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Zu süß, zu fett oder einfach zu viel?

Essstörungen: Ein (ernst-)“zunehmendes“ Problem


Der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt möchte ein Schulfach Ernährung einführen. „Das können wir nur unterstützen“, sagt Paul-Friedrich
Loose, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Sachsen. Er fordert schnell und bereits in der Kita sowie Grundschule mit der Aufklärung in
Sachen Ernährung anzufangen.

„Außerdem brauchen wir verbindliche Standards für Schulverpflegung und einen Ernährungs-TÜV für die Anbieter
von Schulessen“, setzt er seine Forderung fort. In Sachsen hat sich die Anzahl der Teenager mit Essstörungen von 2009 bis 2014 fast verdoppelt. Zu diesem
Fazit kam die BARMER GEK nach Auswertung der kasseneigenen Daten. „Wir schauen nicht tatenlos zu“, sagt Loose weiter. BARMER GEK und Sarah
Wiener Stiftung werden bereits im kommenden Jahr die größte bundesweite Ernährungskampagne für Kinder – „Ich kann kochen!“ starten.


Erziehern und Pädagogen werden geschult


„Um über die Risikofaktoren von Essstörungen besser aufzuklären, muss Prävention frühzeitig beginnen“ fordert Loose. Je früher sie startet, desto eher
können ernsthafte Essstörungen verhindert werden. „Wir können die Eltern hier nicht allein lassen. In der Schule brauchen wir nicht nur Aktionen sondern
nachhaltige Programme, gesunde Schulverpflegung oder eben ein Schulfach Ernährung“, so Loose weiter. Mit „Ich kann kochen!“ plant die BARMER GEK
die Förderung des Ernährungsbewusstseins und der Ernährungsbildung von Kindern. Grundlage ist die Schulung von Erziehern und Pädagogen zu
GenussbotschafterInnen. Sie bringen Kita- und Grundschulkindern mit viel Engagement und Freude näher, wie man sich vernünftig ernährt, wo unsere
Lebensmittel herkommen und wie viel Spaß der genussvolle Umgang mit Essen macht. In den kommenden fünf Jahren sollen 1,4 Millionen Kita- und
Grundschulkinder erreicht werden. Gelernt wird, wie man Lebensmittel für eine gesunde Ernährung auswählt und frische, abwechslungsreiche, leckere
Mahlzeiten zubereitet.

2 Hintergrund
Magersucht, Bulimie und Binge Eating - Immer mehr Heranwachsende leiden an Essstörungen. Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating (psychogene
Esssucht) nehmen zu. In Sachsen ist die Zahl der behandlungsbedürftigen Menschen in den letzten sechs Jahren um rund 17 Prozent gestiegen. 2009
wurden 1.143 Versicherte wegen einer Essstörung ärztlich behandelt, im Jahr 2014 waren es bereits 1.368 Versicherte. Die meisten Fälle verzeichnet die
Kasse in der Altersgruppe der 19- bis 30-Jährigen, den prozentual höchsten Anstieg in Sachsen aber bei den 13- bis 18-Jährigen. Außerdem sind immer
mehr Sachsen zuckerkrank. In den letzten vier Jahren ist die Anzahl der Menschen mit Diabetes mellitus Typ II um 12 Prozent gestiegen.


Mehr zu "Ich kann kochen!" unter www.barmer-gek.de/546311
Hintergründe zur Magersucht finden Sie in der Broschüre „Essstörungen
erkennen und handeln. Ratgeber für Angehörige“
www.barmer-gek.de/127015


Grundlage für die Auswertung sind die pseudonymisierten Daten von rund
406.000 BARMER GEK Versicherten in Sachsen.

((Pressemitteilung)) BARMER GEK, 7. Dezember 2015