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Regenerative Medizin trifft Weltraummedizin auf dem 3. WCRM

Ein Highlight der besonderen Art erwartet die Besucher des 3. Weltkongresses für Regenerative Medizin am 20. Oktober. Dann veranstaltet das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) eine Session mit dem Titel „Space Medicine meets Regenerative Medicine". Das TRM, dessen Hauptanliegen unter anderem in der Förderung interdisziplinärer Forschung liegt, vollführt damit einen Brückenschlag zwischen zwei noch jungen medizinischen Forschungsbereichen.

Es werden bedeutende Mediziner, Biotechnologen und Ingenieure aus Deutschland und Europa über Bioreaktortechnologie, Zellfunktionen und Tissue Engineering unter Mikrogravitationsbedingungen, über Strahlenbiologie und Lebenserhaltungssysteme referieren. Im Anschluss soll in einer Podiumsdiskussion über Potentiale und wechselseitigen Nutzen der beiden Fachgebiete gesprochen werden, sodass die Erkenntnisse der Weltraummedizin und die Erfahrungen der Mediziner bei der Betreuung von Raumfahrern auch dem praktischen Gesundheitswesen und dem Patienten bald zu Gute kommen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung zum direkten Nutzen für Unternehmen und zum Vorteil der Gesellschaft. Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Mehr als 80 Forschungseinrichtungen sind an Standorten in ganz Deutschland tätig. 12500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von über einer Milliarde Euro. Davon fallen mehr als 900 Millionen Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund zwei Drittel
dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Ein Drittel wird von Bund und Ländern beigesteuert, auch um damit den Instituten die Möglichkeit zu geben, Problemlösungen vorzubereiten, die in fünf oder zehn Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft aktuell werden.

Das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) ist das jüngste Mitglied des Fraunhofer Verbundes Life-Science und wurde anlässlich des europaweiten Tages der Immunologie am 29. April 2005 in der BioCity Leipzig gegründet. Ziel des Instituts ist es, spezielle Problemlösungen an den Schnittstellen von Medizin, Biowissenschaften und Ingenieurswissenschaften für Partner aus der medizinorientierten Industrie und Wirtschaft zu finden. Kernkompetenzen liegen dabei in der regenerativen Medizin, d.h. bei zelltherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe bis hin zum biologischen Ersatz durch in vitro gezüchtete Gewebe (Tissue Engineering). Damit die Gewebe ohne Probleme anwachsen können, müssen zelluläre und immunologische Abwehr- und Kontrollmechanismen erfasst und in die Verfahrens- und Produktentwicklung integriert werden. Um diese Kernkompetenzen herum ergibt sich eine Vielzahl von Aufgaben für neue Produkte und Verfahren. Das Institut ist besonders kliniknah orientiert und übernimmt Qualitätsprüfungen, GMP-Herstellung von klinischen Prüfmustern und klinische Studien im Auftrag. Darüber hinaus unterstützt es die Erlangung von Herstellungsgenehmigungen und Zulassungen. Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig wird deshalb ein neuartiges zelltherapeutisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die Wiederherstellung ausgefallener Funktionen und die Rückbildung von Lähmungen beschleunigt werden können. Das Verfahren hat die ersten experimentellen Prüfungshürden mit sehr guten Ergebnissen überwunden und könnte in den kommenden zwei Jahren erstmals beim Menschen angewendet werden.