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Große Erfolge der Universitätsmedizin Leipzig in Krankenversorgung und Wissenschaft

Auf ihrem gemeinsamen Neujahrsempfang werteten der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig das Jahr 2008 als ein erfolgreiches Jahr für die Universitätsmedizin Leipzig. Klinikum und Fakultät sehen sich auf einem guten Weg hin zum Ziel, bis 2012 in die Spitzengruppe der deutschen Universitätsmedizinstandorte aufzusteigen. Dank des Engagements aller Mitarbeiter konnten die Leistungen im DRG-Bereich gegenüber dem Vorjahr um fast 4,6 Prozent auf rund 68.220 Bewertungsrelationen gesteigert werden.

Der Schweregrad der behandelten Fälle (CMI) stieg von 1,423 im Vorjahr auf 1,442. Trotz höherer Fallschwere sank die Verweildauer auf jetzt 7,62 Tage. Positiv sei auch die Entwicklung der stationären und ambulanten Fallzahl verlaufen, so dass der Vorstand des Universitätsklinikums davon ausgeht, dass sowohl das geplante ordentliche Betriebsergebnis in Höhe von 3,6 Mio. Euro als auch das erzielte ordentliche Betriebsergebnis von 2007 in Höhe von 3,94 Mio. Euro überschritten werden. Die Medizinische Fakultät hat 2008 mit Spitzenpublikationen und hochrangigen Forschungseinwerbungen national und international die Attraktivität der Leipziger Universitätsmedizin für Spitzenforscher und Studierende erheblich gesteigert.

Allein durch Drittmitteleinwerbungen von rund 28 Mio. Euro werden zusätzlich 400 Arbeitsplätze in der Forschung finanziert. Die gewachsene wissenschaftliche Kompetenz und enge Kooperation von Universität, medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum haben 2008 wesentlich zu dem herausragenden Erfolg in der Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" (Leipziger interdisziplinäres Forschungskomplex zu molekularen Ursachen lebensstil-assoziierter Erkrankungen) im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative beigetragen. Dieses größte von der Medizin geführte Projekt der Universität zur bevölkerungsweiten Erforschung von Zivilisationskrankheiten wird ab 2009 für fünf Jahre für 38 Mio. Euro durch den Sächsischen Freistaat und die Europäische Union gefördert werden. Insgesamt habe sich durch abgestimmte Zielsetzung der medizinischen Forschung, der Lehre und der Krankenversorgung die Leipziger Universitätsmedizin in vielen Bereichen bis zu international sichtbaren Spitzenplätzen entwickelt und dem Ziel der medizinischen Exzellenz für den Menschen genähert.

Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Gesundheitswesen und Kultur aus ganz Mitteldeutschland, unter ihnen Staatsministerin Cristine Clauß als Vertreterin des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, der Leipziger Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht, die Leipziger Finanzbürgermeisterin Bettina Kudla, der Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig Michael Hund, der Präsident des Sächsischen Landesrechnungshofes Franz-Josef Heigl und die Rektoren der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser und der HTWK, Prof. Dr. Hubert Milke, waren in das Grassimuseum gekommen, das dem dritten gemeinsam veranstalteten Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät Leipzig einen würdigen Rahmen gab. Die Vorstände des Klinikums, Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig und Matthias Wokittel, und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Joachim Thiery, hatten eingeladen, um die Entwicklung der Universitätsmedizin Leipzig zu reflektieren und danach mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

Prof. Dr. Fleig nannte als herausragendes Projekt des Jahres 2008 die von Klinikum und Fakultät unter externer Moderation geführte Strategiediskussion, die im Juli 2008 in der Verabschiedung der „Strategie Universitätsmedizin 2012" mündete. „Dieses auf die nächsten vier Jahre angelegte Projekt, wird das ‚Unternehmen' Universitätsmedizin Leipzig grundlegend verändern", gab sich Fleig überzeugt. Man wolle damit die Voraussetzungen in Struktur, Personalentwicklung, Betriebsabläufen Unternehmenskultur und zahlreichen anderen Bereichen schaffen, um die bis 2012 gesteckten großen Ziele erreichen zu können. Fleig wies auch darauf hin, dass die verspätete Verabschiedung des Sächsischen Hochschulgesetzes auch zu einer verspäteten Novellierung des Sächsischen Hochschulmedizingesetzes führe. Damit würden die strukturellen Defizite in der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Klinikum sowie einige damit verbundene Risiken deutlich verlängert. Er appellierte an die Landtagsabgeordneten, das Gesetzgebungsverfahren unmittelbar nach der Landtagswahl rasch wieder aufzugreifen und abzuschließen.

„Mit 49 260 vollstationären Fällen und rund 554 000 ambulanten Konsultationen ist das Universitätsklinikum Leipzig ein wesentlicher Baustein der medizinischen Versorgung der Region Leipzig", betonte Matthias Wokittel. Die Zahl der ambulanten Konsultationen sei gegenüber 2007 um 7,9 % gestiegen; die Leistungen im Bereich der Einzelermächtigungen stiegen um 21,8 % auf 59 950 Fälle. Die Zahl der Pauschalfälle in den Hochschulambulanzen stieg um 4,3 % auf ca. 175 000 Fälle. Wie im Vorjahr wurden rund 29 500 Notfälle behandelt. Auf Grund dieser Leistungsentwicklung stiegen die Umsatzerlöse aus stationären, ambulanten und Wahlleistungen sowie aus Nutzungsentgelten gegenüber 2007 um 4,4 %, oder mehr als 10,38 Mio. Euro. Wokittel verwies auf die zahlreichen Bauprojekte, die 2008 abgeschlossen werden konnten und dankte dem Freistaat Sachsen für die langjährige und zielgerichtete Investitionsbereitschaft. Den wirtschaftlichen Erfolg, so Wokittel weiter, verdanke man in erster Linie der hohen Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Mit einer freiwilligen Einmalzahlung in Höhe von 1,95 Mio. Euro habe man die Mitarbeiter deshalb daran teilhaben lassen. Außerdem sei man bemüht, auch die sozialen Arbeitsplatzbedingungen zu verbessern. Mit der Inbetriebnahme der Kindertagesstätte „MiniUniVersum", dem Angebot eines Jobtickets und auch der beliebten Weihnachtsfeier unterstreiche man dieses Anliegen. Die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung, die ohne Not die Konvergenzphase in der DRG-Abrechnung verlängere, die Finanzierung von Mehrleistungen auf den Sachkostenanteil beschränke, den AiP-Zuschlag in den Landesbasisfallwert einrechne und die Lohnnebenkosten erhöhe, koste das Klinikum etwa 4,4 Mio. Euro. Aus dem „3,5-Milliarden-Euro-Topf" werde unterm Strich wohl nichts beim Klinikum ankommen, sondern eher eine zusätzliche Belastung in den Büchern bleiben. Er hoffe, so Wokittel, dass der Freistaat Sachsen im Bundesrat zu diesem Gesetzpaket mit „nein" stimme.

„Wir stehen heute mit Großprojekten in zweistelliger Millionenhöhe jetzt erstmals an der Schwelle, auch mit den größten Wissenschaftszentren Deutschlands nicht nur gleichzuziehen, sondern diesen sogar hier und da einen Schritt voraus zu sein", erklärte Prof. Dr. Joachim Thiery. Dies beruhe wesentlich auf der erfolgreichen Berufungspolitik der letzten Dekanate, und auch das aktuelle Dekanat werde alles dafür tun, diesen Weg der gezielten Schwerpunktstärkung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum fortzusetzen. „Wir wollen die besten Köpfe für die Medizin nach Leipzig holen und halten. Dies betrifft auch und ganz besonders den medizinischen Nachwuchs und die technischen und pflegerischen Bereiche." In den letzten Jahren habe man sich im Wesentlichen auf drei Forschungskomplexe konzentriert: die in die Tiefe gehende Erforschung von Zivilisationskrankheiten, Hirnerkrankungen, Tumorkrankheiten. Durch gemeinsame Anstrengungen sei es nicht nur gelungen, umfangreiche Verbundforschungsprogramme anzustoßen, sondern gerade im vergangenen Jahr herausragende Erfolge zu erzielen. Die Förderung der Verbundforschung werde nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz der Medizin für den Menschen voranbringen, sondern auch nachhaltig neue Arbeitsplätze in der Medizinischen Versorgung und der Forschung schaffen. Thiery verwies auf zahlreiche von der EU, dem BMBF, der Krebshilfe und anderen Geldgebern geförderte Projekte. Besonders die Einwerbung des Forschungsclusters „LIFE" im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative sei ein Beweis für die Forschungskompetenz in Leipzig. „Als eines von fünf Projekten landesweit wird dieses medizinische Großprojekt zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten ab 2009 mit Mitteln des Freistaats und der Europäischen Union mit 38 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert werden", so Thiery. Ziel dieses größten, durch die Medizin geführten Projektes, an dem fünf Fakultäten und außeruniversitäre Forschungsinstitute wie MPI, Fraunhofer und UFZ beteiligt sind, ist die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle für häufige Volkskrankheiten, die besonders mit dem Lebensstil assoziiert sind. Hierzu zählen Demenz, Depression, Gefäßkrankheit und Herzinfarkt, Adipositas und Diabetes mellitus, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Kopf-Halstumore und Allergien. Durch das LIFE-Forschungsprogramm werden weitere 100 Arbeitsplätze in der Region geschaffen und eine nachhaltige Fokussierung der Medizinischen Forschung für innovative Diagnostik und Therapie lebensstilassoziierte Erkrankungen erreicht.

Vorstand und Dekan sehen ein arbeitsreiches und auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen schwer kalkulierbares Jahr 2009 vor der Universitätsmedizin Leipzig. Dank der klar formulierten Strategie und der umfangreichen neu aufzubauenden Forschungsarbeit sei man sich aber sicher, auch 2009 zu einem erfolgreichen Jahr zu machen. Dank galt der Staatsregierung Sachsen für die verlässliche Unterstützung der Leipziger Universitätsmedizin, die, so hofft die Leitung für Klinikum und Fakultät, auch in Zukunft anhalten möge.

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Universitätsklinikum Leipzig AöR
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