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Erfolgreiche Rezertifizierung des ImmunDefektCentrums Leipzig (IDCL) am Klinikum St. Georg

StGeorg Prof BorteBereits zum zweiten Mal wurde das seit 2009 dem Klinikum St. Georg angegliederte ImmunDefektCentrum Leipzig (IDCL) zertifiziert. In die Bewertung flossen u. a. die hohe Zahl der jährlich hier rund 500 betreuten Patienten sowie die nachweislich konsequente Einhaltung aller erforderlichen Qualitätsstandards ein. Dem besonderen Engagement des Ärztlichen Direktors des Zentrums Prof. Dr. Michael Borte, der zugleich Chefarzt des Fachbereiches Pädiatrische Rheumatologie, Immunologie und Infektiologie des Klinikums ist, ist es zudem zu verdanken, dass hier nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene (nach §116b, SGB V) betreut werden können.

Berücksichtigung fand darüber hinaus, dass im Klinikum St. Georg allen Müttern, die ihr Kind hier zur Welt bringen, seit September 2012 ein kostenloses Neugeborenenscreening auf angeborene Immundefekte („SCREEN-ID") angeboten wird. Damit können angeborene T-und B-Zell-Defekte bereits zum Zeitpunkt der Geburt erkannt werden, was eine weltweite Innovation darstellt und deutschlandweit einmalig ist. Am IDCL werden mittlerweile über 200 Patienten mit primären (angeborenen) Immundefekten kontinuierlich betreut. Die Tendenz ist steigend. Es ist damit das größte
Zentrum dieser Art in Mitteldeutschland.

Primäre Immundefekte sind seltene Erkrankungen, die nicht oder zu spät erkannt, zu schweren und lebensbedrohenden Infektionen führen können. Ihre rechtzeitige Diagnosestellung hingegen garantiert den Betroffenen eine adäquate Therapie und dann in der Regel auch eine ganz normale Lebenserwartung.

Leipziger Demenztag 2013

logo demenztag 2013Demenz ist heute in Deutschland eines der drängendsten Gesundheitsprobleme; es wird geschätzt, dass rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an diesem Krankheitsbild leiden. Die Alzheimer-Erkrankung ist dabei die häufigste Demenzerkrankung im Alter. In Deutschland beträgt die Zahl der Alzheimer-Erkrankten derzeit etwa 1,2 Millionen Personen, bei steigender Tendenz; im Jahr 2030 werden allein in Deutschland etwa 2 Millionen Alzheimer-Patienten leben. Sie alle müssen bestmöglich behandelt, betreut und versorgt werden. Diese Herausforderung kann unsere Gesellschaft nur bewältigen, wenn neue  Ansätze und Konzepte auch neue Lösungen und Strategien aufzeigen. In Deutschland ist die Versorgung dementer Personen noch längst nicht optimal. Im Vorfeld des Welt-Alzheimer-Tages 2013 am 21. September, der unter dem Motto steht "Demenz - den Weg gemeinsam gehen", findet daher erstmals auch eine gemeinsame Veranstaltung von VFG Leipzig e.V., Barmer GEK und dem Klinikum St Georg gGmbH statt, in der die verschiedenen Aspekte der Versorgung dementer Personen thematisiert werden.

Die Veranstaltung findet in der Alten Börse, Naschmarkt 2, 04109 Leipzig, statt.

Leipziger Demenztag

Eine Veranstaltung für Pflegekräfte und pflegende Angehörige

20. September 2013

Schirmherrschaft Frau Staatsministerin Christine Clauß

 

15:00 Uhr bis 15:30 Uhr - Get together

15:30 Uhr - Begrüßung durch Dr. Iris Minde, Direktorin des Klinikum St. Georg gGmbH,

Grußwort der Staatsministerin Christine Clauß

Impulsreferat
Staatssekretär Thomas lIka
Bundesministerium für Gesundheit
„Stellt die Politik die Weichen richtig?"

Kurzreferate
Prof. Dr. phil. habil. Johann Behrens
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
„Wie erkenne ich Demenz?"

Prof. Dr. rer. cur. Thomas Fischer
Evangelische Hochschule Dresden
„An Demenz erkrankt – was nun?"

Paul-Friedrich Loose
BARMER GEK Sachsen
„Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung"

Podiumsdiskussion
17:00 Uhr bis 17:45 Uhr
„Stimmt die Versorgungslandschaft?"

Fazit der Veranstaltung: Dr. Iris Minde

Moderation: Ulrich Milde, LVZ

17:45 Uhr bis ca. 18:30 Uhr
Abendimbiss – Zeit für Gespräche

 

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MDR blickt hinter die Kulissen des Leipziger Park-Krankenhauses

tn Park-Krankenhaus LeipzigGesundheitsmagazin „Hauptsache gesund" strahlt ab 4. Juli 2013 mehrteilige Doku über das Zentrum für Gefäßmedizin aus ((Pressemitteilung Park-Krankenhaus))

Die Gefäßmedizin „made in Leipzig" hat international einen besonders guten Ruf: im Park-Krankenhaus Leipzig ist eines der größten Gefäßzentren Europas beheimatet – hier werden tagtäglich verstopfte Gefäße frei gemacht, Beine vor der Amputation bewahrt und Volkskrankheiten wie Bluthochdruck mit innovativen Verfahren behandelt. Für den Mitteldeutschen Rundfunk gewährten die Leipziger Gefäßspezialisten und ihr Team nun einen Einblick in ihre tägliche Arbeit fernab aller Krankenhausserien-Klischees. Die fünfteilige Doku-Reihe wird ab 4. Juli 2013 immer donnerstags im Gesundheitsmagazin „Hauptsache gesund" (21 bis 21.45 Uhr) im MDR Fernsehen ausgestrahlt.

In der ersten Folge retten die Spezialisten das Bein eines Patienten. Er hatte festgestellt, dass es extrem kalt wurde. Daraufhin wurde er in das Park-Krankenhaus Leipzig eingeliefert. Dort haben die Ärzte per Ultraschall die Diagnose gestellt. Bei ihm hatte sich eine Schlagader verschlossen, so dass das Bein kaum noch durchblutet und kalt wurde. Nach dieser Diagnose haben die Mediziner die Ader mit einem Katheter aufgedehnt und Blutgerinnsel entfernt. Diese Behandlung gehört zum Alltag des Teams um Prof. Dr. med. Dierk Scheinert, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I (Angiologie, Kardiologie) und Prof. Dr. Dr. med. Bernd-Michael Harnoss, der als Chefarzt die Klinik für Gefäßchirurgie leitet.

Die Reportage zeigt nicht nur die „Halbgötter in Weiß", sondern auch Krankenhauspersonal, das oft nur am Rande wahrgenommen wird. In der ersten Folge ist das ein Mitarbeiter, der sich um den Patiententransport kümmert. Er sorgt dafür, dass die Kranken in ihren Betten aus den Zimmern in die Behandlungsräume gebracht werden. Täglich kommen so pro Mitarbeiter 75 Fahrten zusammen.

„Wir haben sehr gern einen Einblick in unsere Arbeit gegeben", ergänzt Prof. Dr. med. Dierk Scheinert, der auch Ärztlicher Direktor des Leipziger Park-Krankenhauses ist. „Damit verbunden ist der Wunsch und die Hoffnung, dass die Zuschauer konkret miterleben können, welche Bedeutung den Krankenhäusern hierzulande bei der tagtäglichen Versorgung kranker Menschen zukommt."

Mit der fünfteilige Reportage aus dem Leipziger Park-Krankenhaus gibt es zum ersten Mal im Gesundheitsmagazin „Hauptsache gesund" eine Doku-Reihe. Daneben wird es – wie bislang gewohnt – Magazinbeiträge zu aktuellen Schwerpunkten und die Sprechstunde geben, bei der Zuschauer live Fragen stellen können.

„Hauptsache gesund"
Moderation: Dr. Franziska Rubin
Donnerstag, 04.07.2013, 21:00 Uhr, im MDR FERNSEHEN

Die einzelnen Sendungen des Gesundheitsmagazins „Hauptsache gesund" sind für eine begrenzte Zeit auch in der Online-Mediathek des Mitteldeutschen Rundfunks verfügbar – siehe unter www.mdr.de/hauptsache-gesund .

Über das Zentrum für Gefäßmedizin:

Mit seinem fachübergreifenden Ansatz und der technischen Ausstattung zählt das Zentrum für Gefäßmedizin des Park-Krankenhauses Leipzig zu den führenden Behandlungszentren in Europa. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Angiologen und Gefäßchirurgen können sämtliche Gefäßeingriffe durchgeführt werden – sowohl operativ als auch interventionell, d. h. minimal-invasiv per Katheterverfahren. Das Leistungsspektrum reicht von der Behandlung drohender Gefäßverschlüsse über die Versorgung gefährlicher Diabetes-Folgeerkrankungen bis hin zu gefäßchirurgischen Eingriffen an der Hauptschlagader sowie am venösen Gefäßsystem. Mit dem „Leipziger Interventional Course" (LINC) findet einmal jährlich einer der weltweit größten Fachkongresse im Bereich der interventionellen Gefäßmedizin in der Messestadt statt, der von den Leipziger Gefäßspezialisten organisiert wird.

Über das Park-Krankenhaus Leipzig:

Das Park-Krankenhaus Leipzig ist mit 724 voll- und teilstationären Betten, 154 Rehabilitationsplätzen und 30 Plätzen für Adaption und betreutes Wohnen das größte Krankenhaus der Regelversorgung im Freistaat Sachsen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Herzzentrum im Leipziger Südosten gelegen, verfügt das Park-Krankenhaus über drei somatische Behandlungszentren sowie das neu gegründete Zentrum für Seelische Gesundheit, dem zwei psychiatrische Kliniken und eine Fachklinik für Suchterkrankungen zugeordnet sind.

Schwerpunkte der Somatischen Kliniken sind das Orthopädisch-Traumatologische Zentrum, das Zentrum für Gefäßmedizin mit den Fachdisziplinen Angiologie und Gefäßchirurgie sowie das Bauch- und Thoraxzentrum mit den Fachdisziplinen Gastroenterologie, Pneumologie sowie Allgemeine und Viszeralchirurgie.

Das Park-Krankenhaus Leipzig ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig und gehört seit 1999 zur RHÖN-KLINIKUM AG. Pro Jahr werden im Park-Krankenhaus rund 16.000 ambulante und mehr als 15.000 stationäre bzw. teilstationäre Behandlungen durchgeführt. In der Soteria Klinik Leipzig werden jährlich rund 2.700 alkohol-, medikamenten- und/oder drogenabhängige Patientinnen und Patienten behandelt. www.parkkrankenhaus-leipzig.de, www.soteria-klinik-leipzig.de

Pressemitteilung des Klinikums St. Georg: Neues Behandlungskonzept bringt Hoffnung für Adipositas-Patienten

tn St Georg LeipzigAufbauend auf seine bisherigen Erfolge bietet das „Adipositaszentrum Klinikum St. Georg“ ab Juli adipösen Erwachsenen ein ganzheitliches Behandlungsprogramm an, bei dem die Betroffenen durch ein professionelles Team aus Ärzten und Therapeuten auf ihrem Weg der Gewichtsreduktion intensiv beraten und begleitet werden.
 
Im Mittelpunkt des Therapiekonzeptes steht neben der dauerhaften Reduzierung des Gewichtes das (Wieder-) Erlernen einer gesunden Lebensführung und damit eine grundlegende Verbesserung der Lebensqualität. Einem kurzen stationären Aufenthalt schließt sich ein ambulantes Therapieprogramm über einen Zeitraum von einem Jahr an.
 
Während des Klinikaufenthaltes erfolgt eine umfangreiche körperliche und psychische Dia-gnostik hinsichtlich der Eignung für das Programm. Noch in dieser Phase schließt sich der Beginn einer für Adipositas-Patienten entwickelten „Formula-Diät“ an. Zusätzlich wird endoskopisch die Implantation eines Magenballons vorgenommen.

In den einzelnen Behandlungsmodulen werden die Betroffenen im ersten Halbjahr einmal wöchentlich, im zweiten Halbjahr dann einmal monatlich an einem individuell für sie geplanten Behandlungstag (für rund acht Stunden) betreut. Auch nach Beendigung des „Kernpro-gramms“ ist es angeraten, dass sich die Patienten im Adipositaszentrum zu einer regelmäßigen ärztlichen Diagnostik und Ergebnismessung vorstellen. Während der gesamten Behandlungsdauer besteht die Möglichkeit für Gespräche mit den Ärzten, Therapeuten sowie den Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten.
 
Das ambulante Behandlungskonzept basiert auf den drei Therapiesäulen „Verhalten - Bewegung - Ernährung“, die aufeinander abgestimmt ein risikoreduziertes und dauerhaftes Abnehmen unter ärztlicher Kontrolle bewirken. In den regelmäßigen ärztlichen Konsultationen, bei denen der Gesundheitszustand der Patienten überwacht und kontrolliert wird, werden die Entscheidungen über die Art der Fortführung der Therapie getroffen.

Während die Verhaltenstherapie in Gruppen- und Einzelsitzungen mit Psychologen dabei hilft, sich mental auf den Abnehmprozess einzulassen und mit schwierigen Alltagssituationen umgehen zu können, stärkt das spezielle Bewegungskonzept die Lebensqualität. Bei der Ernährungstherapie hingegen lernen die Betroffenen, wie man sich gesund ernährt und den Konsum ungesunder Inhaltsstoffe beim Essen und Trinken vermeidet. Eine Anwendung des erworbenen Wissens in einer eigens dafür vorgesehenen Lehrküche dient der Nachhaltigkeit und des Erfahrungsaustausches sowohl der Patienten untereinander als auch mit den Experten.
 
Leiter des „Adipositaszentrums St. Georg“ ist der stellvertretende leitende Chefarzt des Klinikums und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie Prof. Dr. Arved Weimann. Er fasst den therapeutischen Anspruch des Behandlungsprogramms wie folgt zusammen: „Unser Ziel ist es, die konservativen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, um eine bariatrische Operation (OP zur Gewichtsreduktion) zu vermeiden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass uns das in vielen Fällen auch gelingt. Aufgebaut ist unser Konzept auf Nachhaltigkeit, indem wir die Patienten langfristig begleiten. Besonders wichtig ist uns der gruppendynamische Effekt, den wir mit dem neuen St. Georg Adipositasprogramm noch verstärken werden.“
 
Deshalb absolvieren die Patienten das Behandlungsprogramm in kleinen Gruppen – im dafür neu eingerichteten Haus 56 am Standort Eutritzsch des Klinikums. Die direkte Nähe des Gebäudes zum Klinikumspark bietet den Patienten die erforderlichen Bewegungsmöglichkeiten in der Natur. Geschäftsführerin des Klinikums St. Georg Dr. Iris Minde ist überzeugt, „dass durch das neue Ganztagskonzept mit kleinen Gruppen jeder einzelne Patient innerhalb des auf ihn zugeschnittenen Rahmens eine individuell bestmögliche Behandlung erfährt.“

Die Umsetzung des ganztägigen Adipositasprogramms wird durch die enge Zusammenarbeit mit den Krankenkassen AOK PLUS, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) Sachsen, BKK-Landesverband Mitte Sachsen sowie IKK classic ermöglicht. Regelmäßig finden Informationsveranstaltungen rund um dieses Behandlungsprogramm statt. Interessierte können über ihren Haus- bzw. Facharzt oder direkt über das Adipositaszentrum (Telefon: 0341 909-3094) Kontakt aufnehmen.
 
Von einer Übergewichtigkeit sind in Deutschland stetig mehr Menschen betroffen. Bei ungefähr jedem sechsten Deutschen ist eine krankhafte Entwicklung bis hin zur Adipositas zu beobachten. In der Regel sind die Betroffenen dann auf professionelle medizinische Hilfe angewiesen, um eine wirklich dauerhafte Gewichtsreduktion herbeizuführen.
 
Bereits seit Jahren widmet sich das Klinikum St. Georg der Betreuung und Therapie morbid adipöser Menschen mit dem Ziel, bei den Teilnehmern eine lang anhaltende Gewichtsreduktion ohne operative Eingriffe zu erreichen.
 
 
St. Georg Unternehmensgruppe:
 
Die St. Georg Unternehmensgruppe besteht aus dem Klinikum St. Georg gGmbH, fünf Tochtergesellschaften (einschließlich Fachkrankenhaus Hubertusburg) und dem Eigenbetrieb Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig und beschäftigt insgesamt rund 3.370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Während der Städtische Eigenbetrieb überwiegend Aufgaben für die Stadt Leipzig übernimmt, gehört das Klinikum St. Georg gGmbH nach dem Landeskrankenhausplan zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Zudem fungiert die gGmbH als Akademisches Lehrkrankenhaus für die Universität Leipzig. Gemessen an der Spezialisierung und dem Krankheitsschweregrad reichen die medizinischen Leistungen bis zur Maximalversorgung.
 
Die Unternehmensgruppe ist an 17 Standorten in und um Leipzig präsent und verfügt derzeit über rund 1.700 Betten und tages-klinische Plätze im Krankenhausbereich, in der Klinik für Forensische Psychiatrie, in der Rehabilitation sowie im Bereich medi-zinisch-sozialer Wohnheime, in Notschlafstellen und Übernachtungshäusern. Jährlich werden ca. 47.000 Patientinnen und Patienten stationär und teilstationär behandelt. Die Zahl der ambulanten Patienten liegt bei 140.000. Der Jahresdurchschnitt an stationären Operationen liegt bei 16.500, die Operationszahl ambulant bei 2.700.

Pressemitteilung des BMBF: Nationale Gesundheitsstudie beginnt

200.000 Menschen können sich ab 2014 beteiligen / Wanka: "Nur wenn wir mehr über die Ursachen und Einflüsse bei Volkskrankheiten wissen, können die Therapien besser wirken."

BMBF logoDie bisher größte medizinische Gesundheitsstudie Deutschlands startet. Ab Anfang 2014 werden 400.000 per Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 69 Jahren einen Brief erhalten. Sie können sich an der Studie beteiligen und so bei der Erforschung von Volkskrankheiten aktiv unterstützen und zu einem gesünderen Leben in Deutschland beitragen. Es ist vorgesehen, dass insgesamt rund 200.000 Menschen an der Studie teilnehmen können. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren sollen durch die sogenannte "Nationale Kohorte" neue Erkenntnisse über den Einfluss von genetischen Faktoren, Umweltbedingungen, sozialem Umfeld und Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs gewonnen werden.

"Dies kann nur mit der aktiven Unterstützung und Beteiligung der Bevölkerung gelingen. Wir haben in den nächsten Jahren durch das Forschungsprojekt die große Chance, einen enormen Wissensschub im Kampf gegen Volkskrankheiten wie Krebs zu erzielen. Diese Chance auf eine bessere Prävention müssen wir nutzen", so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Die über die Studie gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen erheblich zu verbessern. "Wenn ich einen Brief erhalten sollte, werde ich gerne als Teilnehmerin mitwirken", betont Wanka. Eine aktive Bewerbung um eine Teilnahme an der Studie ist nicht möglich, da sonst keine statistisch belastbaren Informationen nach dem mathematischen Zufallsprinzip gewonnen werden können.

Von den Ergebnissen der Studie erhofft sich die Wissenschaft Antworten auf Fragen wie: Wodurch entstehen chronische Krankheiten? Gibt es Faktoren, die ihre Entstehung begünstigen? Wie können diese Krankheiten frühzeitig erkannt werden? Wie können wir uns vor diesen Krankheiten besser schützen? Durch den vorausschauenden Charakter der Studie halten die Forscher bei den Studienteilnehmern viele Faktoren fest, die zunächst als bedeutungslos erscheinen. Später kann sich jedoch herausstellen, dass sie auf eine Krankheit hinweisen. Im Nachhinein betrachtet könnte sich so ermitteln lassen, wie verschiedene Faktoren zusammenwirken und zu bestimmten Krankheiten führen. Darauf basierend könnten Krankheiten früher erkannt und effektiver behandelt werden.

Die teilnehmenden Frauen und Männer werden in einem der 18 Studienzentren medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten und Lebensumständen befragt. Nach vier bis fünf Jahren laden die Studienzentren alle Probanden zu einer zweiten Untersuchung ein.

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und wird in Form der Einwilligungserklärung dokumentiert. Die Teilnehmer haben zu jeder Zeit das Recht, ihre Teilnahme mit oder ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Vor der Mitwirkung an der Studie werden die Teilnehmer festlegen, ob sie über Ergebnisse der Untersuchungen informiert werden wollen. Auch das Recht auf Nichtwissen wird gewahrt. Ein unabhängiger Beirat wird die Einhaltung der ethischen Standards überwachen.

Die für den Schutz der im Rahmen der Studie zu gewinnenden Informationen notwendigen Maßnahmen sind in einem Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept erarbeitet und festgelegt. Das Konzept wurde vom Bundesdatenschutzbeauftragten positiv bewertet.

Finanziert wird die Studie durch das BMBF, die 14 beteiligten Länder und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit insgesamt 210 Millionen Euro. Die Förderer haben sich hierzu eng abgestimmt und koordiniert. 13 Universitäten, vier Helmholtz-Zentren, vier Leibnitz-Institute und zwei Ressortforschungseinrichtungen sind beteiligt. Mit dieser Forschungsinitiative erhält die Epidemiologie in Deutschland den Anschluss an die internationale Spitzenforschung.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.nationale-kohorte.de/