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Sparda-Bank Berlin spendet 20.000 Euro für Barrett- Initiative e. V.

Leipzig. Über eine Finanzspritze der besonderen Art freute sich Ende 2015
der Barrett-Initiative e. V.. Prof. Dr. Ines Gockel, geschäftsführende
Direktorin der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thoraxund
Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig und Vorsitzende des
Vereins, konnte am 6. November 2015 einen Spendenscheck in Höhe von
20.000 Euro von der Sparda-Bank Berlin entgegengenehmen.


Der Barrett-Initiative e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung des Barrett-
Karzinoms voranzubringen und die Öffentlichkeit für die Erkrankung, die am Übergang von
der Speiseröhre zum Magen auftritt, zu sensibilisieren. Die Zahl der Neuerkrankten ist in den
letzten Jahren stark angestiegen. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) kommen
jährlich in Deutschland über 6.300 Menschen neu dazu - vorrangig Männer mittleren Alters.
Viele Menschen leiden an chronischem Reflux, also Sodbrennen, was ein Risikofaktor für die
Entstehung von Speiseröhrenkrebs sein kann. Allerdings entwickelt nur ein sehr geringer Teil
der Reflux-Patienten in der Folge einen sogenannten Barrett-Ösophagus, also eine
Umwandlung der Speiseröhrenschleimhaut aufgrund des Rückflusses der Magensäure in die
Speiseröhre (Ösophagus). Daraus kann sich dann letztlich ein Barrett-Karzinom entwickeln.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Molekulargenetik. Und hier sieht die Barrett-Initiative ihr
Hauptforschungsgebiet. "Wir bedanken uns für die großzügige Spende der Sparda-Bank",
freut sich Prof. Dr. Ines Gockel stellvertretend für alle an der Barrett-Initiative beteiligten
Naturwissenschaftler und Mediziner. "Das Geld wird helfen, die Identifizierung der
Risikogene, die zum Barrett-Karzinom führen, weiter voranzutreiben." Über Ursache und
Entstehung des Barrett-Karzinoms ist derzeit noch vergleichsweise wenig bekannt. "Ziel
unserer Initiative ist es, Risikogene und -variationen zu identifizieren, die für das Karzinom
prädisponieren, um bei diesen Patienten eine spezielle Frühdiagnostik vornehmen zu
können", fügt sie ergänzend hinzu.


Derzeit werden die Diagnosen häufig recht spät gestellt, da viele Patienten erst dann den
Arzt konsultieren, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist und sie
Schluckbeschwerden oder Probleme beim Essen bemerken - auch deshalb ist die
Aufklärungsarbeit des Barrett-Initiative e. V. so wichtig.


Kontakt:
Prof. Dr. Ines Gockel
Tel. 0341-97 17200

Universitätsklinikum Leipzig
Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als
zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt
das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen
Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000
Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich
werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen
Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler,
indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die
medizinische Praxis überführt werden.

((Pressemitteilung)) Universitätsklinik Leipzig, 18. Dezember 2015