Künstliche Beatmung - Leipziger Intensivmediziner stellen neue Behandlungsleitlinie vor

Erste S-3-Leitlinie zur maschinellen Beatmung für alle Intensivpatienten / Dr. Falk Fichtner: "Jeder Patient hat ein Recht auf beste Versorgung"
Gültig für Deutschland, Österreich, Schweiz
Erstmals wurde zum Jahresbeginn eine S-3-Leitlinie für die Behandlung von Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, herausgegeben.
Koordinationszentrum der nun für Deutschland, Österreich und die Schweiz gültigen Leitlinie war die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und
Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig.

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UKL-Apotheke unter neuer Leitung

Dr. Yvonne Remane übernimmt Nachfolge von Dr. Roberto Frontini
Seit Jahresanfang leitet Dr. Yvonne Remane die Apotheke am Universitätsklinikum Leipzig. Die 40jährige Pharmazeutin übernimmt damit
nach 13 Jahren am UKL die Nachfolge von Dr. Roberto Frontini, der Ende des letzten Jahres in den Ruhestand trat.

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Pflegeschüler übernehmen Stationsleitung

Medientermin am Freitag
Noch bis zum Ende dieser Woche haben angehende Gesundheitsund Krankenpfleger am Universitätsklinikum Leipzig die Leitung einer Station übernommen. Das Projekt ist Teil der Pflegeausbildung am UKL und ermöglicht den Schülern im 3. Lehrjahr einen realistischen Eindruck vom selbstorganisierten Klinikalltag. Nach der Premiere im letzten Jahr auf einer
Kinderstation beteiligt sich jetzt erstmals auch eine Erwachsenenstation an diesem besonderen Praxisprojekt.

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Zentrale Notfallaufnahme am UKL zertifiziert

Umbaumaßnahmen beginnen in diesem Jahr
Notfallmediziner rund um die Uhr im Dienst
Die Zentrale Notfallaufnahme (ZNA) am Universitätsklinikum Leipzig ist zertifiziert worden. Die DIOcert GmbH, Zertifizierungsgesellschaft für das Gesundheitswesen, bescheinigt der ZNA, alle Anforderungen und Empfehlungen zur Struktur und Organisation der Akut- und Notfallversorgung in deutschen Notaufnahmen zu erfüllen. Prof. André
Gries, Leiter der ZNA, spricht dem gesamten Team seinen Dank aus: "Dieses Ergebnis bestätigt, dass wir sehr gut aufgestellt sind."

Bereits Ende 2016 sei damit begonnen worden, diesen Prozess mittels Projektgruppe zu planen und zu begleiten, so Gries. "Wir waren schon vorher gut organisiert und hatten die notwendigen Strukturen seit einigen Jahren entwickelt." Allerdings waren noch zahlreiche Vorbereitungen bis zum Audit vor Ort im Dezember 2017 nötig, ein ganzer Maßnahmenkatalog musste erfüllt werden. "Uns war wichtig, einen professionellen Blick auf unsere Strukturen, unsere Organisation und das Management von außen zu erhalten", sagt der ZNA-Leiter.
Auf ein Qualitätsmerkmal weist er gern besonders hin: "An 24 Stunden, sieben Tage in der Woche ist immer ein Facharzt mit notfallmedizinsicher Expertise im Dienst. Das kann nicht jede Notfallaufnahme leisten."

Neben der exzellenten Patientenversorgung rund um die Uhr hoben die Prüfer ebenfalls das breit aufgestellte Angebot an Fort- und Weiterbildungen, die Qualität der wissenschaftlichen und Forschungsarbeiten sowie die hervorragende Interaktion der Mitarbeiter der ZNA positiv hervor. "Die gute Kommunikation innerhalb des Teams geht über die eigene Berufsgruppe, also Pfleger oder Ärzte, hinaus. Das wirkt sich auf die Qualität der Patientenversorgung positiv aus", meint Prof. Gries. Dabei müsse auch der insgesamt sehr hohe Anteil unmittelbar lebensbedrohlich erkrankter beziehungsweise verletzter Patienten berücksichtigt werden: Fast die Hälfte der Patienten wird vom Rettungs- und Notarztdienst eingeliefert, rund 15 Prozent müssen nach initialer Behandlung auf eine Intensivstation weiterverlegt werden.
Als Beleg für den hohen Fortbildungsstand des ZNA-Teams kann Gries auf ein aktuelles Beispiel verweisen: "Erstmals haben nun im Januar zwei erfahrene Mitarbeiterinnen die Qualifikation 'Notfallpflege' nach Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erfolgreich abgeschlossen."

Bauliche Verbesserungen geplant
Mit auf den Weg gaben die Auditoren die Empfehlung zu baulichen Veränderungen, zum Beispiel bei der Rettungswagenzufahrt, bei der Ausstattung des Wartebereichs und bei der Zahl der Behandlungsplätze. Für den ZNA-Leiter kamen diese Hinweise nicht überraschend, ist der Umbau seiner Einrichtung doch bereits geplant und dürfte in den kommenden Monaten beginnen. "Vor allem die besonderen Aspekte bei der Betreuung älterer Patienten können nach einem Umbau noch viel besser umgesetzt werden, was wichtig ist angesichts steigender Zahlen bei dieser Patientengruppe", hebt Gries hervor. Um den konstruktiven Prozess fortzuführen, wird sich die Projektgruppe für die Zertifizierung auch weiterhin regelmäßig treffen. In einem Jahr steht zudem das erste reguläre Überwachungsaudit an.
Neben seinem Team dankt Prof. André Gries allen Kliniken und Partnern am UKL, die die Arbeit der Notfallaufnahme mit ihrer Expertise unterstützt hätten, sowie dem präklinisch tätigen Rettungs- und Notarztdienst für die seit Jahren gute Zusammenarbeit.

Universitätsklinikum Leipzig
Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000
Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 400.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

((Pressemitteilung)) UKL, 1. Februar 2018