können wir Unmögliches schaffen“, sagt Mohr, der zuvor unter anderem in München, Frankfurt und Göttingen tätig war.
    www.uni-leipzig.de

    Weitere Informationen:
    Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
    Richard-Wagner-Straße 1
    04109 Leipzig
    Telefon: 0341 7104-240
    Telefax: 0341 7104-236
    E-Mail: kongress@ltm-leipzig.de
    Web: www.do-it-at-leipzig.de

  7. Berlin, 9.4.2009: NDGR goes India


    NDGR goes India: Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen knüpft erfolgreich Kontakte in Indien

    Das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e.V. (NDGR) nahm an der diesjährigen „Medical Fair India“, Delhi teil. Ziel der Präsentation war es, Möglichkeiten der Kooperation mit Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft aus Indien und Deutschland zu sondieren und Kontakte zu knüpfen. Eher als erwartet konnten konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. So werden Experten aus Indien auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Mai in Berlin (29.05.2009; 12:30 - 14:00 Uhr, Salon 13/14: Gesundheitswirtschaft International: Developing Indo-German Partnerships in Health Care Business) über die Zusammenarbeit berichten und Potenziale der Gesundheitswirtschaft in Indien aufzeigen. Das NDGR wird einen begleitenden Kongress zur Medical Fair India 2010 mit gestalten. Die Indien-Aktivitäten des NDGR sind offizieller Bestandteil der Kampagne "Research in Germany - Land of Ideas" und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Aus deutscher Sicht gesehen ist das indische Gesundheitswesen noch wenig entwickelt. Zwar gibt es eine Reihe von Hochleistungskliniken auf Weltstandard, jedoch sind die Versorgung in der Fläche und insbesondere die Versorgung der ärmeren Bevölkerung äußerst problematisch. Das Innovationsgeschehen ist deshalb zweigeteilt: Auf der einen Seite geht es darum, einzelne neue, wegweisende Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, auf der anderen wird nach Systemlösungen gesucht, mit denen eine bessere Versorgung in der Breite gelingen kann. Dementsprechend standen bei den Gesprächen in Delhi konkrete Produkte und Dienstleistungen aus der medizinischen Biotechnologie und der Medizintechnik genau so im Fokus wie ganzheitliche Systeme für flächenorientierte Versorgungsketten - von der Prävention über die Diagnostik bis zur Therapie.

    Seitens der indischen Gesprächspartner wurde immer wieder verdeutlicht, dass eine Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen vor allem deshalb interessant ist, weil das NDGR einen Überblick über die Gegebenheiten und über das Innovationsgeschehen in der deutschen Gesundheitswirtschaft bietet und integrierte Antworten auf Anfragen aus dem indischen Gesundheitswesens vermitteln kann. Im NDGR sind derzeit 15 deutschen Gesundheitsregionen zusammengeschlossen; sie arbeiten alle daran, in ihrer Region die Gesundheitsversorgung zu optimieren und sich als Top-Standorte der Gesundheitswirtschaft zu profilieren. Dies verschafft dem NDGR einen exzellenten Einblick in die Innovationstrends in Deutschland und liefert so eine gute Grundlage, im Ausland kompetente Auskünfte und Systemlösungen für das Gesundheitswesen zu geben.

    Parallel zu den konkreten Ideen und Ansätze für deutsch-indische Projekte erkundigte sich die NDGR-Delegation auch bei der Deutschen Botschaft und bei der Messe Düsseldorf India - dem Veranstalter der Medical Fair India - danach, wie die deutsch-indische Zusammenarbeit in Sachen Gesundheit vorangebracht werden kann. Dr. Josef Hilbert, der Vorsitzende des Netzwerks, brachte aus diesen Kontakte wichtige Anregungen mit: „Die persönlichen Gespräche, die die NDGR-Delegation mit Botschaft und Messe geführt hat, haben gezeigt, dass es ,Ankerpunkte` vor Ort braucht, um ein effektives Kontaktmanagement in Indien aufbauen zu können“. Die vierköpfige Delegation hat bereits weitere Kontakte vereinbart, um bilaterale Projekte in der Gesundheitsversorgung, der Gesundheitstechnologie sowie in Wissenschaft und Forschung zu entwickeln. So wurde etwa vereinbart, für die nächste Medical Fair India ein Programm für einen indisch-deutschen Begleitkongress zu erarbeiten - zusa mmen mit der Exhibition India Group, einem führenden indischen Kongressveranstalter. Interessierte Unternehmen und Institutionen aus den deutschen Gesundheitsregionen können sich gerne an die NDGR-Geschäftsstelle in Berlin wenden.

    Mehr Informationen finden Sie unter:
    www.deutsche-gesundheitsregionen.de/aktuelle-projekte/healthcare-marketing-in-indien/

    Kontakt:
    Stefanie Kuch-Steudemann
    Winfried Book
    Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen e. V.
    Palisadenstraße 48
    10243 Berlin

    Telefon: 030 498 550 60
    Mobil: 0170 900 92 16
    kuch-steudemann@ndgr.de

    Der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e.V. ist Mitglied im NDGR.

  8. UKL – Pressemitteilung vom 18.02.2009


    Klinikneubau ab sofort voll in Betrieb

    Über 200 Patienten problemlos umgezogen - Bettenhaus hat ausgedient

    Leipzig - Mit dem gestrigen Tag haben alle Kliniken und Polikliniken der Inneren Medizin, der Neurologie und der Tagesklinik für kognitive Neurologie im Klinikneubau in der Liebigstraße 20 den Betrieb aufgenommen. Damit geht eine lange Phase der Interimslösungen zu Ende - und nach 25-jähriger Nutzungsdauer auch die „Ära Bettenhaus“. Dort sind momentan nur noch die urologisch-gynäkologiosche Station, eine Station der Hämatologie und eine Station der Orthopädie sowie die Dialyse-Einheit ansässig, die aber in den nächsten Wochen auch umziehen werden.

    Der Umzug in das neu errichtete Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin verlief insgesamt komplikationslos. Ab sofort sind folgende Kliniken und Abteilungen dort ansässig:

    - Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie

    - die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie

    - die Abteilung für Angiologie und Kardiologie

    - die Abteilung für Pneumologie

    - die Abteilung für Hämatologie und Onkologie

    - die internistische Intensivmedizin

    - die Klinik und Poliklinik für Neurologie

    - die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation

    Die Tagesklinik für kognitive Neurologie ist bereits Ende Dezember in den westlichen Teil des Neubaus, die Liebigstraße 16, eingezogen.


    Abschied vom Bettenhaus

    Die Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin bedeutet auch den Abschied vom Bettenhaus. 1982/83 als einziger Klinikneubau am Universitätsklinikum während der DDR-Zeit errichtet, hat es nach 25-jähriger Nutzungsdauer ausgedient. So modern das Bettenhaus vor 25 Jahren sein mochte - selbst mit großem Aufwand wäre es heute nicht mehr zu einem modernen Klinikgebäude umzubauen gewesen.

    Sobald die letzten Stationen aus dem Bettenhaus ausgezogen sind, wird so schnell wie möglich mit der Stilllegung der technischen Anlagen begonnen. Es ist angestrebt, den Rückbau des Gebäudes noch in diesem Jahr einzuleiten.


    Hintergrund und Zahlen:

    Der 104 Millionen Euro teure Klinikneubau, der offiziell Ende November 2008 eingeweiht wurde, beherbergt die Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie, die Abteilung für Angiologie und Kardiologie, die Abteilung für Pneumologie, die Abteilung für Hämatologie und Onkologie, die internistische Intensivmedizin, die Klinik und Poliklinik für Neurologie, die Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, die Tagesklinik für kognitive Neurologie sowie die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation. Auch die Klinikumsverwaltung ist in diesem Neubau untergebracht. Insgesamt verfügen die Kliniken über 345 Betten im Neubau.

    Mit 26 400 Quadratmetern Nutzfläche (47 085 qm Bruttogeschossfläche) ist der Neubau das größte Klinikzentrum auf dem Medizin-Campus Liebigstraße. Für die Baugrube wurden 60 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. 10 000 Kubikmeter Beton, 1 000 Tonnen Bewehrungsstahl und 140 Tonnen Stahl für Stahlkonstruktionen waren nötig, um den Neubau zu bauen.

    In der 18.500 Quadratmeter großen Fassadenfläche sind 2.500 Fenster eingebaut. Unter 14 000 qm Linoleum, 6 000 qm Kautschuk, 5 000 qm Teppichboden, 4 000 Parkett und 1 700 qm Natursteinboden verlaufen 515 Kilometer Starkstrom und 325 km Schwachstromkabel. 35 Kilometer Edelstahlrohre, 20 km Kupferrohre für medizinische Gase, 10 km Gussrohre, 14 km Lüftungsrohre und 26 km Rechteckkanäle wurden verbaut.

    Weitere Informationen:

    Universitätsklinikum Leipzig AöR

    Pressestelle / Unternehmenskommunikation

    Dipl.-Journ. Heiko Leske
    Liebigstraße 18
    04103 Leipzig
    Tel.: 0341 97 15905
    Fax: 0341 97 15906
    e-Mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
    Web: www.uniklinik-leipzig.de

  9. UKL Presseinformation vom 19.01.2009:


    Große Erfolge der Universitätsmedizin Leipzig in Krankenversorgung und Wissenschaft

    Klinikum steigerte Leistungen in der Krankenversorgung und schließt 2008 mit einem positiven ordentlichen Betriebsergebnis ab – Medizinische Fakultät warb außerordentlich erfolgreich Drittmittel ein

    Auf ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang werteten der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig das Jahr 2008 als ein erfolgreiches Jahr für die Universitätsmedizin Leipzig. Klinikum und Fakultät sehen sich auf einem guten Weg hin zum Ziel, bis 2012 in die Spitzengruppe der deutschen Universitätsmedizinstandorte aufzusteigen. Dank des Engagements aller Mitarbeiter konnten die Leistungen im DRG-Bereich gegenüber dem Vorjahr um fast 4,6 Prozent auf rund 68.220 Bewertungsrelationen gesteigert werden. Der Schweregrad der behandelten Fälle (CMI) stieg von 1,423 im Vorjahr auf 1,442. Trotz höherer Fallschwere sank die Verweildauer auf jetzt 7,62 Tage. Positiv sei auch die Entwicklung der stationären und ambulanten Fallzahl verlaufen, so dass der Vorstand des Universitätsklinikums davon ausgeht, dass sowohl das geplante ordentliche Betriebsergebnis in Höhe von 3,6 Mio. Euro als auch das erzielte ordentliche Betriebsergebnis von 2007 in Höhe von 3,94 Mio. Euro überschritten werden. Die Medizinische Fakultät hat 2008 mit Spitzenpublikationen und hochrangigen Forschungseinwerbungen national und international die Attraktivität der Leipziger Universitätsmedizin für Spitzenforscher und Studierende erheblich gesteigert. Allein durch Drittmitteleinwerbungen von rund 28 Mio. Euro werden zusätzlich 400 Arbeitsplätze in der Forschung finanziert. Die gewachsene wissenschaftliche Kompetenz und enge Kooperation von Universität, medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum haben 2008 wesentlich zu dem herausragenden Erfolg in der Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" (Leipziger interdisziplinäres Forschungskomplex zu molekularen Ursachen lebensstil-assoziierter Erkrankungen) im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative beigetragen. Dieses größte von der Medizin geführte Projekt der Universität zur bevölkerungsweiten Erforschung von Zivilisationskrankheiten wird ab 2009 für fünf Jahre für 38 Mio. Euro durch den Sächsischen Freistaat und die Europäische Union gefördert werden. Insgesamt habe sich durch abgestimmte Zielsetzung der medizinischen Forschung, der Lehre und der Krankenversorgung die Leipziger Universitätsmedizin in vielen Bereichen bis zu international sichtbaren Spitzenplätzen entwickelt und dem Ziel der medizinischen Exzellenz für den Menschen genähert.

    Grassi-Museum als würdiger Rahmen

    Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Gesundheitswesen und Kultur aus ganz Mitteldeutschland, unter ihnen Staatsministerin Cristine Clauß als Vertreterin des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, der Leipziger Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht, die Leipziger Finanzbürgermeisterin Bettina Kudla, der Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig Michael Hund, der Präsident des Sächsischen Landesrechnungshofes Franz-Josef Heigl und die Rektoren der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser und der HTWK, Prof. Dr. Hubert Milke, waren in das Grassimuseum gekommen, das dem dritten gemeinsam veranstalteten Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät Leipzig einen würdigen Rahmen gab. Die Vorstände des Klinikums, Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig und Matthias Wokittel, und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Joachim Thiery, hatten eingeladen, um die Entwicklung der Universitätsmedizin Leipzig zu reflektieren und danach mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

    2008 stand im Zeichen der strategischen Arbeit

    Prof. Dr. Fleig nannte als herausragendes Projekt des Jahres 2008 die von Klinikum und Fakultät unter externer Moderation geführte Strategiediskussion, die im Juli 2008 in der Verabschiedung der „Strategie Universitätsmedizin 2012" mündete. „Dieses auf die nächsten vier Jahre angelegte Projekt, wird das ‚Unternehmen' Universitätsmedizin Leipzig grundlegend verändern", gab sich Fleig überzeugt. Man wolle damit die Voraussetzungen in Struktur, Personalentwicklung, Betriebsabläufen Unternehmenskultur und zahlreichen anderen Bereichen schaffen, um die bis 2012 gesteckten großen Ziele erreichen zu können. Fleig wies auch darauf hin, dass die verspätete Verabschiedung des Sächsischen Hochschulgesetzes auch zu einer verspäteten Novellierung des Sächsischen Hochschulmedizingesetzes führe. Damit würden die strukturellen Defizite in der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Klinikum sowie einige damit verbundene Risiken deutlich verlängert. Er appellierte an die Landtagsabgeordneten, das Gesetzgebungsverfahren unmittelbar nach der Landtagswahl rasch wieder aufzugreifen und abzuschließen.

    Klinikum ist wesentlicher Baustein in der medizinischen Versorgung der Region

    „Mit 49 260 vollstationären Fällen und rund 554 000 ambulanten Konsultationen ist das Universitätsklinikum Leipzig ein wesentlicher Baustein der medizinischen Versorgung der Region Leipzig", betonte Matthias Wokittel. Die Zahl der ambulanten Konsultationen sei gegenüber 2007 um 7,9 % gestiegen; die Leistungen im Bereich der Einzelermächtigungen stiegen um 21,8 % auf 59 950 Fälle. Die Zahl der Pauschalfälle in den Hochschulambulanzen stieg um 4,3 % auf ca. 175 000 Fälle. Wie im Vorjahr wurden rund 29 500 Notfälle behandelt. Auf Grund dieser Leistungsentwicklung stiegen die Umsatzerlöse aus stationären, ambulanten und Wahlleistungen sowie aus Nutzungsentgelten gegenüber 2007 um 4,4 %, oder mehr als 10,38 Mio. Euro. Wokittel verwies auf die zahlreichen Bauprojekte, die 2008 abgeschlossen werden konnten und dankte dem Freistaat Sachsen für die langjährige und zielgerichtete Investitionsbereitschaft. Den wirtschaftlichen Erfolg, so Wokittel weiter, verdanke man in erster Linie der hohen Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Mit einer freiwilligen Einmalzahlung in Höhe von 1,95 Mio. Euro habe man die Mitarbeiter deshalb daran teilhaben lassen. Außerdem sei man bemüht, auch die sozialen Arbeitsplatzbedingungen zu verbessern. Mit der Inbetriebnahme der Kindertagesstätte „MiniUniVersum", dem Angebot eines Jobtickets und auch der beliebten Weihnachtsfeier unterstreiche man dieses Anliegen. Die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung, die ohne Not die Konvergenzphase in der DRG-Abrechnung verlängere, die Finanzierung von Mehrleistungen auf den Sachkostenanteil beschränke, den AiP-Zuschlag in den Landesbasisfallwert einrechne und die Lohnnebenkosten erhöhe, koste das Klinikum etwa 4,4 Mio. Euro. Aus dem „3,5-Milliarden-Euro-Topf" werde unterm Strich wohl nichts beim Klinikum ankommen, sondern eher eine zusätzliche Belastung in den Büchern bleiben. Er hoffe, so Wokittel, dass der Freistaat Sachsen im Bundesrat zu diesem Gesetzpaket mit „nein" stimme.

    Bedeutende Forschungsprojekte gestartet

    „Wir stehen heute mit Großprojekten in zweistelliger Millionenhöhe jetzt erstmals an der Schwelle, auch mit den größten Wissenschaftszentren Deutschlands nicht nur gleichzuziehen, sondern diesen sogar hier und da einen Schritt voraus zu sein", erklärte Prof. Dr. Joachim Thiery. Dies beruhe wesentlich auf der erfolgreichen Berufungspolitik der letzten Dekanate, und auch das aktuelle Dekanat werde alles dafür tun, diesen Weg der gezielten Schwerpunktstärkung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum fortzusetzen. „Wir wollen die besten Köpfe für die Medizin nach Leipzig holen und halten. Dies betrifft auch und ganz besonders den medizinischen Nachwuchs und die technischen und pflegerischen Bereiche." In den letzten Jahren habe man sich im Wesentlichen auf drei Forschungskomplexe konzentriert: die in die Tiefe gehende Erforschung von Zivilisationskrankheiten, Hirnerkrankungen, Tumorkrankheiten. Durch gemeinsame Anstrengungen sei es nicht nur gelungen, umfangreiche Verbundforschungsprogramme anzustoßen, sondern gerade im vergangenen Jahr herausragende Erfolge zu erzielen. Die Förderung der Verbundforschung werde nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz der Medizin für den Menschen voranbringen, sondern auch nachhaltig neue Arbeitsplätze in der Medizinischen Versorgung und der Forschung schaffen. Thiery verwies auf zahlreiche von der EU, dem BMBF, der Krebshilfe und anderen Geldgebern geförderte Projekte. Besonders die Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative sei ein Beweis für die Forschungskompetenz in Leipzig. „Als eines von fünf Projekten landesweit wird dieses medizinische Großprojekt zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten ab 2009 mit Mitteln des Freistaats und der Europäischen Union mit 38 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert werden", so Thiery. Ziel dieses größten, durch die Medizin geführten Projektes, an dem fünf Fakultäten und außeruniversitäre Forschungsinstitute wie MPI, Fraunhofer und UFZ beteiligt sind, ist die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle für häufige Volkskrankheiten, die besonders mit dem Lebensstil assoziiert sind. Hierzu zählen Demenz, Depression, Gefäßkrankheit und Herzinfarkt, Adipositas und Diabetes mellitus, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Kopf-Halstumore und Allergien. Durch das LIFE-Forschungsprogramm werden weitere 100 Arbeitsplätze in der Region geschaffen und eine nachhaltige Fokussierung der Medizinischen Forschung für innovative Diagnostik und Therapie lebensstilassoziierte Erkrankungen erreicht.

    Vorstand und Dekan sehen ein arbeitsreiches und auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen schwer kalkulierbares Jahr 2009 vor der Universitätsmedizin Leipzig. Dank der klar formulierten Strategie und der umfangreichen neu aufzubauenden Forschungsarbeit sei man sich aber sicher, auch 2009 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen. Dank galt der Staatsregierung Sachsen für die verlässliche Unterstützung der Leipziger Universitätsmedizin, die, so hofft die Leitung für Klinikum und Fakultät, auch in Zukunft anhalten möge.

    Weitere Informationen:

    Universitätsklinikum Leipzig AöR
    Pressestelle / Unternehmenskommunikation
    Dipl.-Journ. Heiko Leske
    Liebigstraße 18
    04103 Leipzig
    Tel.: 0341 97 15905
    Fax: 0341 97 15906
    e-Mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
    Web: www.uniklinik-leipzig.de

  10. 07.05.2008: „Traumanetzwerk Westsachsen” nimmt Gestalt an


    "Traumanetzwerk Westsachsen" nimmt Gestalt an

    Leipzig - Am Mittwoch, 16. April 2008 traf sich zum dritten Mal das „Traumanetzwerk Westsachsen“. Diesem Netzwerk gehören 28 Kliniken aus dem Regierungsbezirk Leipzig und Teilen des Regierungsbezirks Chemnitz an. Das Treffen selbst fand nach zwei vorangegangenen Treffen in Leipzig nun erstmals in Chemnitz statt.
    Inhalt des Netzwerkes ist die Abstimmung medizinischer, technischer und logistischer Gegebenheiten mit dem Ziel, im Fall eines Traumas, also einer durch eine unvorhergesehene äußere Einwirkung hervorgerufenen Verletzung schnell und verlässlich entscheiden zu können, in welches Krankenhaus die Verunfallten gebracht werden müssen, damit sie möglichst schnell und optimal versorgt werden können. „In einem Traumanetzwerk sind Krankenhäuser aller Versorgungsstufen vertreten“, erklärt Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. „Außerdem werden die präklinischen Einrichtungen, also Rettungsdienste und Rettungsleitstellen sowie Notärzte eingebunden. Im Traumanetzwerk ist von jedem eingebundenen Krankenhaus bekannt, über welches medizinisches Know-how es verfügt, welche technischen Einrichtungen vorhanden sind, welche Spezialisierungen abrufbar sind usw. Im Notfall ist es auf der Basis dieser Informationen sehr schnell möglich zu entscheiden, wohin der Verletzte idealerweise gebracht werden soll.“ So erspare man den Rettungskräften unnötige Rückfragen, dem Verletzten unnötige Transporte und habe dennoch mit hoher Sicherheit die bestmögliche Versorgung abgesichert.
    Die Mitgliedshäuser des Traumanetzwerkes - in Leipzig sind dies neben dem Universitätsklinikum das Klinikum St. Georg, das Ev. Diakonissenkrankenhaus und das Krankenhaus St. Elisabeth - müssen alle über eine entsprechende diagnostische und therapeutische Infrastruktur verfügen, einen 24-Stunden-Traumadienst haben und mindestens ein Basisteam für die Versorgung der Verletzten haben. In jedem Traumanetzwerk muss mindestens ein Krankenhaus der Maximalversorgung eingebunden sein, das alle Fachrichtungen für eine umfassende Schwerverletztenversorgung vorhält. Neben dem Netzwerk „Westsachsen“ mit den Regionen Leipzig und Chemnitz gibt es ein „Traumanetzwerk Ostsachsen“. Die Mitglieder der Netzwerke setzen sich darüber hinaus für die Einführung bzw. verstärkte Nutzung der Teleradiologie ein. In Sachsen haben sich beide Netzwerke verständigt, zu den Treffen des jeweils anderen Netzwerkes immer einen Beobachter zu entsenden, damit organisatorische, strukturelle und medizinische Maßnahmen synchronisiert werden können.
    Die Bildung solcher Traumanetzwerke geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zurück, die damit den Anstoß zu einer bundesweit verbesserten Koordination der Arbeit von Rettungsdiensten, Notärzten, Leitstellen und Krankenhäusern bei der Behandlung von Schwerverletzten, aber auch im Katastrophenfall geben wollte.

    weitere Informationen:
    Prof. Dr. Christoph Josten
    Tel. (0341) 97 17300
    e-Mail: christoph.josten@uniklinik-leipzig.de

    verantwortlich:
    Heiko Leske
    Pressesprecher
    Telefon: (03 41) 97 - 1 59 05
    Telefax: (03 41) 97 - 1 59 06
    Mobiltel.: (01 51) 14 26 96 05
    e-mail: heiko.leske@uniklinik-leipzig.de
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  11. 17.04.2008: Erfolgreich behandelte Patienten machen sich für Leipzig stark


    Erfolgreich behandelte Patienten machen sich für Leipzig stark

    Ab Ende April werben sechs erfolgreich in Leipzig behandelte Patienten für den Medizinstandort Leipzig und sagen „Danke für ein neues Leben“. Sie sind die Hauptakteure auf dem neu gestalteten Kampagnenmotiv der „Leipziger Freiheit“. Erstmals stehen dabei die Menschen im Mittelpunkt, die von den medizinischen Spitzeneinrichtungen und der herausragenden Qualifikationen der Ärzte in Leipzig profitieren konnten. Jeder der ehemaligen Patienten hatte sich in Leipzig einer lebensrettenden Organ- bzw. Stammzellentransplantation unterzogen. Auf dem bisherigen Motiv zur
    Gesundheitswirtschaft aus dem Jahr 2006 sprachen sich renommierte forschende und praktizierende Medizin-Koryphäen für Leipzig aus.

    „Bei der aktuellen Auflage des Motivs haben wir uns gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft, den Fachkliniken der Region und ihren Patienten entschlossen, dem Gesundheitsstandort Leipzig ein Gesicht zu geben. Unser herzlichster Dank gilt den Menschen, die sich sofort dazu bereit erklärt haben, an der Umsetzung der Idee mitzuwirken. Das neue Motiv wird ab sofort deutschlandweit als Anzeige publiziert“, sagt Marit Schulz, Prokuristin der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) und verantwortliche Marketingmanagerin für das Stadt- und Standortmarketing der „Leipziger Freiheit“.

    Kooperationspartner der LTM ist der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e. V. „Wir haben uns als Verein das Ziel gesetzt, die Akteure der Gesundheitsregion mit gemeinsamen Projekten stärker zu vernetzen, die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft zu unterstützen und die hervorragenden Kompetenzen überregional bekannter zu machen. Der Verein verbindet inzwischen 28 Mitglieder, vom Universitätsklinikum über Gesundheitsdienstleister, die Leipziger Messe bis hin zu Apotheken der Region“, nennt Dr. André Henke, Geschäftsstellenleiter
    des VFG, die Eckpunkte der Vereinstätigkeit.

    „Leipzig hat sich einen hohen Stellenwert in der Transplantationsmedizin in Deutschland und Europa erarbeitet und genießt auf diesem Gebiet einen ausgezeichneten Ruf, der es wert ist, weiter bekannt gemacht zu werden. Vor allem wurde auch der wichtige Bereich der Organspende in der Region kontinuierlich gefördert. Bei der Behandlung von Patienten, die eine Organtransplantation benötigen, werden heute durch den Einsatz neuester Operationsmethoden und moderner Techniken herausragende Ergebnisse erzielt“, sagen Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr, Direktor der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum der Universität Leipzig und Prof. Dr. Johann Hauss, geschäftsführender Direktor des Departments für Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.

    Hintergrundinformationen zur Transplantationsmedizin in Leipzig

    Das Zusammenspiel von erfahrenen Medizinern, modernster Technik, Kliniken mit Spitzenforschung und hoch qualifiziertem Personal ermöglicht eine umfassende Therapie von Transplantations-Patienten in Leipzig. Im Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Leipzig wurden seit der Gründung 1994 über 120 Leber- und 180 Nierentransplantationen
    durchgeführt. Es ist der Stiftung „Eurotransplant“ angeschlossen, deren Direktor Dr. med. Axel Rahmel lange Zeit als Leiter der Herz- und Lungentransplantationsambulanz des Herzzentrums Leipzig tätig war.

    Der transplantationsmedizinische Fachbereich der Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche ermöglicht in Leipzig die ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie von angeborenen Nierenerkrankungen sowie Transplantationen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Durch
    die enge Zusammenarbeit zwischen Transplantationszentrum und Universitätskinderklinikum sind auch äußerst seltene Eingriffe, z. B. bei Kleinkindern, möglich.

    Die Behandlung von Patienten mit gravierenden Herz- und Lungenerkrankungen bildet den Schwerpunkt der Arbeit im Herzzentrum Leipzig. Seit 2005 zählt es zu den fünf größten Herz- und Lungentransplantationszentren Deutschlands. Dabei kommen moderne, am Herzzentrum Leipzig entwickelte oder verfeinerte Operationstechniken zum Einsatz. Sie führen gegenüber den Standardverfahren – der Öffnung des Brustbeins – zu einem deutlich verbesserten Erfolg bei Herz- und/oder Lungentransplantationen. So werden z. B. Einzel- und Doppel-Lungentransplantationen
    durch sehr kleine Hauteinschnitte und Zugänge durchgeführt. Neben Transplantationen zählen die Akutversorgung herzinsuffizienter Patienten, die Implantation von Kunstherzsystemen und die umfassende Nachbehandlung der Patienten zu den Tätigkeitsbereichen des Herzzentrums.

    Seit 28 Jahren werden auf der José-Carreras-Station an der Universität Leipzig erfolgreich Stammzellen transplantiert. Die Ausstattung der Spezialeinrichtung gehört zu den modernsten Europas. Seit 1980 wurden 1350 Stammzellentransplantationen in Leipzig durchgeführt. Davon allein 198 im Jahr 2007. Der Leiter der Transplantationseinheit, Professor Dr. Dietger Niederwieser, ist zugleich Präsident der EBMT European Group for Blood and Marrow Transplatation.

    Weitere Informationen:

    Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
    Stadt- und Standortmarketing
    Roland Stratz
    Richard-Wagner-Straße 1, D-04109 Leipzig
    Fon: +49 (0)341 1246890
    Mail: r.stratz@ltm-leipzig.de
    www.leipziger-freiheit.de

  12. 09.11.2006: 2. Forum Gesundheitswirtschaft der Region Leipzig 2006

    Presseinformation
    2. Forum Gesundheitswirtschaft der Region Leipzig 2006
    09.11.2006 13.30 Uhr
    BIO CITY LEIPZIG

    Gesundheitsmarkt - Kurs in ein neues Zeitalter

    Die Zeit, die durch die Erfindung der Dampfmaschine und die Industrialisierung der Textilwirtschaft bestimmt wurde, war ein bedeutender Konjunkturzyklus – der erste Kondratieff. Eine genaue Analyse zeigt, dass der Gesundheitssektor der Träger des nächsten und sechsten Langzyklus sein wird.

    Basisinnovationen werden die psychosoziale Gesundheit und die moderne Biotechnologie sein. Während die Biotechnologie schwerpunktmäßig den Umgang mit körperlicher Gesundheit revolutionieren wird,
    sollen mit der psychosozialen Gesundheit die bisher wenig erforschten inneren Informationsprozesse im Menschen, das weite Feld der seelischen und sozialen Potentiale besser verstanden und erschlossen werden.

    Das herkömmliche Gesundheitswesen kann in seiner derzeitigen Struktur kein Träger des sechsten Kondratieffs sein. Es ist mit zu vielen internen Problemen belastet: starke innovationshemmende Partikularinteressen, unzureichendes Gesundheitswissen, zu viel Bürokratie, zu viel Verschwendung von Ressourcen, zu wenig Aufklärung und Prävention.

    Das herkömmliche Gesundheitswesen ist darauf fokussiert, mit Hilfe von Naturwissenschaft, Mechanik und Technik Krankheiten zu erforschen, zu diagnostizieren, zu behandeln und zu verwalten. Behandelt werden vor allem Symptome, weniger die Krankheitsursachen. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist die einseitige Ausrichtung auf Krankheiten für die Gesellschaft insgesamt teuer und schädlich, weil dadurch die meisten Akteure finanziell auf eine ausreichende Zahl von Kranken und Krankheiten angewiesen sind und kein wirkliches Interesse an einer gesunden Bevölkerung haben können. „Wachstum im derzeitigen "Gesundheitswesen" kann praktisch nur stattfinden, wenn es noch mehr Kranke und noch mehr Krankheiten gibt.“, so Nefiodow zynisch.

    Die Krankenkasse der Zukunft - Gestalter an der kurzen Leine ?

    „Das, was den Deutschen mit dem jetzigen Reformvorhaben bevorsteht, wird die Landschaft voraussichtlich so gravierend verändern wie nie etwas zuvor“, meint Dr. Schermesser, Regionalleiter der Barmer Ersatzkasse Leipzig. Jede Krankenkasse wird davon betroffen sein und sein Verhalten gegenüber den Versicherten stark ändern. Die Jagd auf Kunden oder besser gesagt der Kampf um Kunden - denn das sind die Versicherten geworden -, hat bereits begonnen. Wenn man zum Nachbarn Niederlande schaut, kann man erahnen, welche Auswirkungen Deutschland bevorstehen. Knapp 20 Prozent der Versicherten sind zu einer anderen Krankenversicherung gegangen. Im Vergleich dazu sind im Jahr vor der Reform lediglich 4,2 Prozent der Versicherten gewechselt. Das heißt die Zahl der Wechsler hat sich nahezu verfünffacht.

    Zu Recht wird der Gesundheitsmarkt als Wachstumsmarkt charakterisiert - wegen der Alterung der Gesellschaft, des wissenschaftlich-technischen, auch diagnostischen Fortschritts. Inwieweit allerdings eine dadurch gesteigerte Nachfrage durch Preis senkende Effekte von Wettbewerbsprozessen zu einer höheren Effizienz oder eben mehr Qualität führt, hängt wesentlich von den üblichen Wettbewerbsparametern ab.

    In der Umstrukturierung des Gesundheitswesens von Krankheits- auf Gesundheitsorientierung schlummern deshalb die größten Produktivitätsreserven. Um diese Ressourcen zu erschließen, werden neue Konzepte, Strategien und Angebote benötigt, die nicht auf die Reparatur von Krankheiten, sondern auf die Herstellung und Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet sind und den Menschen ganzheitlich ernst nehmen.

    Statistische Aussichten

    Die Zahl der Erkrankungen nimmt seit Jahrzehnten ständig zu, bedingt zum Teil durch das Älterwerden der Menschen, vor allem aber durch den moderne Lebens-, Arbeits- und Ernährungsstil. Jeder vierte Jugendliche in Europa leidet unter Allergien, in zehn Jahren soll es jeder zweite sein. Die Zahl der Diabetiker wird sich in den nächsten zehn Jahren weltweit verdoppeln. Den wachsenden Kosten im Gesundheitswesen kann nicht mit einem Ausbau des derzeitigen kurativen Therapieangebotes wirksam begegnet werden.

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  13. 06.10.2006: Mitteldeutsches Bündnis für Weiße Biotechnologie


    Unternehmer, Forscher, Technologienetzwerke und Investoren aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen werden auf dem Gebiet der Weißen Biotechnologie künftig enger zusammenarbeiten. Auf Einladung der Projektgruppe Weiße Biotechnologie Mitteldeutschland haben am 06.10.2006 mehr als 60 Vertreter von Unternehmen, universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Technologietransfer-Organisationen in der BIO CITY LEIPZIG über Zukunftsprojekte, Kooperations- und Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert.

    „Die Weiße Biotechnologie, die oft auch als Industrielle Biotechnologie bezeichnet wird, nutzt biologische Prozesse für die Entwicklung von effizienten industriellen Prozessen und durchdringt dabei ein breites Marktspektrum“, erläuterte Dr. Marc Struhalla (c-LEcta GmbH, Leipzig).

    Die besondere Herausforderung einer erfolgreichen Erschließung des Potenzials der Biokatalyse liege in der interdisziplinären Zusammenarbeit, sowohl zwischen Unternehmen, als auch zwischen Industrie und Wissenschaft, erklärte Dr. Bodo Schulze (Organica GmbH, Wolfen) sein Engagement.

    Dr. Merle Fuchs (BIO-NET LEIPZIG GmbH), Koordinatorin der Projektgruppe, ergänzte: „Die Weiße Biotechnologie erlebt zur Zeit einen dramatischen Aufschwung, der durch den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt und die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten getrieben wird. In diesem internationalen Wettbewerb will sich unsere Region erfolgreich positionieren.“

    In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ist die gesamte Wertschöpfungskette für die Industrielle Biotechnologie vorhanden, beschreibt Harald Wolf (Bio Mitteldeutschland GmbH, Halle/Saale), Projektmanager des Netzwerkes, die Rahmenbedingungen. „Ausgehend von den landwirtschaftlichen Rohstoffen können durch die interdisziplinär arbeitenden Forschungsinstitute sowie die forschenden Industrieunternehmen im mitteldeutschen Raum neue Prozesse und Produkte für die Anwender, beispielsweise aus der Chemie-, der Textil- und der Lebensmittelindustrie, geschaffen werden, die auf internationalen Wachstumsmärkten erfolgreich sein werden.“

    Um diese Entwicklungen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit „BioIndustrie 2021“ ein Förderprogramm ausgeschrieben, das ab 2007 drei Cluster für die Umsetzung besonders Erfolg versprechender Konzepte auf diesem Gebiet mit insgesamt 60 Millionen € über fünf Jahre fördert. „Diese Bewerbung ist ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. Denn so bekommen wir die kritische Masse, die die Länder alleine nicht vorweisen können“, unterstrich Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer der Bio Mitteldeutschland.

    Mehr als 100 Unternehmen, darunter internationale Branchenführer und spezialisierte Forschungsgruppen aus Mitteldeutschland und dem gesamten Bundesgebiet, haben bereits ihr Interesse an der Zusammenarbeit in dem Netzwerk bekundet, das u.a. durch Prof. Gerold Barth (TU Dresden) und Prof. Wolfgang Zimmermann (Universität Leipzig) sowie durch den Biotechnologie-Spezialisten Dr. Detlef Wilke (Dr. Wilke und Partner Biotech Consulting GmbH, Wenningsen) initiiert wurde. Weitere Interessenten sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

    Kontakt:
    Dr. Merle Fuchs
    Tel: 0341-2120719
    fuchs@bio-city-leipzig.de

  14. 10.05.2006: 10. Kuratoriumssitzung der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer


    Am gestrigen Dienstag (9. Mai 2006) trat das Kuratorium der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer unter Leitung seines Vorsitzenden, Dr. Albrecht Schmidt (ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG) zur 10. Sitzung seit Bestehen zusammen. Erstmals nahm OB Burkhard Jung in der satzungsgemäß übernommenen Funktion als Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung daran teil. Als stellvertretende Vorsitzende des Stiftungs-Vorstandes war Bettina Kudla, Beigeordnete für Finanzen der Stadt Leipzig, vertreten.

    Auf der Kuratoriumssitzung wurden der Jahresabschluss 2005 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005 beschlossen. Die Stiftung schließt das Geschäftsjahr 2005 mit positiver Bilanz ab. Ebenso im Mittelpunkt der Beratung standen Prinzipien und Kriterien der Projektförderung.

    Die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer wird die Förderung künftig auf das entstehende Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) konzentrieren. Hierfür in den nächsten fünf Jahren vorgesehen sind 4 Millionen EURO, 800.000 EURO jährlich.

    Das Fraunhofer-Institut hat seine Arbeit in der BioCity bereits aufgenommen, die Grundsteinlegung für den neuen Sitz ist im September 2006 geplant. Nach Inbetriebnahme Anfang 2008 werden voraussichtlich 100 neue Arbeitsplätze im IZI geschaffen.

    Die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer wurde im Jahre 2000 von der Stadt Leipzig gegründet und mit einem Grundstockvermögen von 25.500.000 EURO ausgestattet. Stiftungszweck ist u.a. die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

    Weitere Informationen: www.leipzig.de/Stiftung

  15. 09.05.2006: Universitätsklinikum Leipzig – Eine Vision wird Wirklichkeit


    Anzeigen-Sonderveröffentlichung des Universitätsklinikums Leipzig

    Seite 1 (359 KB):
    Klinikum feiert Grundsteinlegung und Richtfest an einem Tag
    Der Arzt kommt zum Patienten
    Spannende Aufgabe für Patienten

    Seite 2 (112 KB):
    Das Jahr 2008 nimmt heute Gestalt an
    Hochschulmedizin mit Exzellenz
    Vorgeburtliche Diagnostik im Fokus
    Ethische Aufgabe ist auch, effizient zu arbeiten
    Standpunkte

  16. 27.01.2006: Start in Leipzig zur bundesweiten Kampagne „Der Weg zur Besserung führt nach Leipzig”


    Presse-Information "Leipziger Freiheit"
    Größen des Leipziger Gesundheitswesens machen sich für den Medizinstandort stark

    27. Januar 2006

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    am kommenden Montag, 30. Januar 2006, fällt in Leipzig der Startschuss für die bundesweite Kampagne "Der Weg zur Besserung führt nach Leipzig". Dann werben fünf renommierte Mediziner - unter anderem Herzspezialist Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr - auf 75 Großpostern im Leipziger Stadtgebiet. "Diese fünf Köpfe stehen stellvertretend für die breit angelegte Leipziger Kompetenz in der Gesundheitswirtschaft. Umso schöner, dass wir jetzt gemeinsam unter Federführung der Marketing Leipzig GmbH bundesweit diese Botschaft vermitteln", sagte Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Bio City Leipzig, beim heutigen Foto-Termin.

    Anbei senden wir Ihnen eine aktuelle Presse-Information zum neuen Mediziner-Motiv der "Leipziger Freiheit". Außerdem finden Sie anbei ein Foto vom heutigen Presse-Termin, bei dem ein Großposter kurzfristig enthüllt
    wurde (v.l.: Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer Bio City Leipzig und Leiter der Geschäftsstelle des VFG, und Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Marketing Leipzig GmbH). Druckfähige Bilder (Quelle: Westend) senden wir Ihnen auf Anfrage jederzeit zu.

    Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
    Mit freundlichen Grüßen

    Roland Stratz
    Marketing Leipzig GmbH
    Nikolaistr. 28­32, D-04109 Leipzig
    Fon: +49 (0)341 1246890
    Fax: +49 (0)341 1246891
    Mail: presse@marketing-leipzig.de
    Web: www.leipziger-freiheit.de

    Anlagen
    Foto
    Pressemitteilung


    ++++++

    Presse-Information

    27. Januar 2006

    Start in Leipzig zur bundesweiten Kampagne "Der Weg zur Besserung führt nach Leipzig"

    Größen des Leipziger Gesundheitswesens machen sich mit einem Motiv der "Leipziger Freiheit" für den Medizinstandort stark

    Der Startschuss für die bundesweite "Leipziger Freiheit"-Kampagne "Der Weg zur Besserung führt nach Leipzig" fällt am Montag (30. Januar 2006) wenn fünf renommierte Mediziner auf Großpostern für das regionale Gesundheitszentrum werben. Auf 75 City Light Boards im Leipziger Stadtgebiet engagieren sich dann Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr (Herzzentrum Leipzig GmbH, Herzchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig), Prof. Dr. Rudolf Ascherl (Orthopädisch-Traumatologisches Zentrum der Park-Krankenhaus Leipzig-Südost GmbH), Prof. Dr. Johann Peter Hauss (Transplantations- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig), Prof. Dr. Christoph Josten (Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig) und Prof. Dr. Dietger Niederwieser (Zentrum für Innere Medizin, Abteilung Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig).

    Ab März stehen die Medizin-Koryphäen außerdem als ganzseitiges Anzeigenmotiv für das hohe Niveau der Leipziger Gesundheitswirtschaft. In nationalen Wirtschafts- und Nachrichtenmagazinen - u. a. in Focus (6. März), Impulse (23. März) und Wirtschaftswoche (4. Mai) - sowie in den bundesweiten Publikationen der Marketing Leipzig GmbH (z. B. ICE-Special "Leipzig Express") machen sie auf den hochmodernen Gesundheitszweig aufmerksam.

    "Wir sind überaus erfreut, dass wir unsere Kampagnen-Motive zu den Leipziger Standortvorteilen um eines aus dem Bereich 'Medizin' erweitern konnten. Besonders freue ich mich darüber, dass wir den international geschätzten Spitzeneinrichtungen ein Gesicht geben konnten. Alle fünf sind Meister ihres Fachs und stehen mit voller Überzeugung hinter ihrer Institution", sagt Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Marketing Leipzig GmbH.

    "Es war an der Zeit, die hervorragenden Leistungen in der Medizin in Leipzig nach außen darzustellen. Die Imagekampagne bestärkt das positive Image der Leipziger Gesundheitswirtschaft und gibt dem Standort weiteren Auftrieb. Das Ziel lautet, Patienten nach Leipzig zu ziehen, die Medizin sowie die Forschung und Industrie auf diesem Gebiet weiter zu fördern und Leipzig als europaweiten Medizinstandort auszubauen", sagt Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr. Es gebe inzwischen viele Patienten, die extra mit dem Flugzeug nach Leipzig anreisen würden. "Wenn diese dann das Imagemotiv beispielsweise im 'Focus' sehen, bestärkt das unseren guten Ruf", so Prof. Mohr.

    Kooperationspartner der Marketing Leipzig GmbH für das neue Kampagnen-Motiv ist der "Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig" (VFG), für den sich Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr als Vorstandsvorsitzender und Bio City-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben als Leiter der Geschäftsstelle engagieren. Auf der Webseite des VFG (www.med-in-leipzig.de) finden Ärzte, Wissenschaftler, Patienten, Journalisten und alle weiteren Interessierten schnell und umfassend Informationen zu den Aktivitäten des VFG Leipzig e.V., zu medizinisch relevanten Neuigkeiten aus dem Leipziger Cluster, zu den Mitgliedern und vieles mehr. Seit dem Start der Seite am 3. November 2005 wurde das Online-Angebot des Vereins bereits rege genutzt: www.med-in-leipzig.de erreichte bisher weit über 30000 Anfragen zum Gesundheitswesen in der Region.

  17. 05.01.2006: Wissenschaft/Biotechnologie/»(dpa-Gespräch)


    Bio City Leipzig stößt an eigene Kapazitätsgrenzen

    Leipzig (dpa/sn) - Die Bio City Leipzig stößt zweieinhalb Jahre nach Eröffnung an ihre Kapazitätsgrenzen. Der gewerbliche Teil des Biotechnologieparks sei zu 84 Prozent ausgelastet, sagte Bio City-Chef Jörn-Heinrich Tobaben in einem dpa-Gespräch. Wenn die Vollauslastung erreicht sei, wolle sich Bio City um Alternativflächen bemühen. Derzeit würden Gespräche mit fünf Unternehmen geführt, die an einer Ansiedlung in dem Forschungszentrum interessiert sind.

    Zudem seien Erweiterungen niedergelassener Firmen geplant. "Wir haben noch zwei, drei 500-Quadratmeter-Flächen frei", sagte Tobaben. Platz für mögliche neue Gebäude befände sich etwa auf der Alten Messe. Bereits ab Frühjahr 2006 werde das neue Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie gebaut.

    In dem 20 000 Quadratmeter großen Campus arbeiten laut Bio City-Chef rund 300 Beschäftigte. Seit Eröffnung im Mai 2003 haben sich 22 Unternehmen angesiedelt. "Wir stehen nicht nur Biotechnologie-Firmen zur Verfügung, sondern möchten den ganzen Bereich der Gesundheitswirtschaft abdecken", sagte Tobaben. Zu den 14 Biotechnologie-Betrieben und den sechs Professuren der Universität Leipzig hätten sich acht Medizin-und Gesundheits-Dienstleister dazugesellt, die etwa klinische Tests unterstützen. "Das ergibt einen gemeinsamen Strang von der Grundlagenforschung bis zur therapeutischen Anwendung."

    Allerdings sei der Campus nur Mittel zum Zweck, der Leipziger Biotechnologie-Standort solle gestärkt werden. "Biotech als Branche solle in der Region verankert werden, die Arbeitsplätze schafft, sagte Tohaben. Im Herzen der Bio City Leipzig würden die Biotechnologie-Firmen bei der Gründung und ersten Aktivitäten unterstützt. "Wir haben die Hoffnung, dass kleine Firmen so schnell groß werden, dass sie den Start-Up-Bereich des Hauses verlassen, um sich eigene Räume in Leipzig zu suchen", sagte er. So gebe es Platz für neue Unternehmen in dem universitären und Gründerzentrum.

    Der Bio City-Chef wolle nun Wissenschaft und Wirtschaft seines Standorts weltweit vernetzen. Auf Leipziger Initiative habe sich auch der Arbeitskreis deutscher Bio-Regionen in der Stadt gegründet. Auch die Zusammenarbeit mit dem Dresdner Standort erfolge nur gemeinsam als "BioSaxony" - die siebtgrößte Bio-Region in Deutschland. "Beide Standorte müssen sich gesamtsächsisch international zusammentun und entsprechend trommeln."

    (Internet: www.bio-city-leipzig.de, www.bioregio.com)

  18. Gesundheitswirtschaft – neuer Markt mit Chancen?


    Am 03.11. 05 findet in der BIO CITY LEIPZIG das erste Forum Gesundheitswirtschaft der Region Leipzig statt. Auf Initiative des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig und des Vereins zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig e.V. treffen sich regionalen Akteure der Gesundheitsbranche und werden über die gesundheitsspezifischen Kompetenzen und wirtschaftlichen Potenziale Leipzigs informiert.

    Leipzig ist Wissenschaftsstadt – keine Frage. Aber kann Leipzig das Thema Gesundheit so kommerzialisieren, dass daraus ein weiterer Wirtschaftszweig wie die Automobilbranche entsteht? Wohlweislich dann, wenn Arbeitsplätze entstehen, Unternehmen sich ansiedeln oder weitere innovative Firmen gegründet werden.

    Was sich wie eine Vision anhört, kann in Leipzig vielleicht bald Realität werden. Immerhin gehört die Gesundheitswirtschaft mittlerweile zu einer der wichtigsten und wachsenden Märkten der Volkswirtschaft. So macht er heute bereits im Schnitt 11% des Bruttoinlandprodukts aus. Schließlich versprechen neue medizinisch-technologische Innovationen aus der Gentechnik, Stammzellentherapie oder Nanotechnologie einen gewaltigen Fortschritt in effektiver und individueller Patienten-Therapie. Neue Produkte und Dienstleistungen wie Wellness und Anti-Ageing funktionieren bereits mit bester Nachfrage.

    Aber was unterscheidet Leipzig von anderen Standorten? Die Region verfügt über ausgezeichnete medizinische Einrichtungen, führende Forschungseinrichtungen und biomedizinische Unternehmen mit großem Potenzial. Ein echter Standortvorteil entsteht dadurch, wenn es gelingt, diese Akteure besser zu vernetzen. Auch andere Branchen, wie Hotellerie und Touristik würden von einer guten Entwicklung in der Gesundheitswirtschaft profitieren. „Leipzig hat gute Karten, viele neue Arbeitsplätze zu generieren. Voraussetzung dafür ist aber zunächst eine Analyse von dem, was bereits möglich ist und was in Zukunft noch möglich gemacht werden muss.“, äußert Detlef Schubert, Wirtschaftsbeigeordneter der Stadt Leipzig, zuversichtlich.

    Diese Potenziale und Kompetenzen Leipzigs wurden von einer führenden Unternehmensberatung untersucht und zu einer Studie zusammengefasst. Diese wird während des Forums erstmalig vorgestellt. Das Forum Gesundheitswirtschaft Leipzig mit seiner Auftaktveranstaltung am 3.11.05 soll im jährlichen Turnus stattfinden und sich somit als Veranstaltungsreihe fest in der Leipziger Wirtschaft etablieren.

    Wir laden Sie herzlich zu einem Pressegespräch am 03.11.05 um 13.00 Uhr in der BIO CITY LEIPZIG, Konferenzraum 2 ein.

    Präsidium:
    Detlef Schubert, Wirtschaftsbeigeordneter der Stadt Leipzig
    Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr, Direktor Herzzentrum Leipzig
    Prof. Dr. Volker Penter, Partner KPMG, Regionalleiter HealthCare Ost
    Prof. Dr. Volker E. Amelung, Medizinische Hochschule Hannover, Abtl. Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung

    Kontakt:
    event lab. Kaj Heyral
    Tel: 0341 – 40 11 936
    kheyral@eventlab.org

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  19. Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft gegründet


    Leipzig, 8. September 2004: Das Dezernat Wirtschaft und Arbeit informiert:

    Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft gegründet

    Zahlreiche Vertreter aus der Gesundheitswirtschaft gründeten am gestrigen Dienstag (7. September 2004) in der BIO CITY den "Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig". Ziel der vom Beigeordneten für Wirtschaft und Arbeit, Detlef Schubert, initiierten Vereinsgründung ist es, die Gesundheitsregion Leipzig weltweit zu vermarkten und die Wettbewerbsfähigkeit der Mitglieder zu fördern.

    Zum Vorstandsvorsitzenden wurde der Direktor der Klinik für Herzchirurgie im Herzzentrum der Universität Leipzig, Prof. Friedrich-Wilhelm Mohr, berufen. Die Stellvertreter-Funktion übernimmt der Geschäftsführer des
    Unternehmens IBFB Pharma GmbH, Prof. Konrad Herrmann. Diese Konstellation soll sichern, dass in der Vereins-Spitze Wissenschaft und unternehmerischer Bereich gleichberechtigt vertreten sind. Weitere Vorstandsmitglieder sind Prof. Dr. Frank Emmrich, Direktor des Institutes für Klinische Immunologie und Transfusionsmedizin, Prof. Dr. Karsten Güldner, Direktor des Städtischen Klinikums "St. Georg" Leipzig sowie Detlef Schubert, Beigeordneter für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig.

    Als eine seiner ersten Aktivitäten wird der Verein Anfang 2005 das "Gesundheitsforum Mitteldeutschland" ins Leben rufen, welches erstmals branchenübergreifend sämtliche Vertreter der Gesundheitswirtschaft aus dem mitteldeutschen Raum versammelt. Dieses Gesundheitsforum soll langfristig in Leipzig etabliert und zur Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit in Mitteldeutschland ausgebaut werden.

    Detlef Schubert am Tag der Vereinsgründung: "Die Region Leipzig muss sich langfristig zu einem europäischen Gesundheitsstandort entwickeln. Klinische und medizinische Angebote werden mit kulturellen Möglichkeiten kombiniert. Dadurch entstehen Arbeitsplätze in neuen Berufsfeldern, wodurch sich die regionale Wertschöpfungskette erhöht."

    Die Geschäftstelle mit Sitz in der BIO CITY LEIPZIG wird von Jörn-Heinrich Tobaben (Geschäftsführer BIO-NET LEIPZIG Technologietransfergesellschaft mbH) geleitet.

    Ansprechpartner für Nachfragen:

    Universität Leipzig
    Herzzentrum Leipzig GmbH
    Klinik für Herzchirurgie
    Direktor
    Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr
    Russenstraße 19, 04289 Leipzig
    Tel.: (03 41) 8 65 14 21

    Stadt Leipzig
    Dezernat Wirtschaft und Arbeit
    Beigeordneter
    Detlef Schubert
    04092 Leipzig
    Tel.: (03 41) 1 23-56 00

    BIO-NET LEIPZIG Technologietransfergesellschaft mbH
    Geschäaftsführer
    Jörn-HeinrichTobaben
    Deutscher Platz 5a, 04103 Leipzig
    Tel.: (03 41) 2 12 07-10
    Fax: (03 41) /2 12 07-11

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  20. Leipzig zu einer Marke auf dem Gesundheitsmarkt machen – Stadt startet Initiative


    Leipzig, 20. Januar 2004: Das Dezernat Wirtschaft und Arbeit informiert:

    Leipzig zu einer Marke auf dem Gesundheitsmarkt machen - Stadt startet Initiative

    Durch die Zusammenarbeit möglichst vieler Branchen-Akteure, universitärer Forschungseinrichtungen, Kliniken, Biotechnologiefirmen bis hin zu Finanzbeteiligungsgesellschaften soll das Cluster Gesundheit in der Region Leipzig zum Wachstumsmotor werden.

    Diesem Ziel widmet sich eine Initiative, die jetzt vom städtischen Beigeordneten für Wirtschaft und Arbeit, Detlef Schubert, zum Thema Marketing und Vernetzung des Gesundheitsclusters Leipzig gestartet wurde. Zu den Gründungsmitgliedern zählen weiterhin u. a. Prof. Dr. Friedrich W. Mohr (Klinik für Herzchirurgie Leipzig), Prof. Dr. Konrad Herrmann (IBFB Institut für biomedizinische Forschung und Beratung GmbH Leipzig), Prof.
    Dr. Jürgen Meixensberger (Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie Leipzig), Prof. Dr. Helge Löbler (Universität Leipzig/Marketing), Antje Knoll (Beratungsgesellschaft KPMG), Prof. Dr. Augustinus Bader (Universität Leipzig) und Prof. Georg von Salis-Soglio (Orthopädische Klinik und Poliklinik Leipzig).

    Als eine der ersten Aufgaben des Verein i.G. soll Leipzig als führendes Zentrum für regenerative Medizin, Biotechnologie, Medizintechnik, Orthopädie bis hin zur Herzchirurgie beworben werden. Ab dem kommenden Jahr ist dann die Einrichtung eines Internetangebotes geplant, um weitere Biotechnologiefirmen und Gesundheitsdiensteanbieter in die Stadt zu locken. Schon jetzt ist Gesundheit ein relevanter Wirtschaftsfaktor für die Region, so Detlef Schubert, der in diesem Zusammenhang durchaus auch an einen Export von medizinischem Know-how denkt.

    Zur Zeit sind auf dem Gesundheitsmarkt in der Region mehr als 20.000 Fachleute beschäftigt. Um möglichst effektiv für den Gesundheitsstandort Leipzig regional, überregional und über nationale Grenzen hinaus werben zu können, sollen sich Universitäten, Kliniken, Gebietskörperschaften sowie Unternehmen und Einzelpersonen, die aktiv im Gesundheitswesen tätig sind, noch besser vernetzen und den Informationsaustausch im Sinne einer Stärkung des Clusters forcieren - das geht bis hin zu einer internationalen Zusammenarbeit, die zur Zeit bereits mit dem Gesundheitscluster Linz in Österreich gepflegt wird. Dazu gehört, dass zusätzliche Mittel für Forschungsvorhaben von Unternehmen und Hochschuleinrichtungen akquiriert werden müssen. Deshalb können sich Unternehmen und Personen der ganzen Wertschöpfungskette an den Aktivitäten beteiligen.

    Weitere Aktivitäten im Rahmen dieser Initiative werden die Förderung von wissenschaftlichen, gesundheitsrelevanten Projekten sowie die Bildung von Arbeitskreisen zu bestimmten Themen der Medizin und zum Thema EU-Projekt "Interreg IIIb" sein. Interreg IIIb unterstützt gezielt die Clusterentwicklung im Gesundheitsbereich mit Hilfe von EU-Fördermitteln.

    Im Regierungsbezirk Leipzig existieren derzeit 23 Krankenhäuser mit 7.570 Betten und ca. 12.500 Mitarbeitern. Hinzu kommen etwa 4.000 Ärzte und ca. 960 Zahnärzte. Im Bereich Medizintechnik und Biotechnologie haben sich ca. 60 Firmen etabliert.

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