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Verbesserte Diagnostik bei Prostatakrebs

tn Universitätsklinikum Leipzig((Pressemitteilung)) Universitätsklinikum Leipzig , 11.Dezember 2014

Verbesserte Diagnostik bei Prostatakrebs

Nuklearmedizin am Uniklinikum Leipzig verwendet neuen PSMA-Marker Patienten, bei denen nach der Prostata-Entfernung oder anderen Therapien der PSA-Wert im Blut erneut ansteigt, bietet jetzt die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine verbesserte Diagnostik an: Mit der PSMA-PET-Methode können beim Verdacht auf einen Rückfall sehr früh mögliche Tumorherde sichtbar gemacht werden.

"Bei   der   PSMA-PET-Methode   wird   ausgenutzt,   dass   sich   eine   schwach   radioaktive Testsubstanz  speziell  an  das  Eiweiß  PSMA  bindet",  erläutert  Prof.  Dr.  Regine  Kluge, stellvertretende  Direktorin  der  Klinik  und  Poliklinik  für  Nuklearmedizin  des  UKL.  "Dieses Prostata-spezifische Membran-Antigen wird auf der Oberfläche von Prostatakarzinomen und deren  Metastasen  in  hoher  Konzentration  gebildet.  Durch  die  Testsubstanz  werden  deshalb genau   die   Regionen   im   menschlichen   Körper,   an   denen   der   Prostatakrebs   wächst, gekennzeichnet."

Der  Ablauf  der  Untersuchung  ist  für  den  Patienten  sehr  schonend:  Die  Testsubstanz  wird  in eine Armvene eingespritzt. Nachfolgend werden an einer PET/MRT-Kamera (oder alternativ an   einer   PET/CT-Kamera)   Aufnahmen   des   gesamten   Körpers   angefertigt,   in   denen vorhandene  Tumorherde  durch  intensive  Anreicherung  der  radioaktiven  Substanz  sichtbar gemacht  werden  können.  Die  gleichzeitig  gewonnenen  strukturellen  Informationen  sowohl von  der  OP-Region  als  auch  von  Absiedlungsherden  komplettieren,  insbesondere  bei Verwendung eines PET/MRT-Gerätes, die Aussagekraft. Aufgrund   des   spezifischen   Anreicherungsmechanismus   und   einer   sehr   kontrastreichen Darstellung  können  mit  der  neuen  Methode  bereits  bei  PSA-Werten  unter  1,0  ng/ml Tumorherde   nachgewiesen   werden,   was   für   eine   erfolgreiche   Behandlung   eines Tumorrezidivs von großer Bedeutung sein kann.

Universitätsklinikum Leipzig Das  Universitätsklinikum  Leipzig  (UKL)  blickt  gemeinsam  mit  der  Medizinischen  Fakultät  als zweitältester  deutscher  Universitätsmedizin  auf  eine  reiche  Tradition  zurück.  Heute  verfügt das  Klinikum  mit  1450  Betten  über  eine  der  modernsten  baulichen  und  technischen Infrastrukturen  in  Europa.  Zusammen  mit  der  Medizinischen  Fakultät  ist  es  mit  über  6000 Beschäftigten  einer  der  größten  Arbeitgeber  der  Stadt  Leipzig  und  der  Region.  Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem  hier  neueste  Erkenntnisse  aus  der  Medizinforschung  schnell  und  gesichert  in  die medizinische Praxis überführt werden.

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