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Reanimationstraining in Schulen

 

tn Herzzentrum Leipzig ((Pressemitteilung)) Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik, 8.Dezember 2014


Reanimationstraining in Schulen
Seit rund einem Jahr schulen Experten des Herzzentrum Leipzig regelmäßig Schüler
in der Reanimation. Ein Projekt, das ankommt.


Leipzig,  8.  Dezember  2014  -----  Kinder,  die  mit  einem  Defibrillatoren  umgehen  lernen?
Reanimation  durch  13-Jährige  –  geht  das  überhaupt?  Ja,  beweisen  die  Reanimations-
Experten   des   Herzzentrums   Leipzig.   Seit   einem   Jahr   veranstaltet  das   Fachklinikum
Projekttage für 7.  bis 9.  Klassen  an  Mittelschulen und Gymnasien in Leipzig. Im Schuljahr
2013/2014  haben  Hendrik  Ott-Loffhagen   und  Marco  Böhmert vom  Team  Praxisanleitung
rund 400 Schüler im Thema Wiederbelebung fit gemacht – inklusive praktischer Übungen für
Reanimation und den Umgang mit dem Defibrillator. Im Schuljahr 2014/2015 binden erneut
sieben   Schulen   das   Rea-Training   des   Herzzentrums   in   den   Biologieunterricht   oder
Projektwochen mit ein.

„Das   Feedback   der   Schüler   ist   sehr   positiv“,   berichtet   Hendrik   Ott-Loffhagen.   „Die
Jugendlichen schätzen vor allem das praktische Üben an unseren Dummys. Und sie teilen
ihre  Erfahrung  mit  Freunden  und  den  Eltern.“  So  soll  das  Bewusstsein  um  die  Bedeutung
von Wiederbelebung in die Gesellschaft hinein getragen werden.

„Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Menschen, weil in den ersten Minuten bis zum
Eintreffen einen Notarztes keine Wiederbelebungsversuche stattfinden. In Deutschland sind
nur etwa 15 Prozent der Menschen bereit zu helfen. Noch weniger wissen, wie genau das
funktioniert“*, berichtet  Ott-Loffhagen.  Das  Herzzentrum  will  das zumindest  in  der  Region
Leipzig  ändern.  Deshalb  fördert  die  Geschäftsleitung  das  Projekt.  Klinikgeschäftsführerin
Diana Lohmann: „Alle unsere Mitarbeiter absolvieren jährlich mindestens ein Rea-Training.
Mit  dem  Schülerprojekt  möchten  wir  als  Herzzentrum  unseren  Beitrag  leisten,  dass  in
Zukunft mehr Patienten schon eine Erstversorgung erhalten, bevor sie  in der Notaufnahme
ankommen.“

Dass dieses Ziel nicht unrealistisch ist, belegen Untersuchungen aus Dänemark. Die Studien
ergaben,  dass  die  Spirale  aus  Unwissen,  Nichthelfen  und  damit  Todesfällen  innerhalb
weniger Jahre durchbrochen werden kann, indem Schüler gezielt in Reanimationstechniken
geschult  werden  und  das  Wissen  um  Wiederbelebung  und  deren  Wirksamkeit  über  die
Schüler  in  die  Elternhäuser  und  damit  in  die  Gesellschaft  getragen  werden  können.  Von
2003  bis  2010  konnte  in  Dänemark  die  Ersthelferquote  von  20  auf  45  Prozent  mehr  als
verdoppeln werden. In diesem Zusammenhang stieg  auch der Anteil der Patienten, welche
die  Klinik  noch  lebend  erreicht  hatten,  von  7,9  auf  21,8  Prozent.  Übrigens:  Auch  die
Kultusministerien  der  deutschen  Bundesländer  haben  in  diesem  Jahr  ihre  Empfehlung
ausgesprochen, Reanimationsunterricht im Lehrplan zu verankern.

*Daten des Deutschen Reanimationsregisters 2013

Ihre Ansprechpartner:
Christine Naß, Pflegedienstleitung
Hendrik Ott-Loffhagen, Praxisanleitung
Herzzentrum Leipzig
Strümpellstr. 39, 04289 Leipzig
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Link zur Pressemitteilung