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Auszeichnung der Deutschen Stiftung für Herzforschung für das Herzzentrum Leipzig

 ((Pressemitteilung)) Herzzentrum Leipzig HELIOS Park-Klinikum Leipzig, 15.12.2014

 

Auszeichnung der Deutschen Stiftung für Herzforschung für das Herzzentrum Leipzig

August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis 2015 geht an den Leipziger Rhythmologen Dr. Jedrzej Kosiuk

Besondere Auszeichnung für das Herzzentrum Leipzig: Dr. med. Jedrzej Kosiuk aus der Abteilung für Rhythmologie wurde mit dem August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) ausgezeichnet. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Düsseldorf übergeben.

Mit der Auszeichnung wird eine Forschungsarbeit gewürdigt, in der sich Dr. Kosiuk mit der Frage beschäftigt hat, ob sich bei bestimmten anatomischen Gegebenheiten das Schlaganfallrisiko während einer Herzkatheteruntersuchung (Ablation) erhöht.  Er konnte dabei belegen, dass die Beschaffenheit des linken Vorhofohrs einen nachweisbaren Einfluss auf eine erhöhte Thrombosebildung während oder kurz nach einer Herzkatheteruntersuchung hat. Seine umfangreiche statistische Auswertung von mehr als 2.500 Fällen zeigt: Besonders hoch ist das Risiko für einen Schlaganfall während der Ablation, wenn das Vorhofohr wie ein Hühnerflügel (Chicken wing) geformt ist. Als deutlich weniger risikoreich haben sich dagegen weitere typische Formen des Vorhofohres erwiesen, die einem Kaktus, Windsack oder einem Blumenkohl entsprechen.

„Ich fühle mich sehr geehrt, Preisträger eines der renommiertesten Forschungspreise der Herzmedizin zu sein“, sagt Dr. Jedrzej Kosiuk vom Herzzentrum Leipzig. „Die vorliegende Untersuchung wirft ein neues Licht auf die Risikokalkulation bei der Planung und Durchführung dieser wichtigen Behandlungsmethode.  Darüber hinaus leistet sie einen Beitrag, mögliche Entstehungsmechanismen für einen Schlaganfall noch besser zu verstehen und die Patientensicherheit deutlich zu erhöhen.“

Prof. Dr. med. Udo Sechtem, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung für Herzforschung ergänzt: „Das Modell von Dr. Kosiuk zur Abschätzung des individuellen Schlaganfallrisikos durch Thrombenbildung während einer Katheterablation ist bisher einmalig und ein innovativer Beitrag zur Schlaganfallbekämpfung bei Patienten mit Vorhofflimmern. Die Studie ist deshalb eine wichtige Grundlage für weitere Untersuchungen.“

Warum die Form des Vorhofohrs eine solch wichtige Rolle spielt, gilt es in weiteren Studien zu klären. Eine erste mögliche Erklärung hat Dr. Kosiuk aber schon parat:  Während einer Herzkatheteruntersuchung können kleine Blutgerinnsel, so genannte Mikrothromben, freigesetzt werden. An der Katheterspitze werden diese während des Eingriffs bis ins Herzohr transportiert. Bei einer länglichen und geschlängelten Form („Chicken wing“) können sich dabei größere Gerinnsel ansammeln, während die erweiterten Formen der Herzohren („Kaktus“, „Windsack“, „Blumenkohl“) möglicherweise besser durchspült werden und weniger Gefahr besteht, dass es zur gefährlichen Gerinnselbildung kommt.

Die prämierte Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Heart Rhythm publiziert: Kosiuk J. et al., Impact of left atrial appendage morphology on peri-interventional thromboembolic risk during catheter ablation of atrial fibrillation. Heart Rhythm, Vol. 11, Issue 9, Pages 1522–1527, Sept. 2014.

Über das Herzzentrum Leipzig:

Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in den drei Kliniken, Klinik für Herzchirurgie, Klinik für Innere Medizin/Kardiologie (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und Klinik für Pädiatrie/ Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag, der dem Haus den Status einer Universitätsklinik verleiht. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum ist Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der HELIOS Kliniken GmbH. www.helios-kliniken.de/herzzentrum  

Über die HELIOS Kliniken Gruppe:

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 110 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 49 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, elf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,2 Millionen Patienten, davon mehr als 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 69.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2013 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. www.helios-kliniken.de