Studie zu Ergebnissen des DaVinci- Robotereinsatzes bei Prostata-Operationen gestartet

tn Universitätsklinikum Leipzig ((Pressemitteilung)) Universitätsklinikum Leipzig, 6. Januar 2015

 

Studie zu Ergebnissen des DaVinci- Robotereinsatzes
bei Prostata-Operationen gestartet
UKL-Urologen vergleichen in erster umfassender Untersuchung zwei Operationsverfahren bei
Prostatakrebs
 
Leipzig. Die Urologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) starten einegroße Studie zum Vergleich
zweier moderner OP-Verfahren bei Prostatakrebs.Untersucht wird dabei erstmals auch der Effekt des
DaVinci-OP-Roboter-Einsatzes. Von der über fünf Jahre laufenden randomisierten Untersuchung
erhoffen sich die Mediziner Aussagen darüber, welches Operationsverfahren wann die beste Therapie
für die Patienten bietet.
 
"Das  Prostatakarzinom  ist  die  häufigste  Krebserkrankung  des  Mannes,  mit  steigenden
Erkrankungszahlen", erklärt Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der UKL-Klinik für Urologie.
"Auch  wenn  wir  heute  weniger  schnell  als  früher  zum  Skalpell  greifen,  so  ist  oftmals  eine
Operation unumgänglich, um den Krebs aufzuhalten." Mit welchem OP-Verfahren dann die
für  den  Patienten  jeweils  besten  Ergebnisse  erzielt  werden  können,  soll  die  jetzt  am  UKL
gestartete Studie herausfinden.
 
Untersucht  werden  dazu  780  Patienten  an  vier  Zentren  in  Deutschland  über  insgesamt  fünf
Jahre. Neben dem Uniklinikum Leipzig als Initiator und Leiter der Studie beteiligen sich auch
die  renommierten  Unikliniken  Düsseldorf  und  Heidelberg  sowie  das  Klinikum  Dortmund  an
der  ersten  umfassenden  Untersuchung  zu  den  Behandlungsergebnissen  der  neuartigen
DaVinci-Operationstechnik.  Verglichen  werden  dabei  die  Ergebnisse  von  Prostatakrebs-
Operationen,  bei  denen  der  OP-Roboter  zum  Einsatz  kam,  mit  den  Ergebnissen  nach
herkömmlichen  laparoskopischen  Prostataoperationen.  Die  Studie  wird  mit  knapp  einer
Million Euro durch die Deutsche Krebshilfe gefördert.
 
"Das ist die erste umfassende randomisierte Studie zum Einsatz des DaVinci-Roboters in der
Prostatachirurgie", erklärt Dr. Sigrun Holze, Projektleiterin am UKL. Untersucht wird dazu der
Effekt der zwei Operationsverfahren auf wichtige Funktionen wie Kontinenz und Potenz, aber
auch  auf  Lebensqualität  und  Zufriedenheit  der  Patienten.  Ein  weiterer  wichtiger  Punkt  der
umfangreichen Untersuchung ist das onkologische Ergebnis, also die Frage, wie erfolgreich
der Krebs durch den Eingriff bekämpft werden konnte.
 
Der DaVinci Roboter bietet gleichermaßen für Operateur und Patient viele Vorteile. Dies lässt
sich  durch  die  Erfahrungen  zahlreicher  Expertengruppen  weltweit  belegen.  Dennoch  fehlen
bisher  sogenannte  prospektiv  randomisierte  Studien,  die  die  DaVinci  Methode  mit  der
konventionellen   "Schlüssellochmethode"   unter   höchstem   wissenschaftlichem   Standard
vergleichen. "Wir  wollen  detailliert  untersuchen,  welche  Vorteile  der  Einsatz  des  OP-Roboters  
unseren Patienten  bringt",  beschreibt  der  DaVinci-Experte  Prof.  Stolzenburg  die  Ausgangssituation.
 
"Da   dies   ein   neueres   Verfahren   ist,   gibt   es   bisher   kaum   Untersuchungen   zu   den
Langzeiteffekten", ergänzt Dr. Holze. "Das soll unsere Studie nun ändern." Dazu werden die
Patienten  bis  zu  36  Monate  nach  der  Operation  regelmäßig  untersucht,  um  Effekte  und
Wirksamkeit  des  Eingriffs  überprüfen  zu  können.  Entsprechend  rechnen  die  Mediziner  mit
ersten Ergebnissen in etwa drei Jahren.
 
Weitere Informationen:
Prof.  Dr. med. Jens-Uwe Stolzenburg
Direktor Klinik und Poliklinik für Urologie
Telefon: (0341) 97 17 600
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.urosite-leipzig.de
 
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