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38 Millionen Euro für Leipziger Medizin-Vorhaben

Spitzenforschung: Fünf Projekte in Sachsen

Der Freistaat Sachsen wird mit seiner Landes-Exzellenzinitiative fünf Spitzenforschungsprojekte in den Materialwissenschaften und in der Medizin unterstützen. Sie erhalten bis 2013 insgesamt fast 160 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln, sagte gestern Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Das Bioanalytik-Zentrum Life der Universität Leipzig, das sich der Erforschung verschiedener Volkskrankheiten widmet, erhält mit 38 Millionen Euro den größten Betrag.

30 Millionen Euro gehen an ein namhaftes Dresdner Zentrum zur Strahlenforschung in der Krebstherapie. Den Materialwissenschaften widmen sich drei Vorhaben in Dresden, Chemnitz und Freiberg. Das Projekt für Hochleistungswerkstoffe an der Bergakademie erhält mit 20 Millionen den kleinsten Betrag.

Eine Jury aus acht Experten hatte gestern die fünf Projekte ausgewählt. In einer ersten Runde waren im Februar von 13 Anträgen acht für die Finalrunde ausgesucht worden. Es seien „rein wissenschaftsgeleitete Entscheidungen ohne Anspruch der Ausgewogenheit“ getroffen worden, sagte der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner. Für die Projekte waren insgesamt sogar 380 Millionen Euro beantragt worden. Mittel für benötigte Bauvorhaben wurden teilweise herausgestrichen, sie sollen möglichst noch aus anderen Töpfen fließen.

Stange sagte, Ziel der Landesinitiative sei es, mit aussichtsreichen Forschungsclustern den Abstand zur bundesdeutschen Konkurrenz zu verringern. Sie erwarte einen wichtigen Schub für die Forschung und Lehre an Sachsens Hochschulen. Die Exzellenzinitiative des Freistaates war vor einem Jahr in Anlehnung an den Bundes-Wettbewerb gestartet worden, bei dem Sachsen keinen Elite-Standort etablieren konnte. Laut DFG-Präsident Kleinert habe Sachsen nun beim nächsten Wettbewerb „hervorragende Aussichten, erfolgreicher zu sein“. Dies sei auch ein Kriterium für die Auswahl der Projekte gewesen. Der Leipziger Prorektor Martin Schlegel, sagte, die Leitung der Universität sei stolz, dass das wissenschaftlich exzellente Projekt Life den Sprung an die Spitze geschafft habe.