Warnung

Can't load Google maps without an API key. More information can be found in our documentation at joomla.digital-peak.com.

Sächsinnen nutzen Krebsfrüherkennung am stärksten

Krebs zählt zu den am meisten gefürchteten Krankheiten. Aber: "Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind bei vielen Krebserkrankungen in der Regel die Heilungschancen!", sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen. In keinem Bundesland gehen mehr Frauen zur Krebsfrüherkennung als in Sachsen.

Mit einer Teilnehmerquote von über 44 Prozent sind sie deutschlandweit Spitze. Der Bundesdurchschnitt lag bei knapp 41 Prozent. Bei den Männern
dagegen gibt es noch Nachholbedarf bei der Früherkennung von Krebs. Mit nur knapp 12 Prozent liegen sie im Mittelfeld der Top-Ten-Liste, aber immer
noch leicht über dem Bundesdurchschnitt von 11,4 Prozent.

Kein Grund zum Ausruhen
Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung nach EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab in der ambulant-ärztlichen Versorgung) Ziffer 01730 und 01731 zählen zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. „Es sind Leistungen die über die Versichertenkarte abgerechnet werden. Dafür entstehen keine zusätzlichen Kosten“, sagt Magerl und fordert ganz besonders Männer auf, diese zu nutzen. Alle Frauen ab 20 und Männer ab 45 Jahren können diese jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrnehmen. Bei Frauen führt in der Regel der Gynäkologe die Untersuchung durch, bei Männern der Urologe, Allgemeinmediziner oder Internist. Magerl: „Es ist bedauerlich, dass insgesamt immer noch zu viele Menschen diese präventiven Angebote nicht nutzen.“

iFORBT-Test zur Darmkrebsfrüherkennung als Kassenleistung
Gesetzlich Versicherten zwischen 50 und 54 Jahren können im Rahmen der Darmkrebsfrüherkennung ein neues Testverfahren, den immunologischen
Stuhltest (iFOBT) in Anspruch nehmen. „Die Entdeckungsrate für bösartige Darmtumore und deren Vorstufen sind bei dem immunologischen
Stuhlbluttest deutlich höher als bei dem bisherigen Test. Er reagiert ausschließlich auf den menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin und ist so
weniger störanfällig“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Versicherte können den neuen Test jährlich wahlweise beim
Hausarzt oder bestimmten Fachärzten durchführen lassen.

Hintergrund
Krebsfrüherkennung für Frauen ab 20
Ziffer 01730 - EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab in der ambulantärztlichen Versorgung): Es erfolgt eine gezielte Erhebung der
Krankheitsgeschichte in der Beschwerden, Veränderungen oder familiärer Vorbelastung besprochen werden. Bei Frauen erfolgt ab dem Alter von 20
Jahren die Untersuchung der Genitalien. Sie können jährlich diese Krebsfrüherkennungsuntersuchung wahrnehmen. Ab 30 Jahren wird zusätzlich die Brust untersucht. Zwischen 50 und 69 Jahren gibt es außerdem alle zwei Jahre eine Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust).

Krebsfrüherkennung für Männer ab 45 Jahren
EBM – Ziffer 01731: Bei Männern werden ab 45 Jahren die Prostata und die äußeren Genitalien untersucht. Es erfolgt eine gezielte Erhebung der
Krankheitsgeschichte in der Beschwerden, Veränderungen oder familiärer Vorbelastung besprochen werden. Weiter eine Inspektion und Abtasten der
äußeren Geschlechtsorgane, das Abtasten der Prostata sowie eine Tastuntersuchung der regionären Lymphknoten. Auch sie können diese Untersuchung jährliche wahrnehmen.

Mehr zum immunologischen Stuhlbluttest (iFOBT) unter:
www.barmer.de/a000037

Pressekontakt:
www.barmer.de/presse-sachsen
www.twitter.com/BARMER_SN
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Claudia Szymula
Tel.: 0800 333 004 152-231
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!