4,8 Millionen Euro für die NeuroProgen GmbH einem Leipziger Biotechnologie Unternehmen

Die NeuroProgen GmbH hat ingesamt 4,8 Mio. Euro für Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingeworben. Mit 2,5 Mio. Euro beteiligen sich die KfW und die S-Unternehmensbeteiligungsgesellschaft der Sparkasse Leipzig mbH (S-UBG) an dem Leipziger Biotechnologie-Unternehmen. Aus der Technologieförderung des Freistaates Sachsen erhält das 2001 gegründete Start-up weitere 2,3 Mio. Euro für ein gemeinsames Projekt mit der Universität Leipzig zur Verfügung. Die Mittel fließen in die klinische Prüfung der Phase I/II für ein Zelltherapeutikum für Parkinson Patienten und den Ausbau der Produktpipeline.

NeuroProgen GmbH wurde im Oktober 2001 in Leipzig als Life Science-Unternehmen gegründet, um Forschung und Entwicklung von innovativen und klinisch relevanten Zelltherapien degenerativer Erkrankungen zu ermöglichen. Die NeuroProgen GmbH ist mit dem 1. Preis des StartUp Wettbewebes 2002 für das Bundesland Sachsen und des futuresax Businessplan Wettbewerbes ausgezeichnet worden. Weiterhin wurde das Unternehmen für den Deutschen Gründerpreis 2002 in der Sparte Konzept nominiert.

Der Abschluß der Serie A Finanzierung mit privaten Geldern und Fördermitteln ermöglicht eine schnelle Entwicklung der NeuroProgen GmbH in ein führendes Lifescience Unternehmen in der Sparte Zelltherapeutika. Die Firma wurde im Fundraising Prozeß unterstützt durch die Bio-Net GmbH Leipzig, Herrn Schubert vom Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig, sowie dem futuresax team und der biosaxony GmbH.

Kontakt:

NeuroProgen GmbH
Dr. Sigrid Schwarz, CEO
Tel.: ++49.341.9135780

Weitere Informationen: www.neuroprogen.de

Universität Leipzig bietet Postgradualstudiengang für Toxikologie im Fernstudium an

Das Postgradualstudium Toxikologie und Umweltschutz der Universität Leipzig, dessen vorausgegangene Durchgänge bundesweite Resonanz gefunden haben, beginnt im Herbst 2006 mit der 10. Matrikel von neuem für eine (Fern-)Studienzeit von vier Semestern.

An der Universität Leipzig beginnt Anfang September 2006 die zehnte Matrikel des Postgradualstudiums Toxikologie und Umweltschutz, das als Aufbaustudium mit Fernstudiencharakter Akademikern (Pharmazeuten, Chemikern, Biochemikern, Biologen, Landwirtschaftlern, Ärzte und Absolventen adäquater Ingenieurfächer) in fünf Semestern ein breites Spektrum toxikologischer und ökologischer Kenntnisse vermittelt. Die Absolventen erhalten dann den Abschluss Fachchemiker(in), Fachpharmazeut(in) bzw. Fachwissenschaftler für Toxikologie.

Vorteile für die berufliche Entwicklung

Das Postgradualstudium ist von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen begehrt. Ehemalige Kursteilnehmer berichten übereinstimmend, dass der erfolgreiche Abschluss des PGS Toxikologie in Leipzig ihre berufliche Entwicklung in der Industrie, Universität und auch in Behörden günstig beeinflusst hat. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österrreich und der Schweiz. Auch Referenten konnten aus allen drei Ländern gewonnen werden. Neu aufgenommen wurde in das Programm einwöchige Kurskomplex Fremdstoffmetabolismus.

Ablauf der Kurse

Das ministeriell bestätigte Studienprogramm besteht aus elf einwöchigen Intensivlehrgängen im Zeitraum von vier Semestern, zwischen denen zusätzlich Selbststudium mit empfohlener Literatur und ausgehändigten Lehrmaterialien erfolgt. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit eines die Präsenzkurse ergänzenden virtuellen Studiums an. Dies gibt den Kursteilnehmern die Möglichkeit im Selbststudium sich anhand von Lernsoftware toxikologischer Inhalte zu erarbeiten. Das Gesamtprogramm ist berufsbegleitend konzipiert.

Nach den Wochenlehrgängen sind im jeweils folgenden Lehrgang schriftliche Klausuren abzulegen. Am Ende erhalten die Teilnehmer nach einer Abschlussarbeit und dem mündlichen Examen vor einer Prüfungskommission ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme und eine Urkunde, die zur Führung des Zusatzes zur vorher erworbenen Berufsbezeichnung ''Fach... für Toxikologie'' berechtigt.
Das Ziel des PGS ist die Vermittlung einer breiten Grundlage toxikologischen Wissens zur Erleichterung der interdisziplinären Zusammenarbeit und zur rascheren Einarbeitung in toxikologisch orientierte Spezialgebiete.

Koordination und Durchführung

Die Koordination und Durchführung des Programms liegen bei Prof. Dr. Jan G. Hengstler, Prof. Dr. R. Klaus Müller und Frau Dipl.-Ing. Adelgunde Graefe.

Antrag auf Zulassung/Einschreibung

Anträge auf Teilnahme sind zu richten an:

Institut für Rechtsmedizin
PGS Toxikologie der Universität Leipzig
Johannisallee 28
04103 Leipzig

oder

Dezernat 2
SG ''Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium der Universität Leipzig'' Augustusplatz 10/11
04109 Leipzig

Das Formular "Antrag auf Zulassung/Einschreibung" zum Download finden Sie hier.

weitere Informationen

Adelgunde Graefe
Telefon: 0341 97-15132
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
rechtsmedizin.uni-leipzig.de

zum Aufbaustudiengang

Übernahme der Humanplasma GmbH durch die Haema AG

Die Haema AG, mit Sitz in Leipzig, als größter unabhängiger Blut- und Plasmaspendedienst der Bundesrepublik Deutschland hat mit Wirkung zum 1.1.2006 100% der Gesellschaftsanteile der Humanplasma GmbH mit Sitz in Erfurt erworben. Das pharmazeutische Unternehmen, Haema AG, welches Arzneimittel aus Blut und Blutplasma herstellt, als auch Laborleistungen in Krankenhäusern anbietet, wird damit sein Spendenaufkommen von ca. 400 000 Spenden in 2005 auf mehr als 600 000 Spenden im Jahr erhöhen.

Die Humanplasma GmbH wurde 2001 gegründet und produziert Plasma zur industriellen Fraktionierung sowie Vollblutspenden in sechs Spendezentren in Sachsen und Thüringen. Das Unternehmen wird auch zukünftig durch die bisherigen Geschäftsführer, Herrn Magister Rudolf Meixner und Herrn Josef Roman Spiessl, geleitet. Zum weiteren Mitglied der Geschäftsführung der Humanplasma GmbH wurde Herr Jörg Fahrenbach, Finanzvorstand der Haema AG, bestellt.

Mit den neu erworbenen Blut- und Plasmaspendezentren verfügt die Haema AG nunmehr über 14 Blutspende-Stationen. Für das Geschäftsjahr 2006 ist ein Umsatz von 60 Mio. € geplant. Die Haema-Gruppe baut mit dem Erwerb der sechs Stationen ihr Spendenpotential in den neuen Bundesländern weiter aus und legt damit den Grundstein für eine weitere Expansion.

Der Enzym-Spezialist c-LEcta GmbH aus Sachsen erhält Finanzierung des High-Tech Gründerfonds

Der High-Tech Gründerfonds investiert gemeinsam mit einem branchenerfahrenen Business Angel in den Enzymspezialisten c-LEcta GmbH. Die Höhe der Finanzierungsrunde beträgt rund 600 TEUR. Das Unternehmen aus Leipzig hat eine revolutionäre Plattformtechnologie zur Identifikation, Entwicklung und Optimierung von Enzymen entwickelt. Mit dem patentierten "Cluster-Screening", das sich durch enorme Zeit- und Kostenvorteile auszeichnet, bricht das Unternehmen mit wissenschaftlichen Dogmen der High-Throughput - Technologien.

Das sächsische Start-Up ist das erste gecloste Investment des High-Tech Gründerfonds im Life-Science Bereich. Begleitet wurde der Prozess durch die BIO-NET LEIPZIG Technologietransfergesellschaft mbH, die als Coach die c-LEcta GmbH unterstützen wird.

Die c-LEcta GmbH ist ein Unternehmen der "Weißen Biotechnologie" und beschäftigt sich mit der Nutzbarmachung biotechnologischer Verfahren für industrielle Anwendungen. Das in der BioCity Leipzig ansässige Unternehmen ist spezialisiert auf die Identifikation, Optimierung und Produktion von Enzymen sowie Enzym-basierter Prozesse. Enzyme spielen in modernen industriellen Prozessen eine wichtige Rolle. Diese Eiweißmoleküle beschleunigen als Bio-Katalysatoren chemische Reaktionen. Sie finden vor allem in der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie, aber auch in der Textil-, Agro- und Ernährungsmittelindustrie eine Vielzahl von Anwendungen.

Dr. Marc Struhalla, Geschäftsführer und zusammen mit Dr. Thomas Greiner-Stöffele Gründungsgesellschafter der c-LEcta GmbH, zeigt sich sehr zufrieden: "Wir freuen uns darüber, den High-Tech Gründerfonds als Investor für unser Unternehmen gewonnen zu haben. Mit den Mitteln des High-Tech Gründerfonds in der Seed-Phase werden wir die c-LEcta GmbH als wichtigen Player in den avisierten Märkten einführen."

"Wir sehen für die Technologie der c-LEcta große Chancen am Markt, die uns von potentiellen Kunden bestätigt wurden", so Marco Winzer, Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds über den Deal. "Dies gepaart mit einem unternehmerisch orientierten Gründerteam, das optimal durch den branchenerfahrenen Business-Angel Dr. Klaus Warning unterstützt wird, bildet die hervorragende Basis einer positiven Unternehmensentwicklung", so Winzer weiter.

Das Kapital wird die c-LEcta für die Technologie-Entwicklung und den Ausbau des Unternehmens einsetzen, wobei ein wesentlicher Fokus auf der Vermarktung liegt. "Die c-LEcta GmbH ist im Besitz einer überlegenen Technologie zur Identifikation und Verbesserung von Enzymen, die genutzt werden kann für so wichtige Anwendungen wie die Synthese von Arzneistoffen oder die Entwicklung verbesserter Waschmittel" so Dr. Struhalla. Einen der attraktivsten Wachstumsmärkte für die Anwendung von Enzymen wird im Bereich der Chemischen Industrie gesehen. So konnte die c-LEcta GmbH durch den MBI (Management buy-in) von Dr. Klaus Warning, ehem. Vorstandsmitglied der Hoechst Celanese Corporation und der SGL Carbon AG, besondere Expertise gewinnen: "Mit dieser Finanzierung wird es uns gelingen das Unternehmen zügig und erfolgreich am Markt zu platzieren. Zahlreiche namhafte Chemieunternehmen zeigen bereits gezieltes Interesse an der Technologie und den Produkten der c-LEcta GmbH", so Dr. Warning.

Kontakt:

c-LEcta GmbH
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

Tel: +49 341 355 214 0
Fax: +49 341 355 214 33
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www.c-LEcta.de

Über den High-Tech Gründerfonds:

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen, die viel versprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung von bis zu 500 TEUR sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines "proof of concepts" oder zur Markteinführung führen. Erwartet wird zudem ein Side-Investment von 20% (in den NBL 10%) des High-Tech Gründerfonds Investments durch die Gründer und einen weiteren, dritten Investor. Durch die Beteiligungsfinanzierung erwirbt der Fonds offene Anteile in Höhe von 15% des Stammkapitals der Portfoliounternehmen.
Der High-Tech Gründerfonds ist aus der Initiative "Partner für Innovation" entstanden und verfügt über ein Fondsvolumen von rd. 260,0 Mio. EUR. Investoren des ‚public-private partnerships' sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die drei Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom und Siemens.

Kontakt:

High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Tel.: +49 228 - 965685-00 Fax.: +49 228 - 965685-50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.high-tech-gruenderfonds.de

Exzellenzinitiative: Zuversicht für Erfolg in der Endrunde

Die Universität Leipzig hat mit ihrem Exzellenzcluster ''Molecules and Cells for Tissue Regeneration'' in dem von Bund und Ländern initiierten Forschungswettbewerb die Endrunde erreicht und ist nach den Worten von Rektor Franz Häuser ''zuversichtlich, mit ihrem großen wissenschaftlichen Potential in Biomedizin und Biotechnologie die Chance nutzen zu können und am Ende erfolgreich zu sein''. Von den in der ersten Antragsrunde verbliebenen 41 Cluster-Anträgen werden nur 15 gefördert werden. Die Vorauswahl macht aber bereits deutlich, dass auch nach der Einschätzung unabhängiger Gutachter an der Universität Leipzig Spitzenforschung von internationalem Rang betrieben wird.

In den Antrag der Universität Leipzig zur Regenerativen Medizin ist auch die Universität Halle eingebunden, sodass sich Kompetenz und Energien im mitteldeutschen Raum bündeln. Der Antrag wird von dem vor zweieinhalb Jahren gegründeten regionalen Netzwerk RegMedNet mit nahezu 300 wissenschaftlichen und industriellen Arbeitsgruppen getragen. Es hat sich inzwischen eine intensive Kommunikationskultur zwischen Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen sowie inner- und außeruniversitärer Arbeitsgruppen entwickelt. Dies ist ein großer Vorzug, da die Regenerative Medizin die klinische Medizin mit den Natur- und Ingenieurwissenschaften verbindet. Schwerpunkt ist dabei die Wiederherstellung von funktionsgestörten Zellen, Geweben und Organen. Dafür werden körpereigene Regenerations- und Reparationsprozesse im Körper stimuliert, Gewebe außerhalb des Körpers gezüchtet und künstliche Materialien verwendet. Durch ihr hohes Wachstums-, Vermehrungs- und Spezialisierungspotential spielen Stammzellen hierbei eine bedeutende Rolle. Kerngedanke ist, dass zerstörtes Gewebe durch Stammzellen wieder ersetzt werden kann.

Wie Rektor Häuser unterstrich, ist die Universität gespannt auf die Einschätzung der Gutachter von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft zu den weiteren von der Universität Leipzig vorgelegten Antragsskizzen in allen drei Förderlinien, die jetzt nicht zur Antragsaufforderung kamen. Sie erhofft sich daraus Anregungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung bis hin zur erneuten Antragstellung in der 2. Phase des Exzellenzwettbewerbs. Außerdem entwickelt die Universität aus den Aktivitäten in den Profilbildenden Forschungsbereichen Ideen und Konzepte für Anträge auf Forschungsverbünde wie Graduiertenkollegs, Forschergruppen und Sonderforschungsbereiche. Bereits jetzt besteht an der Universität Konsens darüber, dass sich durch die konzeptionelle Arbeit für die Profilschärfung der Universität im Zusammenhang mit dem Exzellenzwettbewerb zahlreiche Impulse für zukunftsträchtige Entwicklungen ergeben haben. Zudem kann die Universität Leipzig mittlerweile auf acht Graduiertenkollegs, drei internationale Promotionsprogramme und mehrere Forschergruppen verweisen. Erst letzte Woche sind zwei von 16 bundesweit eingerichteten Forschergruppen an die Universität Leipzig vergeben worden.