Vor 50 Jahren gelang die erste Herztransplantation

Herzzentrum Leipzig einziges Herztransplantationszentrum in Sachsen
Vor 50 Jahren – am 3. Dezember 1967 – führte der südafrikanische Herzchirurg Christiaan Barnard die weltweit erste Herztransplantation in
Kapstadt durch. Sein Patient, der 55-jährige, schwer herzkranke Louis Washkansky, überlebte allerdings nur 18 Tage nach der Transplantation des weiblichen Spenderherzens. Er verstarb an den Folgen einer bakteriellen Lungenentzündung. Am 13. Februar 1968 fand die erste Herztransplantation in Deutschland am Uniklinikum München statt.

Was damals in Südafrika gelang, revolutionierte die Herzmedizin. Zum einen stellte es operationstechnisch eine Herausforderung dar. Zum anderen existierten damals noch verhältnismäßig wenig Erkenntnisse über die Wirkmechanismen des menschlichen Immunsystems und über die Organabstoßung.

“Die stetige Weiterentwicklung der herzchirurgischen Techniken ebenso wie die weitreichenden Erkenntnisse über das Immunsystem – Ergebnisse die auch durch die Forschung hier am Herzzentrum positiv beeinflusst wurden – haben dazu geführt, dass die Überlebenschancen heute mit einem Spenderorgan wesentlich besser sind”, erklärt Professor Michael Borger, Direktor der Universitätsklinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig. „Nach erfolgreicher Transplantation und stationärer Krankenhausbehandlung, einer zielgerichteten Rehabilitation und kontinuierlicher Immunsuppressiva-Therapie, haben herztransplantierte Patienten meist kaum Einschränkungen im Alltag“, so der Herzchirurg weiter. “Die Lebensqualität vieler Herzempfänger ist annähernd so wie bei gesunden Menschen. Viele können ins Berufsleben zurückkehren oder auch wieder Sport treiben.”

Im Herzzentrum Leipzig, dem einzigen Herztransplantationszentrum in Sachsen und dem größten im Osten Deutschlands, werden seit der Gründung im Jahr 1994 Herzen verpflanzt – bis zum heutigen Tag sind es insgesamt 430. Der jüngste transplantierte Patient war acht Jahre – der älteste 70 Jahre alt. Beide sind auch heute noch wohlauf.
“Für irreversible akut oder chronisch herzinsuffiziente Patienten, bei denen alle Therapieoptionen ausgeschöpft sind, ist eine Herztransplantation oft die einzige Möglichkeit, das Überleben mittel- und langfristig zu sichern”, so Professor Borger. “Leider ist Deutschland Schlusslicht in Sachen Organspende. Im internationalen Vergleich liegen wir weit hinten – das ist für unsere Patienten oft eine dramatische Situation. Ich kann und möchte daher allen ans Herz legen, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen und sich einen Organspendeausweis zuzulegen”, so der eindringliche Appell von Professor Borger.

Über das Herzzentrum Leipzig:
Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in der Universitätsklinik für Herzchirurgie, der Universitätsklinik für Kardiologie – HELIOS Stiftungsprofessur (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und der Universitätsklinik für Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum kooperiert eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der HELIOS Kliniken GmbH. www.helios-kliniken.de/herzzentrum

Über die HELIOS Kliniken Gruppe Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine
medizinische Behandlung bei Helios. In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten
behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheits-management. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:
Juliane Dylus, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
Herzzentrum Leipzig, HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-21 91
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

((Pressemitteilung)) Herzzentrum Leipzig, 1. Dezember 2017